CCU statt CCS: CO2 als Ressource

Vom Abfall zum Rohstoff: CO2Plus-Forschung macht mehr aus Treibhausgas
BMBF fördert neue Wege nach­haltiger Rohstoffversorgung

Die Chemische Industrie als Zulieferer vieler Industriezweige stellt kohlenstoffbasierte Materialien für die Automobilindustrie, Grundstoffe für Medikamente und Fasern für Textilien bereit; den Rohstoffbedarf deckt sie weitestgehend aus fossilen Quellen wie Erdöl. Das kann durch das quasi unendlich verfügbare Treibhausgas CO2 ersetzt werden. Dafür untersuchen die Projekte der BMBF-Fördermaßnahme „CO2Plus – Stoffliche Nutzung von CO2 zur Verbreiterung der Rohstoffbasis“ neue Methoden zu dessen effizienter Nutzung. weiterlesen…

Keine dunkle Materie

Fluktuationen in extragalaktischen Gammastrahlen zeigen zwei Arten von Quellen

Forscher des Max-Planck-Instituts für Astrophysik und der Universität Amsterdam am GRAPPA Center of Excellence haben die bislang genaueste Analyse der Fluktuationen im Gammastrahlen-Hintergrund veröffentlicht. Sie verwendeten mehr als sechs Jahre an Daten, die vom Fermi Large Area Telescope gesammelt wurden, und fanden zwei unterschiedliche Arten von Quellen, die zum Gammastrahlenhintergrund beitragen. Die Analyse zeigte keine Hinweise auf einen Beitrag von möglichen Dunkle-Materie-Teilchen. Die Studie wurde im Rahmen einer internationalen Kooperation durchgeführt und in der Zeitschrift Physical Review D veröffentlicht. weiterlesen…

Ratschlag gegen die Unwahrheit

„Nehmen wir uns Zeit, und machen uns die Mühe, Falschinformationen zu korrigieren“

Wenn in Zeitungen und den sogenannten sozialen Medien (inzwischen auch ständig vom künftigen US-Präsidenten) unhaltbare wissenschaftliche Behauptungen verbreitet werden – „was sollen Forscher dann tun?“ fragt das Portal klimafakten.de. Phil Williamson plädiere im Fachmagazin Nature für „unverdrossenes Widersprechen“, und er mache „einen ganz konkreten, innovativen Vorschlag“. weiterlesen…

Methan-Emissionen stellen Forscher vor Rätsel

Treibhauskonzentration steigt rapide – ungeklärt warum

Kühe in Katalonien - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft - 20130104-01363Das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) muss meist ganz allein für den Klimawandel herhalten – das 28mal stärkere Methan (CH4 – nach anderen Quellen 33mal) wird oft vernachlässigt – zu Unrecht, denn etwa ein Viertel der anthropogenen Erderwärmung ist laut Weltklimarat Methan-Emissionen geschuldet. Allerdings zerfällt Methan schon nach rund zehn Jahren in der Atmosphäre – Emissionsverringerungen zeigen also schnelle Wirkung. Zwei Studien lassen jetzt allerdings aufhorchen: Denn der Methan-Gehalt der Atmosphäre hat seit 2007 weltweit stark zugenommen und der Trend zeigt steil nach oben. Wissenschaftler suchen noch nach einer Erklärung – und nach Abhilfe. Gleich zwei Studien schlagen Alarm: „The global methane budget 2000–2012“ von 81 Forschern in Earth System Science Data und „The growing role of methane in anthropogenic climate change“ in den Environmental Research Letters, danach sind die Methan-Emissionen in den vergangenen zehn Jahren zehnmal schneller angestiegen als von 2000 bis 2006. weiterlesen…

Elsevier-Verlag versucht, Wissenschaft zu erpressen

Bundesweite Lizenz für den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen soll teuer werden

