Permafrostboden in Sibirien erodiert seit Jahren immer stärker

Flussufererosion im Lena-Delta trägt zum Treibhauseffekt bei

Die Arktis erwärmt sich stärker als jede andere Region der Erde. Als Folge geht der viele tausend Jahre alte Permafrostboden durch Erosion verloren. Wie Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) am sibirischen Fluss Lena gemessen haben, ist das Ausmaß der Erosion beängstigend: Dort bricht das Ufer jährlich um gut 15 Meter ab. Hinzu kommt, dass der im Permafrost gespeicherte Kohlenstoff den Treibhauseffekt weiter anheizen kann. weiterlesen…

Hochdruckstudie: Einblick in vielversprechende Batteriematerialien

Röntgenuntersuchung zeigt systematische Verzerrung des Kristallgitters von Hochentropie-Oxiden

In einer Hochdruck-Röntgen-Untersuchung haben Wissenschaftler neue Erkenntnisse über eine vielversprechende neue Materialklasse für Batterien und andere Anwendungen gewonnen. Das Team um Qiaoshi Zeng vom Center for High Pressure Science in China nutzte die brillanten Röntgenstrahlen der, um ein sogenanntes Hochentropie-Oxid (HEO) unter steigendem Druck zu analysieren. Die in Materials Today Advances veröffentlichte Studie ist ein erster, aber wichtiger Schritt für ein breiteres Verständnis der HEO-Materialien. weiterlesen…

Reichstes Prozent schädigt Klima doppelt so stark wie ärmere Hälfte

Oxfam über Klimawandel und Ungleichheit

Das reichste eine Prozent (63 Millionen Menschen) hat zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO2 ausgestoßen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. Ein Oxfam-Bericht unter dem Titel „Confronting Carbon Inequality” zeigt: Wir müssen den exzessiven CO2-Ausstoß der Wohlhabenden einschränken, in die öffentliche Infrastruktur investieren und die Wirtschaft zum Wohle aller klimagerecht umbauen. weiterlesen…

Projektträger Jülich betreut neues Forschungsnetzwerk Wasserstofftechnologien

Anwendungsnahe Energieforschung, Praxistransfer und sektorübergreifendes Arbeiten

Wasserstoff bietet unzählige Forschungsmöglichkeiten, nicht zuletzt in seiner Anwendung als Speichermedium und Energieträger. Daher will die Bundesregierung mit dem neuen Forschungsnetzwerk „Wasserstofftechnologien“ ab dem 30.09.2020 den Austausch der Wasserstoff-Energieforschung fördern. Das Forschungsnetzwerk wird vom Projektträger Jülich im Auftrag des BMWi betreut. weiterlesen…

Geringere CO2-Emissionen durch Corona-Beschränkungen nicht in der Atmosphäre erkennbar

Zum Erreichen der Pariser Klimaziele sind jahrzehntelange Maßnahmen erforderlich

Aktuelle Daten aus den Energie-, Industrie- und Mobilitätssektoren prognostizieren für das Jahr 2020 – mit Blick auf die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Coronakrise – eine Reduktion der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen um bis zu acht Prozent. Laut des Weltklimarats IPCC wären Jahr für Jahr kumulative Einsparungen in etwa dieser Größenordnung erforderlich, um die Ziele des Pariser Abkommens bis 2030 zu erreichen. Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben bei aktuellen Messungen festgestellt, dass sich die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre durch die geschätzten Emissionsreduzierungen bisher nicht nachweisbar verändert hat. Die Ergebnisse haben sie in der Zeitschrift Remote Sensing veröffentlicht. (DOI: 10.3390/rs12152387). (Foto: Auf der Zugspitze beobachten Wissenschaftler des KIT unter anderem die CO2-Konzentration in der Atmosphäre – © Markus Rettinger, KIT) weiterlesen…

EU-Parlament will „Konformitätsfaktoren“ abschaffen

Abschaffung der „Lizenz für schmutzigen Diesel“

Das Europäische Parlament hat am 15.09.2020 dafür gestimmt, die „Lizenz zur Umweltverschmutzung“ zu beenden, welche die Autohersteller inmitten des Dieselgate-Skandals zugestanden bekommen haben. Transport & Environment, die europäische Nichtregierungsorganisation für nachhaltige Mobilität, Transport & Umwelt, begrüßte dieses Ergebnis und forderte die EU-Regierungen auf, diese Entscheidung in den kommenden Verhandlungen mit den Europaabgeordneten zu unterstützen. weiterlesen…

COP21: Wann muss ein Land CO2-neutral sein?

Neues datenjournalistisches Projekt

Ob die Klimapolitik einer Regierung zur Erfüllung der COP21-Ziele („well below 2 degrees“) ausreicht, ist schwer zu belegen. Bisher gibt es keine Einigkeit, welches CO2-Budget weltweit gilt und wie es aufgeteilt wird. Christian Mihatsch will mit seinem Projekt #showyourbudgets Abhilfe schaffen. Interaktiven Grafiken zeigen, bis wann ein Land (oder die Welt als Ganzes) die CO2-Emissionen auf null reduzieren muss. Mehr als nur eine Spielerei… weiterlesen…

Korallenriffs in immer größerer Gefahr

Studie sieht 94 Prozent der tropischen Lebensräume bedroht

In einer gemeinsamen Studie haben Forschende der Jacobs University Bremen, des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) und der Universität Bremen erstmals die Anfälligkeit von tropischen Korallenriff-Habitaten gegenüber messbaren Umweltfaktoren prognostiziert.Danach müssen 94 Prozent der weltweiten Korallenriff-Lebensräume als gefährdet angesehen werden. Nur sechs Prozent gelten als Refugien, als weitgehend unbeeinträchtigte Gebiete. weiterlesen…

Bio-Superkondensator lädt E-Autos in Minuten

Neuartig, flexibel, leichtgewichtig und kostengünstig“

Forscher der Texas A&M University (TAMU) haben einen neuartigen, flexiblen, leichtgewichtigen und kostengünstigen Energiespeicher auf Pflanzenbasis entwickelt, der in naher Zukunft Geräte – sogar Elektroautos – innerhalb weniger Minuten aufladen könnte. Er funktioniert mittels einer speziellen „grünen“ Elektrode aus einem Holzstoff und Mangandioxid. Dadurch bleibe die Ladekapazität noch nach tausenden von Ladezyklen stabil, versprechen die Erfinder. in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Energy Storage (Free Access) beschrieben. weiterlesen…

Klimamotor Golfstrom stottert

Untersuchung: Salzgehalt im Südatlantik steigt

Im Unterschied zu anderen Weltmeeren erwärmt sich nördliche Atlantik nicht so, wie es infolge des Klimawandels zu erwarten wäre. Stefan Rahmstorf, Klima- und Meeresforscher und Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) schreibt auf spiegel.de: Die Auswertung von Daten der Meerestemperaturen zeige, dass der nördliche Atlantik sich als einzige Weltregion der globalen Erwärmung widersetze und seit dem 19. Jahrhundert sogar kühler geworden sei. Messdaten von zwei Forschern der Peking University und der Ohio State University belegten, dass die Abschwächung der Golfstromzirkulation zu einer Ansammlung von Salz im subtropischen Südatlantik geführt hat. weiterlesen…