Förderung auf Innovationsprojekte legen und strukturschwache Regionen berücksichtigen

Expertenkommission Forschung und Innovation übergibt EFI-Gutachten 2020

Bundeskanzlerin Merkel hat am 19.02.2020 das Jahresgutachten 2020 der Expertenkommission Forschung und Entwicklung entgegengenommen. Den Innovationsstandort Ostdeutschland, die Cybersicherheit und die Beziehungen mit China noch gezielter zu fördern, sind die Empfehlungen der Kommission. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht in der Darstellung einzelner, isolierter Sachverhalte, Indikatoren oder Trends, sondern in der Entwicklung eines Gesamtbildes und der Erarbeitung der besonders wichtigen Handlungsempfehlungen für die Innovationspolitik. weiterlesen…

Erste Wasserstoff-Kaverne in Deutschland

VNG rüstet unterirdischen Gasspeicher Bad Lauchstädt um

Wasserstoff ist ein immer wichtiger werdender Baustein für die Energiewende. Wenn Wasserstoff im großen Maßstab erzeugt werden soll, bedarf es großer Speicher. Die Umrüstung von Kavernen im Untergrund wäre eine Möglichkeit. Das beschreibt Frank Urbansky auf springerprofessional.de. Doch die Druckspeicherung eigne sich nur für kleine Anwendungen. Solle jedoch Wasserstoff im Rahmen der Energiewende eine zentrale Rolle einnehmen, brauche es riesige Speicher. In Frage kommen etwa Untergrunderdgasspeicher (UGS). Zwei davon, einer in den USA und einer in Großbritannien, wurden bereits auf Wasserstoff umgerüstet und sind in Betrieb. In Deutschland will nun der Gasgroßhändler VNG aus Leipzig einen seiner Untergrundspeicher umrüsten. weiterlesen…

Anthropogene Methan-Emissionen bislang stark unterschätzt

Eisbohrkerne aus Grönland liefern neue Erkenntnisse

Der durch die Nutzung fossiler Energieträger anthropogene Ausstoß des Klimagases Methan (CH4) ist laut mdr wissen höher als bislang angenommen. US-Wissenschaftler von der Universität Rochester (N.Y.) sehen in dieser Erkenntnis aber auch eine Chance im Kampf gegen die Erderwärmung. Denn während Kohlendioxid (CO2) 100 Jahre (und mehr: andere Quellen sprechen von 1.000 Jahren) die Atmosphäre belaste, zerfalle CH4 nach etwa neun Jahren. Eine spürbare Reduktion des Gases hätte daher einen viel schnelleren Effekt. In den vergangenen drei Jahrhunderten stiegen die weltweiten CH4-Emissionen um das Zweieinhalbfache. weiterlesen…

20 Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz

EEG weiterhin wichtigster Klimaschutz-Motor

Mit der Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes („Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ – EEG) am 25.02.2000 schuf der Bundestag die Grundlage und weltweite Blaupause für die Markteinführung Erneuerbarer Energien. Es wurde am 29.03.2000 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht – Artikel 1 und 2 traten am 01.03.2000, Artikel 3 mit Wirkung vom 01.01.2000 in Kraft. „Vieles deutet darauf hin, dass das EEG als erfolgreichstes Klimaschutzgesetz in die Geschichte der Menschheit eingehen wird. In jedem Fall war das die Startrampe des globalen Siegeszugs der Solartechnik. Es mobilisierte die erforderlichen Investitionen, Innovationen und Skaleneffekte, um aus einer teuren Weltraumtechnik in zwei Jahrzehnten die preiswerteste, beliebteste und rund um den Globus am schnellsten ausgebaute Stromquelle zu machen“, würdigte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), die EEG-Verabschiedung. weiterlesen…

Klimafreundliche Investitionen verdoppeln!

CDP-Kritik europäischer Investoren

Obwohl sie drei Viertel des CO2 der EU ausstoßen, investierten die 882 börsennotierten europäischen Großunternehmen 2019 „lediglich“ rund 124 Milliarden Euro in klimaschützende Technologien, wie etwa Erforschung und Entwicklung von Elektromobilität oder Erneuerbare Energien. Und das, obwohl die Zeit dränge, die im „Green Deal“ festgelegten EU-Klimaziele zu erreichen, so der diesjährige Bericht des Londoner Carbon Disclosure Projects (CDP) in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Fazit des CDP: Wolle Europa bis 2050 klimaneutral werden, müssten die Ausgaben mehr als verdoppelt werden. weiterlesen…

Klimawandel in Europa bereits unausweichlich?

