MPG unter neuer Führung

65. Jahresversammlung in München im Zeichen des Präsidentenwechsels

Am 04. und 05. 06. 2014 trafen sich die Wissenschaftlichen und Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft in der bayerischen Landeshauptstadt. Es tagten nicht nur die wichtigsten Entscheidungsgremien der Organisation, die diesjährige Jahresversammlung stand darüber hinaus im Zeichen des Amtswechsels: Nach 12 Jahren übergab Peter Gruss das Amt des Präsidenten an seinen Nachfolger Martin Stratmann. weiterlesen…

Nachwuchswissenschaftler mit Otto-Hahn-Medaille ausgezeichnet

Michael Römelt erhält Preis der Max-Planck-Gesellschaft

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in München erhielt der Nachwuchswissenschaftler Michael Römelt am 04.06. die Otto-Hahn-Medaille. Er wurde für seine herausragende Doktorarbeit auf dem Gebiet der theoretischen Chemie ausgezeichnet.  Römelt entwickelte in seiner Dissertation eine bahnbrechende Methode um Röntgenabsorptionsspektren zu berechnen. Seine Erkenntnisse haben bereits entscheidend dazu beigetragen, wichtige Fragen der Biochemie zu beantworten und werden bereits auf Probleme der Energieforschung angewandt. Der Preisträger hatte im Arbeitskreis von Frank Neese, Direktor des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion, mit summa cum laude promoviert und arbeitet derzeit als Postdoktorand an der Princeton Universität USA. weiterlesen…

Mlynek zufrieden

Helmholtz-Präsident zieht positive Bilanz

„Das deutsche Wissenschafts- und Forschungssystem war seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie so gut ausbalanciert wie derzeit“, sagte der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Jürgen Mlynek, am 04.06.2014vor dem Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Die Bundesrepublik Deutschland gebe knapp drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Wissenschaft und Forschung aus, 70 Prozent davon kämen aus dem privaten Bereich, 30 Prozent aus dem öffentlichen Sektor. Etwas über 50 Prozent der Mittel flössen an Universitäten, knapp 50 Prozent gingen an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie die Helmholtz Gemeinschaft. weiterlesen…

MOF zur Wasserdampf-Ableitung

Effizient thermisch kühlen und heizen

„Solarforscher holen neuen Stern vom Materialhimmel – Fraunhofer ISE entwickelt hochporöse Beschichtungen für thermische Kühlanlagen und Wärmepumpen“, titelte das Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hocherfreut. Thermische Anlagen nutzen Wärme, um Kälte zu produzieren und umgekehrt. Benötigt wird dafür ein Material, das Wasserdampf besonders gut und schnell abführen kann. Ein neues Verfahren des ISE bringt dieses einfach als Schicht auf die verwendeten Bauteile auf – MOF. Mit von der Partie: das Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik. weiterlesen…

Organische PV hinter Glas

Solarmodule in Glas gebettet

Organische Solarmodule haben gegenüber Silizium-Solarzellen Vorzüge. Ein Knackpunkt sind jedoch ihre kürzere Lebendauer. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam arbeiten an einer viel versprechenden Lösung: Sie nutzen flexibles Glas als Trägersubstrat, wodurch die empfindlichen Bauteile besser geschützt sind. weiterlesen…

Neue Wasserstoffspeicher-Initiative

Wasserstoffspeicher für erneuerbare Energien

Wächst der Anteil erneuerbarer Energien, bedeutet das auch mehr Wetterabhängigkeit: Mal weht der Wind kräftig, mal schwach, mal scheint die Sonne, mal nicht, vor allem nachts. Doch die Stromnetze in Deutschland sollen Industrie und Haushalte stets stabil und bedarfsgerecht mit Elektrizität versorgen. Die Lösung hat – nach Aussage der Fraunhofer Gemeinschaft – das Konsortium „Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany“, kurz „HYPOS„: Überschüssige Energie aus Photovoltaik und Windparks wird zur Elektrolyse genutzt und so gespeichert – aus Wasser wird „grüner“ Wasserstoff hergestellt. Dieser lässt sich dann bedarfsgerecht als Alternative zu Erdgas an Tankstellen und für Brennstoffzellen bereitstellen. weiterlesen…

Noch eine Gefahr aus dem polaren Schmelzeis: Mikroplastik

Erderwärmung droht, Billionen im Arktiseis eingeschlossene Plastikkleinstpartikel ins Meer zu entlassen

„Das Schmelzen der Polareiskappen könnte katastrophal für Küstenstädte werden, aber der Meeresspiegel-Anstieg ist nicht die einzige Drohung des arktischen Tauwetters“, schrieb die Huffington Post in ihrer englischen Ausgabe am 29.05.2014. In einer neuen Studie (veröffentlicht in der Open-Source-Zeitschrift Earth’s Future) kämen Forscher zu dem Schluss, dass arktisches Eis große Mengen von Plastik und synthetischen Materialien enthält, die kleiner sind als eine Bleistiftspitze. Wenn das nord-polare Seeeis im Lauf des nächsten Jahrzehnts abschmilzt, würden mehr als eine Billion winziger Plastikstückchen – „Mikroplastik“ – ins umgebende Wasser freigesetzt werden, so die Studie. Während Umweltwissenschaftlern bekannt sei, dass Ozeane voller Müllhalden seien, zeigten sich die Forscher erschüttert, als sie sich klardarüber gewordenseien, wie weit der Abfall bereits edrungen sei.
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Solar Decathlon mit 3x deutscher Beteiligung

Erfurter Studenten gehen mit innovativer Passivhaus-Haus-Entwicklung an den Start

Vor der historischen Kulisse des Schlosses von Versailles, der Residenz des Sonnenkönigs Ludwigs des XIV., wird am 27.06.2014 der internationale Solar Decathlon Studentenwettbewerb stattfinden. 20 Teams gehen mit ihren energieautarken Häusern an den Start. Saint-Gobain in Deutschland und den USA – so eine Mitteilung – wird dabei das deutsch-amerikanische Team als Hauptsponsor unterstützen. Passend zum Beinamen des absolutistischen Königs wird das Wettbewerbsgelände für die experimentellen Gebäude „Cité du Soleil“ heißen. weiterlesen…

Meeresanstieg um 16 Meter

Vor 14.600 Jahren: Abschmelzen des Antarktischen Eisschildes ließ Meeresspiegel gewaltig steigen

Der Antarktische Eisschild hat zum Ende der letzten Eiszeit in kurzer Zeit sehr viel Eis verloren und damit den Meeresspiegel weltweit rasant um mehrere Meter ansteigen lassen. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam in einer Studie. Das Gemeinschaftsprojekt von Geologen und Klimawissenschaftlern, dessen Ergebnisse im Fachmagazin Nature veröffentlicht wurden, belegt, dass ein instabiler antarktischer Eispanzer das Klima auf der Südhalbkugel schlagartig verändern kann und liefert gleichzeitig wichtige Hinweise dafür, wie sich der aktuelle Klimawandel auf die Eismassen am Südpol auswirken könnte. weiterlesen…