Klimawandel: 300.000 Hektar Wald in Deutschland abgestorben

Bergwaldprojekt e.V. pflanzt mehr als 37.000 Bäume zur Förderung naturnaher Waldentwicklung

Durch Orkan zertsörter Wald bei Rathenow - Foto © Agentur Zukunft für Solarify„Die Klimakrise hat uns längst erreicht. 300.000 Hektar Wald sind in Deutschland infolge der Dürrejahre 2018 und 2019 abgestorben. Die Ursachen sind menschengemacht. Fichten- und Kiefernmonokulturen, die mehr als die Hälfte der deutschen Wälder ausmachen, sind am stärksten gefährdet,“ heißt es in einer Medienmitteilung von Bergwaldprojekt e.V. vom 05.02.2020. Seit 30 Jahren engagieren sich tausende Freiwillige für den naturnahen Waldumbau von labilen Nadelholzforsten hin zu klimastabilen Mischwäldern. Durch die Pflanzungen und den Schutz von standortheimischen Baumarten sollen die unverzichtbaren Schutzfunktionen unserer Wälder für Trinkwasser, Klima, saubere Luft, Artenvielfalt erhalten werden. weiterlesen…

UBA: Deutschland verringert Emissionen stärker als gedacht

2018 Reduktion um knapp 36 Millionen Tonnen – vier Prozent weniger Treibhausgase als 2017

Verkehr in Berlin - Stau oder S-Bahn, eine Alternative - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyInsgesamt 858,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente hat Deutschland 2018 ausgestoßen – 35,9 Mio. t bzw. 4 Prozent weniger als 2017 und 31,4 Prozent weniger im Vergleich mit 1990. Dies zeigen die Ergebnisse der Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) laut einer Medienmitteilung an die Europäische Kommission übermittelt hat. Am deutlichsten sind die Emissionen in der Energiewirtschaft zurückgegangen, deutlich weniger dagegen im Verkehr und der Landwirtschaft. „Dennoch scheint Deutschland seine Klimaziele für die Dekade nicht so weit zu verfehlen, wie ursprünglich geschätzt“, schreibt Florence Schulz am 22.01.2020 in EURACTIV.de. weiterlesen…

CO2-Emissionen im Verkehr sinken – aber nur relativ

Viele Autos emittieren viel

Dichter Verkehr auf der Berliner Ringautobahn bei Nacht - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyIm Schnitt belasten Pkw Umwelt und Klima heute zwar weniger als früher, aber ihre steigende Zahl macht technische Verbesserungen zunichte: Pro Kilometer emittieren sie zwar 15 Prozent weniger CO2 als 1995 – weil aber mehr Pkw auf den Straßen unterwegs sind, sind die Emissionen insgesamt um 0,5 Prozent angestiegen. Gleiches gilt für Lkw: Die kilometerbezogenen bzw. spezifischen CO2-Emissionen sanken bei Lkw im Schnitt zwar um 30 Prozent. Weil ihre Anzahl aber gestiegen ist, sind die absoluten CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr heute um 20 Prozent höher als 1995. Das zeigen Grafiken von Statista und Daten des Umweltbundesamtes. weiterlesen…

Fell: Trotz Trumps starke Bewegungen pro Klimaschutz

„Green New Deal“ der USA

Die globale Erwärmung müsse umgehend und umfassend angegangen, vermindert und letztendlich gestoppt werden, dabei reiche das Ziel der Klimaneutralität in Industriestaaten bis 2050 bei Weitem nicht aus. Wir bräuchten ganzheitliche Politikkonzepte, welche die großen Emittenten dieser Erde möglichst bis 2030 defossilisieren könnten – schreibt der Energieexperte Hans-Josef Fell in seinem Blog am 24.01.2020. Seit 2018 laufen solche Entwürfe meist unter Etiketten wie „Green New Deal“ (GND). Dieser Begriff und erste Konzepte kämen ausgerechnet aus dem Land, dessen Präsident sich vehement gegen jedes klimapolitische Handeln sträube, den USA. weiterlesen…

„Thermodynamisches Verbrechen“

Treibstoffe der Zukunft – Elektronen, Moleküle oder ein System? – ein Vortrag von Robert Schlögl

Carbon2Chem - altes Stahlwerk Thyssen - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie Energiewende 1.0 wurde als „Stromwende“ konzipiert und setzt auf eine autarke Nutzung Erneuerbarer Elektrizität (EE). Davon kann nicht genug bereit gestellt werden, um allein das Stromsystem zu defossilisieren. Geschweige denn kann eine angedachte weitgehende Elektrifizierung des stofflichen Energiesystems mit diesen Ressourcen erfolgen. Das Energiesystem zu verkleinern, führt in die Irre. Daher müssen wir EE importieren, was stoffliche Energieträger voraussetzt. Wasserstoff spielt dabei zwar die Rolle des zentralen Bindegliedes, ist aber wohl nur bedingt eine Lösung für Endnutzer von Energie. Die Chemie an Grenzflächen ist die zentrale Wissenschaft und Technologie, die eine Energiewende 2.0 ermöglicht, die lokale EE durch global verfügbare ergänzt. Solarify dokumentiert den Vortrag über diese Problematik von Prof. Robert Schlögl, Direktor der Abteilung Anorganische Chemie am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie Gründungsdirektor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim a.d.R. , am 04.02.2020 im Magnus-Haus in Berlin. weiterlesen…

