MPG-Alt-Präsident Staab gestorben

Max-Planck-Gesellschaft trauert um Alt-Präsident Heinz A. Staab

Der frühere Präsident der Max-Planck-Gesellschaft und langjährige Direktor am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg, Heinz A. Staab, ist im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Der Chemiker Staab führte von 1984 bis 1990 die MPG und leitete seit 1974 die Abteilung Organische Chemie am Max-Planck-Institut (MPI) für medizinische Forschung. „Mit Heinz Staab verlieren wir einen herausragenden Wissenschaftler und einen Wissenschafts-Organisator mit viel Verhandlungsgeschick“, würdigte ihn MPG-Präsident Peter Gruss. weiterlesen…

Doppelschichtkondensatoren als hocheffiziente Energiespeicher

Forscher am Leibniz-Institut für Neue Materialien entwickeln neuartige Energiespeicher
Alternativtechnologie zu herkömmlichen Batterien
Strom in Sekundenschnelle speichern und wieder abrufen

Die Energiewende ist in aller Munde. Schnell wird dabei an den Ausbau und die gesteigerte Nutzung alternativer Energiequellen gedacht: Solar- und Windkraftanlagen erzeugen viel Strom, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Je nach Wetterlage wird so innerhalb kurzer Zeit sehr viel Strom produziert. Große Teile dieses „grünen“ Stroms gehen ungenutzt verloren, weil unzureichend Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen. weiterlesen…

DOE: 12,3 Mio. $ für neue CSP-Komponenten

US-Energieministerium unterstützt neue Entwicklungen in der Solarthermie

Verschiedene Forschungsinstitute bekommen vom US-Energieministerium (DOE) 12,3 Millionen US-Dollar (10 Millionen Euro) Zuschüsse für die Entwicklung neuer Komponenten solarthermischer Kraftwerke (CSP). 8,5 Millionen USD sollen die Entwicklung eines hochleistungsfähigen überkritischen CO2-Heißgas-Turboexpanders für solarthermische Kraftwerke fördern, weitere 3,8 Millionen fließen in die Entwicklung einer neuen Brennkammer für Solar-Erdgas-Hybridkraftwerke. Beide Förderungen sind Teil der sogenannten „SunShot-Initiative“ des DOE. weiterlesen…

Wieviel Sonne kommt bei uns an?

Klimaforschung mit maximalem Mehrwert: Workshop am Alfred-Wegener-Institut vom 1.-3. August 2012

Die Sonne gilt als Motor allen Lebens auf der Erde. Wie viel ihrer Energie jedoch tatsächlich die Erdoberfläche erreicht, erfassen Wissenschaftler mit dem Basic Surface Radiation Network, einem weltumspannenden Netzwerk aus 54 Strahlungsmessstationen. Deren Messungen sollten ursprünglich dazu dienen, den Energieflüssen an der Erdoberfläche auf die Spur zu kommen, die für unser Klima verantwortlich sind. Inzwischen werden die hochgenauen Daten jedoch nicht nur von Klimaforschern abgefragt. Photovoltaik-Anlagen etwa generieren mehr Energie, wenn die Hersteller Erkenntnisse aus den BSRN-Messungen berücksichtigen. Welches Anwendungspotential sonst noch in den Messergebnissen steckt, beraten Wissenschaftler und Kunden des Netzwerkes vom 1. bis 3. August 2012 auf einem internationalen Workshop in der Potsdamer Außenstelle des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft. weiterlesen…

Streit um Leopoldina-Studie

Streit um neue Bioenergiestudie
Biokraftstoffe nachhaltig oder nicht?
Experten und Poilitiker uneins

Die neue Analyse der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zu den Grenzen und Möglichkeiten der Nutzung von Bioenergie hat heftige Reaktionen hervorgerufen. An der Stellungnahme hatten mehr als 20 Wissenschaftler der 2010 eingesetzten Arbeitsgruppe Bioenergie mitgewirkt, darunter Dr. Nicolaus Dahmen vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Prof. Peter Weiland vom Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut in Braunschweig. Beide Forscher sind seit Jahren im Bioenergiebereich tätig und galten bisher eher als Befürworter. Der Bundesverband BioEnergie (BBE) und der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) zweifeln die Argumentation an und äußern ihr volles Unverständnis, ebenso der Biogasrat.  Der Anbauverband Bioland begrüßte dagegen die Ergebnisse der Analyse und forderte den kompletten Ausstieg aus der Biokraftstoffproduktion. Politiker aller Richtungen wollen weiter an der Nutzung von Bioenergie festhalten. Bundesumweltminister Altmaier sieht weiter eine wichtige Rolle für die Bioenergie. Kritik an der Studie kam auch aus der FDP-Bundestagsfraktion. weiterlesen…

