Jede zweite Art vom Aussterben bedroht

Bei Einhaltung der Zwei-Grad-Grenze würde „nur“ jede vierte verschwinden

Bis zur Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten in den weltweit bedeutendsten Naturregionen wie dem Amazonas, Madagaskar, den Miombo-Wäldern im südlichen Afrika und Südwestaustralien werden mittelfristig dem Klimawandel zum Opfer fallen – so das düstere Ergebnis einer vom WWF in Auftrag gegebenen (und in der Wissenschaftszeitschrift Climatic Change veröffentlichte) Studie der Universität East Anglia in Großbritannien und der James Cook University (Australien). Sollte die menschengemachten Treibhausgas-Emissionen wie bisher weitergehen und zunehmen, würde bis 2080 jede zweite Art aus den untersuchten Gebieten verschwinden. Selbst wenn die Pariser Zwei-Grad-Grenze eingehalten würde, fiele der Rückgang der Artenvielfalt noch erheblich aus: Dann würde noch jede vierte Spezies in den Schlüsselregionen das Zeitliche segnen. weiterlesen…

Deutsche Energiewende weit abgeschlagen

Neuer Energiewende-Index von World Economic Forum und McKinsey: Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland hinterher

Beim Thema Energiewende hat Deutschland im internationalen Vergleich seine Vorreiterrolle verloren. Trotz stabiler politischer Rahmenbedingungen und hoher Wirtschaftskraft wird das zentrale Klimaziel – die Reduktion des CO2-Austoßes bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40% –klar verfehlt. Gleichzeitig liegen die Strompreise für Haushalte und Industrie in Deutschland um rund 50% über dem Durchschnitt von 114 untersuchten Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt der neue globale Energiewende-Index (Energy Transition Index, ETI), der am 14.03.2018 beim Weltwirtschaftsforum (WEF on Latin America) in São Paulo (Brasilien) vorgestellt wurde. Die Unternehmensberatung McKinsey & Company hat dafür in Zusammenarbeit mit dem World Economic Forum (WEF) den Status der Energiewende in 114 Ländern anhand von 40 Indikatoren ermittelt. weiterlesen…

„Klimaklage“: RWE scheitert erneut

RWE-Anwälte haben zum zweiten Mal erfolglos versucht, den Beweisbeschluss des OLG Hamm anzufechten

Die Germanwatch übt deutliche Kritik am Verhalten der RWE AG und ihrer Anwälte in dem Verfahren Lliuya gegen RWE vor dem Oberlandesgericht Hamm. In dem als „Klimaklage“ bekannt gewordenen Fall versucht das beklagte Unternehmen offenbar, die bereits im November angeordnete Beweisaufnahme so lange wie möglich zu verzögern. Das Gericht hat nach der deutlich und in vollem Umfang zurückgewiesenen ersten „Gegenvorstellung“ nun auch eine zweite „Gegenvorstellung“ klar zurückgewiesen. Gutachter für die Beweisaufnahme wurden seitens RWE jedoch nach Informationen von Germanwatch noch immer nicht vorgeschlagen. weiterlesen…

Auch dezentrale Energiewende braucht Netzausbau

Geplanter Netzausbau bleibt trotz vermehrter Speicher und Flexibilitätsoptionen notwendig

Auch eine dezentrale Stromerzeugung kommt nicht ohne die bis 2030 geplanten rund 4.000 Kilometer neuen Stromtrassen aus. Das ist die wichtigste Erkenntnis der am 13.03.2018 vorgestellten Studie „Dezentralität, Regionalisierung und Stromnetze – Studie über Annahmen, Narrative und Erkenntnisse“, die das Öko-Institut e.V. im Auftrag der Renewables Grid Initiative (RGI) erstellt hat. Die Studie greift damit ein heiß diskutiertes Thema auf: Insbesondere von neuen Leitungen betroffene Anwohner fragen sich, ob der Netzausbau mit einem dezentraleren Stromsystem, mehr Windkraft in Süddeutschland sowie Speichern nicht deutlich geringer ausfallen könnte. weiterlesen…

Batterien funktionieren bei -70°

Mit organischen Elektroden und Elektrolyt auf Ethylacetat-Basis

Es ist ein weit verbreitetes Phänomen, dass Lithium-Ionen-Batterien (LIBs) auf Basis von Verbundelektroden schlechte Leistungen zeigen, wenn die Temperatur unter 0 °C sinkt – dafür gelten die unzureichende Ionenleitfähigkeit und das Einfrieren des Elektrolyten allgemein als Hauptgründe. Dazu entwickelten fünf Forscher der Fudan-Universität in Shanghai einen Elektrolyten auf Ethylacetatbasis, der bei der extrem niedrigen Temperatur von -70°C ausreichende Ionenleitfähigkeit aufweist. Ihre Arbeit haben sie in der Wissenschaftszeitung Joule veröffentlicht. weiterlesen…

