PV-Ausschreibung vierfach überzeichnet – Wind Onshore schwach

2.362 MW Solar neu gemeldet – Ca. 5 ct/kWh

Ausgeschrieben waren nur 192 MW – eingereicht wurden aber Gebote für 779 MW. Der durchschnittliche Zuschlagswert beträgt jetzt 5,18 ct/kWh. In der Vorrunde seien es 5,27 Cent gewesen, so Ralph Diermann am 30.07.2020 im pv magazine. Am 31.07.2020 schreibt Petra Hannen: „Die PV-Nachfrage in Deutschland bleibt weiterhin stabil, getragen vor allem vom Segment der privaten und gewerblichen PV-Dachanlagen. Die Solarförderung sinkt in den Monaten August bis Oktober erneut jeweils um 1,4 Prozent.“ Solarify dokumentiert die Medienmitteilungen der Bundesnetzagentur. weiterlesen…

Wärmespeicher, die sich selbst reparieren

Paraffin könnte zukünftig dabei helfen, Wärmespeicher im Boden langlebiger zu machen

Diese werden gebraucht, um zum Beispiel Sonnenenergie über einen längeren Zeitraum zu speichern. Geologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben in einer neuen Studie untersucht, inwieweit sich das Paraffin in die Hülle der Speicher einarbeiten lässt und ob dadurch Wärmeverluste verhindert und Risse von selbst verschlossen werden können. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Fachzeitschrift „PLOS ONE“. weiterlesen…

Massenmigration – Mythos für Rechte und Linke

Klimawandel führt nicht zwingend zur Auswanderung

Überschwemmung durch Taifun Ketsana in Hoi An, Vietnam - Foto © Solarify„Die Klimakrise erhöht die Migration, darum braucht es Klimaschutz, sagen die einen. Die anderen fordern Abschottung. Dabei ist schon die Annahme dahinter falsch“, schreibt Andreas Sator in seiner Kolumne „alles gut? Weltverbessern für Anfänger“ im Wiener Standard am 26.07.2020. Dass durch den Klimawandel viele Menschen vor Dürren, Fluten und Unwettern ins Ausland fliehen, werde oft als gegeben angenommen. Er hinterfragt die gängigen Muster zum Thema. weiterlesen…

Das Schrumpfen der Zwerge

Durch den Klimawandel werden Bodentiere kleiner, durch eine intensive Landnutzung weniger

Traktor - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDas Leben im Erdreich hat heutzutage gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen. Die Biomasse der kleinen Tiere, die dort Pflanzen zersetzen und damit die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten, nimmt sowohl durch den Klimawandel als auch durch eine zu intensive Bewirtschaftung ab. Zu ihrer Überraschung haben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig allerdings festgestellt, dass dieser Effekt auf zwei unterschiedlichen Wegen zustande kommt: Während das veränderte Klima die Körpergröße der Organismen reduziert, verringert die Bewirtschaftung ihre Häufigkeit. Selbst mit Biolandwirtschaft lassen sich demnach nicht alle negativen Folgen des Klimawandels abpuffern, warnen die Forscher im Fachjournal eLIFE. weiterlesen…

Zu viel heiße Luft

Grazer Klimaforscher dokumentieren Temperaturtrends in der Atmosphäre: CO2-Reduzierung unerlässlich

Kumuluswolken - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAtlantik-Tief, Azoren-Hoch, Regenfront vom Mittelmeer: Temperaturunterschiede und Strömungen in der untersten Schicht der Atmosphäre bestimmen unser Wetter. Erwärmt sich dieser Teil der Lufthülle langfristig, beeinflusst das auch Hitzewellen in Europa oder extreme Niederschläge. Wie sich die Temperaturen in der Tropo- und Stratosphäre in den letzten vier Jahrzehnten verändert haben, konnten Forschende der Universität Graz erstmals konsistent aus Beobachtungen nachweisen. Die Ergebnisse dieser internationalen Studie werden in der aktuellen Ausgabe des Journal of Climate publiziert – so eine Medienmitteilung der Uni Graz vom 30.07.2020. weiterlesen…

