Gabriels Energie-Agenda

„Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes machen wir die Förderung erneuerbarer Energien zukunftsfähig“, heißt es in einer Mitteilung des BMWi vom 26. 06. 2014. Die Novelle sei der „erste Schritt, die Energiewende in Deutschland zu einer ökologischen und ökonomischen Erfolgsgeschichte zu machen“. Die „10-Punkte-Energie-Agenda“ des BMWi zeige nun die weiteren, zentralen Vorhaben der Bundesregierung zur Energiewende in dieser Legislaturperiode auf. Die Agenda verzahne „die verschiedenen, offenen Baustellen der Energiewende zeitlich und inhaltlich“. weiterlesen…

Erstes Serien-KFZ mit H2-Antrieb

Weltweit erstes Brennstoffzellen-Auto

„Toyota präsentiert das weltweit erste Serienauto mit Brennstoffzellenantrieb – und die Konkurrenz aus Deutschland kann nur zuschauen. Dem japanischen Hersteller könnte mit dem Modell FCV ein Coup wie einst mit dem Hybridwagen Prius gelingen,“ schlagzeilt sensationsträchtig der Spiegel. Auto Motor und Sport sieht es gelassener: „Die Serienversion des Toyota FCV zeigt sich gegenüber der Studie der Tokio Motor Show 2013 kaum verändert. Die Brennstoffzellen-Limousine soll ab April 2015 zunächst in Japan angeboten werden. Im Sommer 2015 folgt die Markteinführung in Europa und den USA.“ Solarify berichtete bereits im Januar. weiterlesen…

Streit um Fracking in Deutschland

Gabriel will „Maßnahmen zur Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten“ unter Auflagen erlauben

„Kommt das Fracking-Gesetz während der WM?“ fragt bang das Nachrichten- und Branchenportal der Regenerativen Energiewirtschaft IWR in Münster und argwöhnt, „Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will die Technik unter Auflagen ermöglichen. Ein Gesetz könnte noch vor der Sommerpause Klarheit schaffen.“ Der durch die umstrittene Fracking-Methode, bei der mit Chemikalien und hohem Druck Öl- und Gasvorkommen im Untergrund abgebaut werden, in den USA ausgelöste Öl- und Gasboom erzeugt bei uns neidische Blicke über dem Atlantik. Doch in Deutschland ist Fracking in dieser Form (bislang) nicht erlaubt. weiterlesen…

NASA: Wärmster Mai seit 1880

Rekord-Mai

Die NASA hat am 18. 06. 2014 den globalen Temperaturmittelwert für Mai veröffentlicht, schreibt Stefan Rahmstorf auf scilogs.de. Der Mai  sei mit +0,76 °C (relativ zum langjährigen Mittelwert 1951-1980) der wärmste Mai seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gewesen. Am zweitwärmsten seien der Mai 2010 und der des Jahres 2012 mit +0,70 °C gewesen. Dieser Mai folgt den ebenfalls bereits besonders warmen Monaten März (+0.71 °C) und April (+0.73 °C). „Kleine Korrekturen durch verspätet eintrudelnde Messdaten aus manchen Ländern kann es wie immer in den nächsten Wochen noch geben, in der Regel bewegen sich diese aber im Bereich von ein oder zwei Hundertstel Grad, sodass der neue Rekord wohl fest steht“, so Rahmstorf. weiterlesen…

Gast-Essay von Jeffrey Sachs:

„Propaganda kann daran nichts ändern. Aktivismus schon.“

mit freundlicher Genehmigung von Jeffrey D. Sachs

Der Menschheit läuft allmählich die Zeit davon, um das Problem des Klimawandels in Angriff zu nehmen. Wissenschaftler verweisen darauf, dass ein Temperaturanstieg von zwei Grad Celsius die Erde in eine gefährliche Lage bringen würde. Dennoch bewegen wir uns derzeit in Richtung eines Temperaturanstiegs von vier Grad in diesem Jahrhundert (oder mehr). Die letzte Chance ist nun gekommen.[note Zwischenrufe, Kommentare und Selbst-Gespräche geben nicht in jedem Fall die Meinung von Solarify wieder.]Diese Chance ergibt sich im Dezember 2015 in Paris, wo Regierungsvertreter zur 21. jährlichen Klimakonferenz der Vereinten Nationen zusammenkommen werden. Doch dieses Mal wird es anders verlaufen. Entweder die Regierungen einigen sich, wie sie es versprochen haben, auf entschlossene Maßnahmen oder 2015 wird uns als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem uns die klimapolitische Vernunft abhanden kam. weiterlesen…