Früher Frühling

Weiteres Anzeichen für arktische Erwärmung

In späteren Jahren könnte es einmal heißen: „Etwa um 2020 herum häuften sich die Meldungen über die auffällige Erwärmung der Arktis und das schwindende Meereis. Und es geschah – nichts.“ Dass der Frühling vor allem in der Arktis immer früher kommt, bestätigt nun eine neue Studie von Wissenschaftlern der University of California in Davis, die in den Scientific Reports von Nature erschienen ist. weiterlesen…

Auf dünnem Eis in der warmen Arktis

Warmer Arktiswinter bricht alle Rekorde

Noch eine Hiobsbotschaft aus der Arktis (nach solarify.eu/neuer-minus-rekord-aus-der-arktis): Nie maßen Forscher in einem Februar eine kleinere Eisdecke auf dem Nordpolarmeer als jetzt. So warm wie in diesem Winter war es in der Arktis seit dem Beginn der Messungen noch nie und das Meereis in der Arktis schwindet weiter: Seit Satelliten in den 1970er Jahren die weiße Kappe über dem Nordpolarmeer im Blick haben, war die Fläche in keinem einzigen Februar so klein wie dieses Jahr. Grund dafür sind Warmlufteinbrüche, die nicht nur häufiger kommen, sondern auch stärker werden und weiter nach Norden dringen, wie die Wissenschaftler des Alfred-Wegener Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven am 08.03 2018 mitteilten. Durch ungewöhnlich hohe Temperaturen im Februar mit Werten über dem Gefrierpunkt schrumpfte die Eisdecke auf dem Nordpolarmeer zu einem weiteren Rekordtief. weiterlesen…

Die Klimaschutzlüge

Koalitionsverhandlungen offenbarten fehlendes Interesse an Umsetzung des Pariser Abkommens
Fachaufsatz von Volker Quaschning in erneuerbareenergien

Auch Monate nach der Bundestagswahl wissen wir nicht, wohin eine künftige Regierung in den Themen Energiewende und Klimaschutz steuert. Immerhin: Mit Ausnahme der AfD, die sogar einfache physikalische Hintergründe des Klimawandels nicht verstanden hat, stehen offiziell alle relevanten Parteien zum Klimaschutz. Selbst bei der FDP findet sich im Wahlprogramm der Satz: „Grundlage unseres Handelns ist … das Pariser Klimaschutzabkommen.“ Wirksame Maßnahmen dazu? Bislang Fehlanzeige. weiterlesen…

Wo steht Deutschland bei autonomen Systemen?

Studie „Autonome Systeme“ für Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)

Autonome Systeme verändern Wirtschaft und Gesellschaft. Sie können Produktionsprozesse sowie Mobilitäts- und Logistiksysteme flexibler und ressourcenschonender gestalten und besser auf die Menschen abstimmen. Autonome Smart Homes oder Smart Buildings werden im Zusammenspiel mit intelligenten, autonomen Energienetzen die Energieeffizienz steigern. Aber auch in anderen Bereichen wie dem Gesundheitssektor oder in menschenfeindlichen Umgebungen eröffnen sich große Nutzenpotenziale für den Einsatz autonomer Systeme. Ausgehend von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potenzialen autonomer Systeme für Industrie, Wissenschaft und Innovation, leistet leistet jetzt eine von acatech gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik (IEM) erarbeitete und herausgegebene Studie eine erste Bestandsaufnahme von Deutschlands internationaler Position. Sie wurde am 28.02.2018 an Bundeskanzlerin Merkel übergeben. weiterlesen…

Hybrid-Solarzelle macht auch bei Regen Strom

Forschern gelingt einfache Kombination mit Nanogenerator

Forscher der chinesischen Soochow University um Yuqiang Liu und Zhen Wen haben eine Hybrid-Solarzelle entwickelt, die bei Regen genauso Strom erzeugt wie bei Sonnenschein. Die Zelle kombiniert einen durchsichtigen Nanogenerator mit einer herkömmlichen Silizium-Zelle. Dem Team und einer Veröffentlichung in ACS-Nano zufolge ist sie einfacher aufgebaut als Vorläuferzellen, das erhöht die Effizienz des Hybrid-Generators. weiterlesen…