Ab 01.01.2017 will der Verlag Elsevier rund 60 namhaften Wissenschaftseinrichtungen keine Zeitschriften-Volltexte mehr zur Verfügung stellen. Der größte Medizinverlag der Welt und ehemalige Waffenhändler*) hat der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen zwar jetzt ein erstes Angebot für eine bundesweite Lizenz für den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen vorgelegt. Das stößt aber auf Protest: Es widerspreche dem Open Access-Prinzip und fairen Preisen für wissenschaftliches Publizieren, so eine Presseerklärung und zahlreiche Medien-Veröffentlichungen. weiterlesen…

Energieintensive Rohstoffindustrie durch Elektrifizierung dekarbonisieren


Wuppertal-Institut: Auswirkungen auf den Strombedarf der EU

Wuppertal-Institut - Logo © Wuppertal-InstitutZunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Deep Decarbonisation (tiefgreifende Dekarbonisierung) auch in der energieintensiven Rohstoffindustrie notwendig ist. Im Hinblick auf das enorme Potenzial der erneuerbaren Elektrizität werfen Stefan Lechtenböhmer und Clemens Schneider vom Wuppertal Institut, sowie Lars J. Nilsson und Max Åhman von der Lund University einen Blick auf die Auswirkungen einer Elektrifizierung der Rohstoffproduktion in der Europäischen Union mittels eines Was-wäre-wenn-Gedankenexperiments. weiterlesen…

Neues von der künstlichen Photosynthese

Von der Natur lernen: Neuartiges Kohlenstoffnitrid-Polymer speichert licht-induzierte Elektronen und gibt sie nach Bedarf frei

Ein Team um Bettina Lotsch, Professorin am Department Chemie der LMU und am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, hat auf Basis eines graphitähnlichen Kohlenstoffnitrides ein Polymer entwickelt, das einen wichtigen Teilschritt der „künstlichen Photosynthese“ – die photokatalytische Entwicklung des solaren Brennstoffes Wasserstoff – dem Vorbild der Natur effektiver nachahmt als bisherige Materialen. Es speichert Elektronen, die durch Licht in Gegenwart eines Elektronendonors erzeugt wurden, und kann sie nach Bedarf wieder abgeben. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher aktuell in der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“. weiterlesen…

Vom Bodensee über den Wendelstein in die Arktis


Neu: Max-Planck-Energie-Perspektiven 4/2016

mpi-energie-perspektiven-4_2016Windkraftanlagen erzeugen Strom dann, wenn der Wind weht. Wird der Strom gerade nicht gebraucht, wäre es schön, den Überschuss direkt vor Ort speichern zu können. Eine Idee für Offshore-Windparks: Pumpspeicherkraftwerke auf dem Meeresboden. Sie nutzen den hohen Wasserdruck in großer Tiefe, um mit Hilfe von Hohlkörpern, Pumpen und Turbinen Windstrom zu speichern. Die Max-Planck-Energie-Perspektiven 4/2016 berichten über einen Modellversuch im Bodensee. weiterlesen…

Mobilität in Nordrhein-Westfalen


Projektendbericht veröffentlicht

Wuppertal-Institut - Logo © Wuppertal-InstitutDie Presseabteilung des Wuppertal Instituts machte am 14.12.2016 auf eine Studie zur „Mobilität in Nordrhein-Westphalen“ aufmerksam. Nordrhein-Westfalen sei Stauland Nummer Eins in Deutschland, weil der individuelle Personen- und vor allem auch der Güterverkehr rasant zugenommen hätten, heißt es. weiterlesen…

Fraunhofer ISE entwickelt SmartCalc.CTM

Fraunhofer ISE entwickelt Software zur Analyse von Leistungsverlusten bei Modulproduktion

Forschung und Industrie investieren viel Know-how in die Leistungssteigerung von Solarzellen. Um von dem Effizienzvorsprung auf Zellebene auch auf Modulebene zu profitieren, muss die Integration von Solarzellen zuverlässig und gleichzeitig verlustarm umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat die Gruppe »Photovoltaische Module« am Fraunhofer ISE die Software SmartCalc.CTM entwickelt, wie die Presseabteilung am 14.12.2016 mitteilt. Damit können PV-Modulhersteller und Materialhersteller den Aufbau und die Materialkombination eines PV-Moduls optimieren, ohne dass eine Prototypenherstellung erforderlich ist. weiterlesen…