Praxis kommunale Verkehrswende – ein Leitfaden

Heinrich-Böll-Stiftung mit guten Beispielen

Der Ruf nach einer besseren Mobilität wird immer lauter. Städte werden durch den zunehmenden und raumgreifenden Autoverkehr mehr und mehr unbewohnbar. Dessen CO2-Emissionen steigen, obwohl sie dringend sinken müssten. Die Menschen haben andere Erwartungen an Straßen und Plätze in ihren Kommunen, sie möchten keinen Stau, keine zugeparkten Fuß- und Radwege. Davon handelt der Leitfaden der Heinrich-Böll-Stiftung. weiterlesen…

Mehr als 70 Maßnahmen in umweltpolitischer Digitalagenda des BMU

IÖW: Wichtiger erster Schritt, aber noch kein Durchbruch

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat am 02.03.2020 in der Bundespressekonferenz in Berlin gemeinsam mit Wuppertal-Institut-Präsident Manfred Fischedick die umweltpolitische Digitalagenda ihres Ministeriums vorgelegt. Sie enthält mehr als 70 konkrete Maßnahmen. Zum einen soll die Digitalisierung in umweltverträgliche Bahnen gelenkt werden, und zum anderen sollen die Chancen der Digitalisierung für den Umweltschutz genutzt werden. Wissenschaftler des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) würdigen die Agenda als ersten Schritt: Sie stelle einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gestaltung eines der bedeutendsten Innovationsfelder der heutigen Zeit dar, bedeute aber noch keinen Durchbruch.sche_Transformation_7c21976586.png“ alt=““ width=“210″ height=“118″ />wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gestaltung eines der bedeutendsten Innovationsfelder der heutigen Zeit dar. weiterlesen…

EU-Kommission will mehr Macht für Klimaschutz

Ab 2030 eigenmächtig Vorgaben erhöhen?

Nach Ansicht der EU-Kommission sollen ab 2030 Experten aus der Wissenschaft den Ausschlag für weitere Anhebungen der Klimaziele geben – so Manuel Först am 05.03.2020 im Portal energiezukunft. Geht es nach der EU-Kommission, will sie ab 2030 eigenständig die Klimaziele anheben. Nur eine qualifizierte Mehrheit aus Parlament und Mitgliedstaaten soll dies ablehnen können. Die Ziele bis 2030 gehen Klimaaktivisten jedoch nicht weit genug. weiterlesen…

Sauerstoff-Gewinnung mittels edelmetallfreier Elektrokatalysatoren

Kobalt-Poly(Heptazin Imide) als Übergangsmetall-Nx-Elektrokatalysatoren

Forscher von vier Institutionen in UniSysCat haben (so eine Medienmitteilung am 11.03.2020) einen edelmetallfreien Elektrokatalysator für die Sauerstoff-Evolutions-Reaktion (OER) entwickelt. Poly(Heptazin Imide) aus der Familie der Karbon-Nitride mit Kobaltionen als Gegenkationen könen als vielversprechende Elektrokatalysatoren für die Sauerstoff-Entwicklungs-Reaktion (OER) eingesetzt werden. Zur Herstellung solcher Kobalt-Poly(Heptazin Imide) (PHI-Co) wird eine einfache schmelzunterstützte Mischsalzkondensation entwickelt. Die Co-Ionen können mit dieser Methode in gut kontrollierten Mengen eingebracht werden und sind nachweislich in der imidverknüpften Heptazin-Matrix atomar dispergiert. weiterlesen…

Kaffeesatz als Rohstoffquelle

Biokunststoffe und Zusätze für unterschiedliche Papiersorten

Kaffee ist die zweitwichtigste Handelsware nach Erdöl. Ist der Kaffee einmal gebrüht, verbleibt als Rest der Kaffeesatz, der meistens im Abfall landet. Um diesen zu verwerten, startet nun das Projekt „InKa – Intermediate aus industriellem Kaffeesatz“, in dem einer Medienmitteilung vom 13.03.2020 folgend vom Fraunhofer UMSICHT zusammen mit Partnern mögliche Verwertungsansätze geprüft werden. Dabei wird der Kaffeesatz zunächst zu hochwertigen Zwischenprodukten verarbeitet, aus denen dann Biokunststoffe und Zusätze für unterschiedliche Papiersorten entstehen können. Auf der Hannover Messe vom 13. bis 17. Juli präsentiert das Forscherteam das Projekt. weiterlesen…