6.000-Kilometer-Flug mit Solarenergie

Solar Impulse zurück in der Schweiz

Das Solarflugzeug HB-SIA der Initiative Solar Impulse hat seinen Interkontinentalflug zwischen Europa und Afrika erfolgreich beendet. Am 24. Juli um 20:30 landete der Prototyp im schweizerischen Payerne. Seit dem Start am 24. Mai hat der Solarflieger auf seinem Weg von der Schweiz bis in den Süden Marokkos nach Ouarzazate und zurück insgesamt 6000 Kilometer in mehreren Flugetappen zurückgelegt: Von Payerne über Madrid nach Rabat und Quarzazate und wieder zurück führte der Weg. Dabei wechselten sich Bertrand Piccard, der Initiator von Solar Impulse, und André Borschberg, CEO der Initiative, nach jedem Zwischenstopp als Pilot der einsitzigen Maschine ab. ->Quelle weiterlesen…

Kritik an Leopoldina-Biokraftstoff-Studie

VDB: „Leopoldina-Studie verkennt Vorteile von Biokraftstoffen und bestehende Nachhaltigkeitsregeln“
Franz Alt und Hans-Josef Fell ebenfalls kritisch

Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie kritisiert die jüngst veröffentlichte Studie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Bioenergie. In der Studie verkennen die Autoren wesentliche Vorteile der Nutzung von Biokraftstoffen, so der VDB. Denn im Verkehrsbereich gebe es außer Biodiesel und Bioethanol derzeit keine andere einsatzfähige Alternative zu fossilen Kraftstoffen. Auch die von der Leopoldina empfohlene Solar- und Windenergie spiele für den Straßenverkehr keine Rolle, weil von den rund 51 Millionen Fahrzeugen in Deutschland nur etwa 4.600 einen elektrischen Antrieb hätten.
weiterlesen…

Leopoldina-Forscher sehen Bioenergie kritisch

„Bioenergie leistet heute und in Zukunft keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende“
Süddeutsche Zeitung: „Ende eines Mythos“ – „Ist die Energiewende überhaupt noch möglich?“

In einer Stellungnahme zu den Grenzen und Möglichkeiten der Nutzung von Bioenergie kommt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle zu dem Schluss, dass „Bioenergie als nachhaltige Energiequelle für Deutschland heute und in Zukunft keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann“. Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energieressourcen wie der Photovoltaik, der Solarthermie und der Windenergie verbrauche Bioenergie mehr Fläche und sei häufig mit höheren Treibhausgasemissionen und Umweltbeeinträchtigungen verbunden. Zudem konkurriere Bioenergie potenziell mit der Herstellung von Nahrungsmitteln. Vorrang solle der Einsparung von Energie und der Verbesserung der Energieeffizienz gegeben werden. Damit steht nicht nur nach Meinung der Süddeutschen Zeitung die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende in Frage. weiterlesen…

Nobelpreisträger: „Vom Unsinn der Biokraftstoffe“

Von Hartmut Michel, Max-Planck-Institut für Biophysik

Der Autor, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt/Main und Nobelpreisträger für Chemie (1988 zusammen mit Johann Deisenhofer und Robert Huber für die Erforschung der Photosynthese im Purpurbakterium Rhodopseudomonas viridis) beklagt den „‚Unsinn der Biokraftstoffe‘. Ethanol aus Mais oder Diesel aus Raps sind seiner Analyse nach weit davon entfernt, im Tank gespeicherte Sonne zu sein, wie es bisweilen poetisch heißt“ (Süddeutsche Zeitung vom 27.07.2012). Gerade mal ein Promille der Sonnenenergie finde sich im Biodiesel wieder; im Ethanol seien es magere zwei Promille. Das liege vor allem daran, dass die Fotosynthese ein sehr ineffektiver Prozess sei. Die Umwandlung der Biomasse in flüssige Treibstoffe verschlechtere die Bilanz dann noch mehr. weiterlesen…

25 Jahre Solarstrom auf Schwarzwald-Hütte

25 Jahre Solarstrom auf der Rappenecker Hütte im Schwarzwald – Photovoltaik-Hybridsystem mit Brennstoffzelle als Wegweiser für netzferne Energieversorgungssysteme

Die Stromversorgung der Rappenecker Hütte mit erneuerbaren Energien zählt zu den Meilenstein-Projekten in der frühen Geschichte des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.1987 installierten die Freiburger Forscher auf dem netzfern gelegenen Wandergasthof eine Photovoltaik(PV)-Hybridanlage, die nicht nur eine praktische Lösung für Eigentümer und Pächter, sondern gleichzeitig eine Forschungsstation für netzferne Energieversorgungssysteme wurde. Mit dem Ziel, zu einer vollständig umweltfreundlichen Energieversorgung zu kommen erfuhr die Anlage sukzessive Erweiterungen. 1990 kam ein Windrad hinzu, 2003 eine Brennstoffzelle, der Einsatz der fossilen Komponente Dieselgenerator konnte immer weiter reduziert werden. Am 27. Juli 2012 feiert die Rappenecker Hütte nicht nur ihr 350- jähriges Bestehen, sondern auch 25 Jahre erfolgreiche Photovoltaik-Geschichte. weiterlesen…