Bisher stärkste Belege dafür, dass Luftverschmutzung tötet

Trump-Regierung fährt gleichzeitig Luftreinhaltungsvorschriften zurück

Rauch-Wasserdampf-Fahnen im Berliner Westen - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAls 2018 das kalifornische Großfeuer wütete, verdunkelten Ruß und andere Verschmutzungen den Himmel bis nach San Francisco. Die Feinstaubkonzentrationen stiegen weit über 12 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m3), was sie in den „ungesunden“ Bereich der amerikanischen Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) rückte. Und an einigen Orten stiegen sie sogar auf Hunderte von µg/m3, schreibt Susan Cosier am 29.07.2020 in Scientific American. weiterlesen…

Trockenheit schadet dem Wald

Durch Insektenbefall verursachter Schadholzeinschlag 2019 im Vergleich zu 2018 fast verdreifacht

Waldschaden in Mecklenburg-Vorpommern - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie heimischen Wälder litten in den vergangenen Jahren unter Trockenheit und Hitzeperioden. Schädlinge wie der Borkenkäfer können sich in bereits geschwächten Bäumen besonders schnell vermehren und dann zu einer Population anwachsen, die gefährlich für den Waldbestand werden kann. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurde 2019 mit 32 Millionen Kubikmetern fast dreimal so viel Schadholz aufgrund von Insektenschäden eingeschlagen wie im Vorjahr mit 11 Millionen Kubikmetern. Im Jahr 2017 waren es noch 6 Millionen Kubikmeter. weiterlesen…

Zweite Schwachwindkraftanlage neuester Generation am Netz

Enercon testet Windgeneratoren

Windgenerator von Enercon - innen - Foto © SolarifyIm niederländischen Testfeld Wieringermeer hat Windturbinenbauer Enercon den Prototyp auch des größten Anlagentyps der eigenen Fünf-MW-Serie errichtet, schreibt Tilman Weber im Portal Erneuerbare Energien. Enercon hat die Installation des Prototyps seiner E-160 EP5 damit abgeschlossen. Erneut erprobt der Auricher Hersteller nun eine neue Anlage an dem Teststandort am Ijsselmeer. Im Herbst 2019 hatte das Unternehmen die Schwachwindvariante E-138 der Drei-MW-Plattform EP3 ebenfalls in dem vom niederländischen Energieforschungszentrum ECN betriebenen Testfeld aufgebaut. weiterlesen…

Ein theoretischer Schritt zum Natrium-Akku

Deutsch-russische Studie zeigt neue Perspektiven für die Batterieforschung auf

Batterien für Smartphones, Laptops und Elektroautos basieren heute in der Regel auf der Lithium-Ionen-Technik. Auf der Suche nach kostengünstigeren Akkus rückt jetzt eine Möglichkeit in den Blick: Lithium durch Natrium zu ersetzen, ein allgegenwärtiges und damit sehr preiswertes Element. Doch dafür sind noch diverse Hürden zu nehmen: Unter anderem nimmt die Graphit-Anode der Batterie bisher zu wenig Natrium auf. Hoffnung verspricht nun eine theoretische Studie einer deutsch-russischen Arbeitsgruppe unter Federführung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR): Ihr zufolge – so eine HZDR-Medienmitteilung vom 24.07.2020 – können Doppelschichten aus Graphen deutlich mehr Natriumatome einlagern als Graphit. weiterlesen…

Wie kann die sys­te­mi­sche Ener­gie­wen­de ge­lin­gen?

Projekt Ariadne: 26 führende Forschungseinrichtungen analysieren Auswirkungen politischer Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende

Stau auf A9 - Foto © SolarifyAuf dem Weg, die bundespolitischen Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, spielt das Gelingen der Energiewende eine wichtige Rolle. Ihre systemische Umsetzung ist jedoch komplex, denn mit ihr sind Veränderungen in mehreren politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen gleichzeitig verbunden. Aus diesem Grund untersucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des Forschungsprojekts Ariadne neben 25 weiteren Forschungseinrichtungen nicht nur, welche verschiedenen politischen Instrumente zur Umsetzung der Energiewende zur Verfügung stehen. weiterlesen…