Rückblick aus dem Anthropozän

Inventur des fossilen Zeitalters

Der Klimawandel erfordert, dass wir uns von Erdöl und Kohle verabschieden. Doch unsere Gesellschaft, speziell unser Ideal von Freiheit und Wohlstand, ist in ungeahntem Maße von den fossilen Rohstoffen geprägt. Wie stark diese Abhängigkeit ist und welche Wege es gibt, davon loszukommen, untersuchen Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin. Jeannette Goddar beschrieb am 10.03.2020 die Arbeit des MPI und mehr auf der Internetseite der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…

Sprit aus Stiel und Stängel

Statt „Gruß aus der fernen Erdgeschichte“

Biokraftstoffe der zweiten Generation könnten den Teller-Tank-Konflikt lösen. Denn für diese werden nicht eigens Energiepflanzen auf Ackerflächen angebaut, die dann nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen. Weltweit arbeiten Forschende, darunter auch Ferdi Schüth, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, und , daran, sie wirtschaftlich konkurrenzfähig zu machen – und emissionsärmer. Das schreibt Ralph Diermann am 12.03.2020 auf der Internetseite der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…

Zweites Klimaschutzgutachten, diesmal fürs BMWi

Beurteilungen für zwei Ministerien senken Daumen

„Ungenügend“ (in Schulnoten „sechs – Versetzung gefährdet“) wäre die Benotung des mit großem Buhei im September vergangenen Jahres von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten (und gleich heftig kritisierten – siehe: solarify.eu/vernichtend) Klimapakets. Denn auch nach den „Klimaschutzmaßnahmen“ würden immer noch 46 Millionen Tonnen CO2 mehr ausgestoßen als nötig, angestrebt und verkündet. Das prophezeien gleich zwei regierungsamtliche Gutachten – eines für das Umwelt- (schon am 05.03.2020 besprochen – siehe: solarify.eu/klimapaket-der-bundesregierung-verfehlt-ziele-frage-wie-weit) und eines fürs Wirtschaftsministerium. weiterlesen…

ZSW will Serienproduktion von Lithium-Ionen-Zellen entwickeln

Batterien für Elektromobilität aus Ulm

Batterien sind entscheidend für die wachsende Zahl der Elektrofahrzeuge und spielen für die Wertschöpfung eine wichtige Rolle. Derzeit findet die Fertigung allerdings hauptsächlich in Asien und Nordamerika statt. Mit dem Projekt ZellkoBatt soll sich das ändern: In dem im März 2020 gestarteten Vorhaben wollen Experten des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) großformatige Lithium-Ionen-Zellen für automobile Anwendungen optimieren und gleichzeitig die Kosten von Komponenten und Fertigungsprozessen senken. weiterlesen…

Mit umprogrammierten Bakterien CO2 nachhaltig nutzen

Ameisensäure oder Methanol produzieren

Bildmontage © Gerhard Hofmann für SolarifyEinem Wissenschaftler-Team des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm (mpimp-golm.mpg) unter Leitung von Arren Bar-Even ist es laut einer Medienmitteilung des Instituts gelungen, die Ernährung des Bakteriums Escherichia coli so umzuprogrammieren, dass es Ameisensäure oder Methanol als einzige Nahrungsquelle nutzen kann. Diese einfachen organischen Verbindungen lassen sich sehr effizient durch elektrochemische Verfahren aus CO2 herstellen, sodass dieses Treibhausgas zukünftig sinnvoll genutzt werden könnte und sein Beitrag zum Klimawandel sinkt. weiterlesen…