„Ausfransende Grundlagen“: Global Risks Report 2020

Spätestens 2020 Klima-Notstand

CO2-Schleuder bis 2034: Uniper-Kohlekraftwerk Schkopau bei Leuna - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDer vom Weltwirtschaftsforum mit Unterstützung der Zurich Insurance Group und des nach eigenen Aussagen weltweit führenden Industrieversicherungsmaklers und Risikoberaters Marsh & McLennan (bereits Mitte Januar) veröffentlichte diesjährige Global Risks Report bietet umfassende Einblicke in die wichtigsten Faktoren, die den weltweiten Wohlstand im kommenden Jahrzehnt bedrohen werden. Ausgangsbasis für die 15. Ausgabe des Berichts ist der Input von knapp 800 internationalen Experten und Entscheidungsträgern, die gebeten wurden, ihre größten Sorgen nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Folgenschwere zu benennen. weiterlesen…

Uniper nimmt bis 2025 2.9 GW Kohlestromleistung vom Netz

Datteln 4 mit 1.1. GW geht aber in Betrieb – Braunkohlestandort Schkopau bleibt bis 2034

Uniper-Kohlekraftwerk Staudinger, Großkrotzenburg, Main - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify„Uniper beendet die eigene Steinkohleverstromung in Deutschland“, so der Titel einer Medienmitteilung vom 30.01.2020 – bis Ende 2022 sollen das Kraftwerk Wilhelmshaven sowie drei Steinkohle-Kraftwerksblöcke in Gelsenkirchen-Scholven mit einer Gesamtleistung von rund 1.500 Megawatt vom Netz gehen. In Scholven soll eine Gas-und-Dampfanlage (GuD) die bestehenden Anlagen perspektivisch ersetzen. Bis spätestens Ende 2025 sollen weitere 1.400 Megawatt an den Standorten Staudinger und Heyden abgeschaltet werden. An den Standorten sollen u.a. Anlagen zur industriellen Produktion von Wasserstoff entstehen. Das 1.1-GW-Kohlekraftwerk Datteln 4 geht aber in Betrieb. weiterlesen…

Erster Abschnitt der Suedlink-Trassenkorridore festgelegt

Medienmitteilung der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat – so eine Medienmitteilung – die Trassenkorridore für den ersten Abschnitt der Gleichstromverbindung Suedlink festgelegt – neben Korridor A und Suedostlink, eine von drei Gleichstromverbindungen von Norddeutschland nach Süden. Die Festlegung der Trassenkorridore umfasst jeweils den Abschnitt A des Suedlink (Vorhaben Nr. 3 und Vorhaben Nr. 4 des Bundesbedarfsplans). Dieser nördlichste Abschnitt ist ca. 100 Kilometer lang. weiterlesen…

TÜV SÜD zertifiziert grünen Wasserstoff

Zukunft des Energiesystems

Wasserstoff-Tanklastzug an Multi-Energie-Tankstelle - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyIm Zusammenhang mit der Energiewende wird grüner Wasserstoff als Speicher- und Trägermedium eine zentrale Rolle spielen. Allerdings nur, wenn Wasserstoff mittels Erneuerbarer Energien gewonnen wird. Weil man es dem Wasserstoff aber (ebenso wenig wie dem Strom) ansieht, aus welchen Quellen er stammt, muss er zertifiziert werden. Den entsprechenden Nachweis ermöglicht TÜV SÜD laut eigenen Angaben jetzt mit der aktualisierten GreenHydrogen-Zertifizierung. weiterlesen…

Perowskit-Tandemsolarzelle mit 29,15 Prozent

Rekord-Wirkungsgrad – einzigartige Rekordjagd in 12 Jahren – bald 30%?

Sonne über Berlin - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyIm Rennen um immer höhere Wirkungsgrade von Solarzellen liegt ein HZB-Entwicklungsteam wieder vorne. Einer Medienmitteilung zufolge haben Gruppen von Steve Albrecht und Bernd Stannowski eine Tandemsolarzelle aus den Halbleitern Perowskit und Silizium entwickelt, die 29,15 Prozent des eingestrahlten Lichts in elektrische Energie umwandelt. Dieser Wert ist offiziell durch das CalLab des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zertifiziert. Damit ist die Überwindung der 30% Effizienz-Marke in greifbare Nähe gerückt. weiterlesen…