AGEB: Energieverbrauch 2016 gestiegen


Erdgas im Plus – Etwas mehr Erneuerbare – Weniger Kohle und Kernkraft

AGEB-Logo2016 erreicht der Energieverbrauch in Deutschland 13.427 Petajoule (PJ) oder 458,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) – 1,6 Prozent mehr als 2015. Der Zuwachs beruht laut der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) auf dem Einfluss der gegenüber dem Vorjahr kälteren Witterung sowie auf dem diesjährigen Schalttag, der anhaltend positiven wirtschaftlichen Entwicklung und dem Bevölkerungszuwachs. weiterlesen…

Erste Solarstraße der Welt geht in Frankreich ans Netz

Ähnliche Entwicklungen in USA, den Niederlanden und Deutschland

Entwickelt wurde die Solarstraße vom französischen Unternehmen Colas, das auf Straßen- und Schienenbau spezialisiert ist, gemeinsam mit dem französischen Solarinstitut INES (Institut national de l’énergie solaire) und unterstützt durch die französische Agentur für Umwelt und Energie (ADEME). Die sieben Millimeter dicken Wattway genannten Solarpanels können direkt auf der Fahrbahn angebracht werden, Glasplatten wie bei anderen Entwicklungen sind nicht nötig. weiterlesen…

2016 erneut mit Temperaturrekord

Stellungnahme des Deutschen Klima-Konsortiums zum aktuellen globalen Temperaturtrend und den Weltklimaverhandlungen in Marrakesch

Nach dem bisher wärmsten Jahr 2015 erreichte die globale Mitteltemperatur im Jahr 2016 erneut Rekordwerte, teilt das Deutsche Klima-Konsortium. Laut der amerikanischen Wetterbehörde NOAA zeigen die aktuell vorliegenden globalen Messwerte für 2016 im Zeitraum Januar bis November eine Temperaturabweichung um 0,94 °C über dem entsprechenden Mittelwert der ersten elf Kalendermonate für das 20. Jahrhundert. weiterlesen…

Brennstoffzellen mit PFIA-Membranen

Experimente an BESSY II zum Wassermanagement geben Hinweise auf weitere Optimierung von Brennstoffzellen

bessy-ii-speicherring-foto-gerhard-hofmann-agentur-zukunft-fuer-solarifyEin Team am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und eine Forschergruppe von 3M haben untersucht, wie eine Protonen-Austauschmembran aus so genannten PFIA-Molekülen (Perfluoroimid-Säure) funktioniert. Mit Experimenten an der Infrarot-Beamline der Synchrotronquelle BESSY II zeigten sie, wie PFIA-Moleküle selbst bei geringer Feuchtigkeit Wasser einlagern und transportieren können. Dies erklärt, warum PFIA-Membranen – anders als die bislang am meisten genutzten NAFIONTM-Membranen – auch bei höheren Temperaturen und trockenen Bedingungen gut funktionieren. weiterlesen…

Rohstoff CO2

Nützliches Treibhausgas

von Ulrich Kreutzer – in Siemens – Pictures of the Future/Forschung & Management

Kohlendioxid hat alles andere als ein gutes Image – wird es doch überwiegend nur als Verursacher des Klimawandels wahrgenommen. Siemens-Experten können dem Gas aber auch Gutes abgewinnen. Im Förderprojekt „eEthylen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) nutzen sie zusammen mit weiteren Forschungspartnern CO2, um wertvolle Basischemikalien für die Industrie herzustellen. Die Wissenschaftler versprechen sich davon wichtige Erkenntnisse, um elektrochemische Syntheseprozesse für den großindustriellen Maßstab zu optimieren. weiterlesen…

Navi für Energiewende

Auftakt für Kopernikus-Projekt zu systemischen Vernetzungen

Werden in Zukunft mehr Elektroautos oder Wasserstoff-Busse über Deutschlands Straßen fahren? Wo sollte das Stromnetz mit Erdkabeln ausgebaut werden und wo fehlt dafür die Akzeptanz in der Bevölkerung? Antworten auf diese Fragen sucht das Kopernikus-Projekt ENavi, das ein Navigationsmodell für die Energiewende erstellen wird. Mehr als 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 76 Institutionen tagten vom 19. bis 21. Dezember 2016 unter Koordination des Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Berlin, um ENavi auf den Weg zu bringen. weiterlesen…