EEA-Experten befürchten das

Die Folgen des Klimawandels, wie zunehmende Waldbrände, Trockenperioden und Orkane sind nach Einschätzung der EU-Umweltagentur EEA auch für Europa bereits unausweichlich. Diese Folgen würden laut EEA viel weniger schlimm ausfallen, wenn es gelänge, durch Senkung der Treibhausgase die weltweite Erderhitzung bei deutlich unter zwei Grad zu halten. Die EU-Staaten müssten sich darauf einstellen und daher alles daran setzen, die Klimakrise aufzuhalten, erklärte die EEA am 10.02.2020. weiterlesen…

„…auch Umweltverträglichkeit im Blick behalten“

Pflanzen nehmen Blei aus Perowskit-Solarzellen stärker auf als erwartet

Blei aus metall-organischen Perowskitverbindungen wird deutlich stärker von Pflanzen aufgenommen als beispielsweise Blei aus anorganischen Quellen. Dies zeigt eine Studie von HZB-Forscher Antonio Abate mit Partnern aus China und Italien, die in Nature communications veröffentlicht ist. (Foto: Auf Bodenproben mit unterschiedlicher Blei-Belastung wuchsen Pfefferminzpflanzen. Anschließend wurde der Bleigehalt in ihren Blättern analysiert – © Fujian Agriculture and Forestry University) weiterlesen…

Aluminium-Batterien bald fit für industrielle Fertigung?

Prototyp wird getestet

Die TU Bergakademie Freiberg arbeitet laut einer Medienmitteilung vom 21.02.2020 gemeinsam mit Partnern in einem vom BMWi geförderten Verbundprojekt an neuen Lösungen zur elektrochemischen Stromspeicherung: In den kommenden drei Jahren wird ein Prototyp einer Aluminium-Batterie entwickelt, produziert und getestet. „Für die Elektrifizierung und damit Flexibilisierung energieintensiver Technologien, wie die Elektromobilität, brauchen wir neue Energiespeicher. Das gilt auch für die Sicherung der Netzstabilität, um den zunehmenden Anteil erneuerbarer Energien sinnvoll zu steuern“, erklärt Prof. Dirk C. Meyer, Direktor des IEP, Verbundkoordinator sowie Sprecher des Zentrums für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS) an der TU Bergakademie Freiberg. (Foto: Aluminium-Ionen-Batterie-Fertigung – © Sven Jachalke, TU Bergakademie Freiberg) weiterlesen…

Berlins außeruniversitäre Forschungseinrichtungen schließen sich zusammen

„Berlin Research 50 – BR 50“

Berlin als internationale Wissenschaftsmetropole zu stärken, ist Ziel einer Initiative der außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Hauptstadt. Sie haben sich einer gemeinsamen Medienmitteilung vom 21.02.2020 zufolge zur BR 50 (Berlin Research 50) zusammengeschlossen, um künftig gemeinsam Strategien für die Forschung und den Austausch mit Politik und Gesellschaft zu entwickeln. Die Kooperation mit den Berliner Universitäten wird hierdurch erleichtert und verstärkt. Die Berlin University Alliance gratulierte den außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Gründung der Berlin Research 50. weiterlesen…

CO2-Preis im Klimapaket reicht nicht

DIW: Nachbesserungen richtig, aber immer noch unzureichend – CO2-Preise stärker erhöhen und Klimaprämie einführen

Im Dezember 2019 haben Bund und Länder nach anhaltender Kritik das im September beschlossene Klimapaket nachgebessert: Die CO2-Preise wurden erhöht und die EEG-Umlage stärker gesenkt. Doch trotz dieser Anpassungen werden der vorgeschlagene CO2-Preispfad und der anschließende Emissionshandel mit festgelegter Preisobergrenze als alleinige Instrumente immer noch nicht ausreichen, um die Klimaziele 2030 in den Sektoren Verkehr und Gebäude zu erreichen, wie aktuelle Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (Stefan Bach, Niklas Isaak, Lea Kampfmann, Claudia Kemfert, Nicole Wägner in DIW aktuell 27 vom 20.02.2020) ergeben. weiterlesen…