Zwölffacher Solar-Ausbau zum Klimaschutz nötig

IRENA: Verdoppelung der EE vermeidet Klimakatastrophe und spart Geld – 15mal so viel Windenergie nötig – 36% erneuerbarer Energien im globalen Energiemix möglich

Die Welt steht vor einer wichtigen Energie-Entscheidung, so eine am 05.06.2014 von der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien in New York veröffentlichte Studie unter dem Titel „REmap 2030“ – sie besagt, dass es möglich ist, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 36% des weltweiten Gesamtenergieverbrauchs zu steigern. Es wäre bezahlbar und würde die Welt sich auf einem Ausbaupfad entwickeln lassen, die CO2-Emmissionen auf 450 ppm zu begrenzen, und damit dazu beitragen, dass die weithin akzeptierte Schwelle eines globalen Temperaturanstiegs auf maximal zwei Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau von 2100 nicht überschritten wird. weiterlesen…

„Aus Sackgassen Durchfahrtsstraßen machen“

PIK-Studie zur Stabilität von Stromnetzen

Klimaschutz-Strategien wie die Energiewende führen dazu, dass viele neue Stromerzeuger ans Netz kommen. Weil die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien aber schwankt, immer abhängig von der Stärke des Windes und der Kraft der Sonne, steigt die Gefahr von Instabilitäten im Stromnetz – und damit letztlich die von Monster-Blackouts. Um hiergegen etwas zu tun, haben Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt eine neuartige Methode zur Analyse nicht-linearer Systeme angewendet. Ihr Ergebnis: Wenn Sackgassen im Stromnetz an zusätzliche Verbindungen angeschlossen werden, erhöht sich die Netz-Stabilität deutlich. Eine Fallstudie zum Stromnetz in Skandinavien bestätigt das.
weiterlesen…

Mikroplastiks in aller Munde

Biowachspartikel als Alternative zu Mikroplastiks

Mikroplastiks sind im wahren Sinn des Wortes in aller Munde. Abrasionspartikel in der Zahnpasta sind nur ein Beispiel für die unterschiedlichsten Anwendungen (nicht nur) in der Kosmetikindustrie. [note Mikroplastik sind kleine Plastikteilchen zwischen fünf Mikrometer und maximal fünf Millimeter.]Doch das Material steht seit einiger Zeit in der Kritik, da es sich in der Umwelt ansammelt und häufig Schadstoffe aufnimmt, die über Umwege (Tiefsee, Arktiseis, Fisch) auch in den menschlichen Körper gelangen können. Laut IKW, dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V., möchte die Kosmetikindustrie schon in naher Zukunft auf den Einsatz von Mikroplastik verzichten. Fraunhofer UMSICHT stellt mit einem innovativen Verfahren marktfähige Alternativen her, die Oberhausener Forscher setzen dabei auf natürliche Materialien – so eine Mitteilung des Instituts. weiterlesen…

Das Projekt Kresse: Ressourcenverbrauch bei EE geringer

Wuppertal-Institut: Kritische mineralische Ressourcen und Stoffströme bei der Transformation des deutschen Energieversorgungssystems

Für die Umsetzung der Energiewende und speziell den Ausbau erneuerbarer Energien sind nicht nur energiewirtschaftliche oder Klimaschutz-Kriterien maßgeblich. Zu einer umfassenden Nachhaltigkeitsbewertung gehört unter anderem auch die Ressourcenbewertung. Unstrittig ist, dass in einem auf erneuerbaren Energien basierenden (und dabei nicht hauptsächlich auf Biomasse ausgerichteteten) Energiesystem die Summe der Inanspruchnahme aller Ressourcen generell erheblich niedriger ist, als wenn in einem fossilen System. Bisher wurde jedoch insbesondere der Verbrauch und die langfristige Verfügbarkeit der mineralischen Rohstoffe, die in der Regel zur Herstellung von Energiewandlern und Infrastruktur benötigt werden, wenig untersucht.
weiterlesen…