CCU statt CCS: CO2 als Ressource

Vom Abfall zum Rohstoff: CO2Plus-Forschung macht mehr aus Treibhausgas
BMBF fördert neue Wege nach­haltiger Rohstoffversorgung

Die Chemische Industrie als Zulieferer vieler Industriezweige stellt kohlenstoffbasierte Materialien für die Automobilindustrie, Grundstoffe für Medikamente und Fasern für Textilien bereit; den Rohstoffbedarf deckt sie weitestgehend aus fossilen Quellen wie Erdöl. Das kann durch das quasi unendlich verfügbare Treibhausgas CO2 ersetzt werden. Dafür untersuchen die Projekte der BMBF-Fördermaßnahme „CO2Plus – Stoffliche Nutzung von CO2 zur Verbreiterung der Rohstoffbasis“ neue Methoden zu dessen effizienter Nutzung. weiterlesen…

Keine dunkle Materie

Fluktuationen in extragalaktischen Gammastrahlen zeigen zwei Arten von Quellen

Forscher des Max-Planck-Instituts für Astrophysik und der Universität Amsterdam am GRAPPA Center of Excellence haben die bislang genaueste Analyse der Fluktuationen im Gammastrahlen-Hintergrund veröffentlicht. Sie verwendeten mehr als sechs Jahre an Daten, die vom Fermi Large Area Telescope gesammelt wurden, und fanden zwei unterschiedliche Arten von Quellen, die zum Gammastrahlenhintergrund beitragen. Die Analyse zeigte keine Hinweise auf einen Beitrag von möglichen Dunkle-Materie-Teilchen. Die Studie wurde im Rahmen einer internationalen Kooperation durchgeführt und in der Zeitschrift Physical Review D veröffentlicht. weiterlesen…

Ratschlag gegen die Unwahrheit

„Nehmen wir uns Zeit, und machen uns die Mühe, Falschinformationen zu korrigieren“

Wenn in Zeitungen und den sogenannten sozialen Medien (inzwischen auch ständig vom künftigen US-Präsidenten) unhaltbare wissenschaftliche Behauptungen verbreitet werden – „was sollen Forscher dann tun?“ fragt das Portal klimafakten.de. Phil Williamson plädiere im Fachmagazin Nature für „unverdrossenes Widersprechen“, und er mache „einen ganz konkreten, innovativen Vorschlag“. weiterlesen…

Methan-Emissionen stellen Forscher vor Rätsel

Treibhauskonzentration steigt rapide – ungeklärt warum

Kühe in Katalonien - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft - 20130104-01363Das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) muss meist ganz allein für den Klimawandel herhalten – das 28mal stärkere Methan (CH4 – nach anderen Quellen 33mal) wird oft vernachlässigt – zu Unrecht, denn etwa ein Viertel der anthropogenen Erderwärmung ist laut Weltklimarat Methan-Emissionen geschuldet. Allerdings zerfällt Methan schon nach rund zehn Jahren in der Atmosphäre – Emissionsverringerungen zeigen also schnelle Wirkung. Zwei Studien lassen jetzt allerdings aufhorchen: Denn der Methan-Gehalt der Atmosphäre hat seit 2007 weltweit stark zugenommen und der Trend zeigt steil nach oben. Wissenschaftler suchen noch nach einer Erklärung – und nach Abhilfe. Gleich zwei Studien schlagen Alarm: „The global methane budget 2000–2012“ von 81 Forschern in Earth System Science Data und „The growing role of methane in anthropogenic climate change“ in den Environmental Research Letters, danach sind die Methan-Emissionen in den vergangenen zehn Jahren zehnmal schneller angestiegen als von 2000 bis 2006. weiterlesen…