Fortschritt bei Silizium-Grenzflächendefekten

Magnetischer Fingerabdruck von Grenzflächendefekten im Photostrom von Siliziumsolarzellen gefunden

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Berlin haben mit einer hochempfindlichen Messmethode – der elektrisch detektierten magnetischen Resonanz (EDMR) –  erstmals an Heterokontakt-Siliziumsolarzellen (Heterojunction-Zellen) wichtige Defektzustände direkt nachgewiesen, denen man schon lange auf der Spur war. Defekte an der Oberfläche von kristallinen Siliziumwafern sind nach Angaben der Forscher unter anderem dafür verantwortlich, dass auch im Labor bei kristallinen Solarzellen bisher noch nie ein Wirkungsgrad von mehr als 25 Prozent erreicht wurde, obwohl Siliziumwafer theoretisch bis zu 30 Prozent des Sonnenlichts umwandeln können. Unterstützt durch Computersimulationen, die an der Universität Paderborn erstellt wurden, konnten sie nun die Natur dieser Defekte mit atomarer Genauigkeit bestimmen. Die Defekte lagern sich genau an der Grenze zwischen dem Siliziumwafer und der nur wenige Millionstel Meter dünnen Schicht aus amorphem Silizium an. weiterlesen…

Netzausbauplan übertrieben: Akzeptanz der Energiewende bedroht

Wirtschaftsprofessor Jarass kritisiert Planungen – Verbraucher zahlen Zeche

Leitungsausbau dient mehrheitlich der Vorbereitung von mehr Kohlestromeinspeisung, will der Wiesbadener Wirtschaftsprofessor Lorenz Jarass anhand des Netzentwicklungsplans 2013 nachweisen. Seine These: Kohlekraftwerke sollen auch bei Starkwind weiter einspeisen können – und es solle mehr exportiert werden. Bundesnetzagentur und Netzbetreiber arbeiten nach dem Prinzip des „marktgetriebenen Kraftwerkseinsatzes“. Grundfrage sei dabei: Welche Kraftwerke haben die geringsten Grenzkosten (variable Kosten)? Wenn dafür neue Leitungen gebraucht würden, gingen die Kosten nicht in die Planung ein; diese zahlten die Verbraucher. Auf Betreiben der Netzbetreiber wurde festgeschrieben, dass der Ausbau wirtschaftlich zumutbar sein muss. Das stehe im Gegensatz zum gesetzlichen Gebot der Netz-Einspeisungsmöglichkeit jeder einzelnen kWh erneuerbarer Energie – und somit auch „zum gesunden Menschenverstand“.
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Erneuerbare Energien: 2020-Ziele in Gefahr

DNR schlägt Alarm

Nur in Schweden, Österreich und Estland läuft der Ausbau der erneuerbaren Energien nach Plan. Alle anderen EU-Mitgliedstaaten laufen Gefahr, das Ausbauziel für 2020 zu verfehlen, sollten keine neuen Anreize gesetzt und bürokratische Hürden beseitigt werden. Das berichtete die EU-Kommission vergangene Woche an Parlament und Ministerrat laut einer Pressemitteilung des Deutschen Naturschutzrings. Andere Beobachter hatten „Planerfüllung„, bzw. „Bilanz positiv“ gemeldet.
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Szenariorahmen für Netzentwicklungsplan Strom 2014 eingereicht

Konsultation beginnt: Stellungnahmen bis 17. Mai

Die Bundesnetzagentur hat am 05.04.2013 die Konsultation zum Entwurf des Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan Strom (NEP) und den Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) 2014 eingeleitet. Der Entwurf ist auf der Internetseite der Bundesnetzagentur zum Netzausbau veröffentlicht (Download: Szenariorahmen zum NEP 2014). Die Öffentlichkeit hat nun die Möglichkeit, hierzu bis zum 17.05.2013 Stellung zu nehmen. weiterlesen…

Energiewende als Exportschlager

Neues „Made in  Germany“

Die deutsche Industrie nimmt eine Spitzenstellung bei Technologien ein, mit denen das Stromsystem stabilisiert und optimiert werden kann. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) und der HANNOVER MESSE. „Deutsche Unternehmen sind nicht nur Weltmarktführer beim Bau regenerativer Kraftwerke, sondern auch bei Technologien, mit denen die steigenden Anteile Erneuerbarer Energien in unserem Energiemix ausgeglichen werden können“, erklärt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk. weiterlesen…

Smart Grid angreifbar

Risikopotenzial der intelligenten Stromnetze unterschätzt

Energiewirtschaft und produzierendes Gewerbe unterschätzen das in der Modernisierung der Stromnetze steckende Risikopotenzial. Das Bewusstsein für die Angreifbarkeit von intelligenten Netzen ist kaum vorhanden und Schutzmaßnahmen sind Mangelware. Das sind Ergebnisse der Studie „Security & Safety in einer smarten Energiewelt“, die der TÜV SÜD zum Auftakt der Hannover Messe 2013 vorstellte. Für die Studie wurden Entscheidungsträger bei großen Energieversorgern, Stadtwerken und Fertigungsbetrieben befragt. weiterlesen…

CO2-Emissionen 2012 knapp über dem Niveau von 2011

Zahlen offenbaren weitere Einsparpotenziale im Emissionshandel

Die CO2-Emissionen der 1627 emissionshandelspflichtigen Energie- und Industrieanlagen in Deutschland liegen im Jahr 2012 knapp über dem Niveau des Vorjahres. Sie belaufen sich auf 452,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid. 2011 betrug der Ausstoß 450,3 Millionen Tonnen. Auffällig ist eine unterschiedliche Entwicklung in der Kohle- und Erdgasverarbeitung. Während im Energiesektor die Kohlendioxidemissionen aus der Verbrennung von Braunkohle (plus 4 Prozent) und Steinkohle (plus 4 Prozent) stiegen, sanken die Emissionen aus Erdgas deutlich um 8 Prozent. Da Erdgas weniger klimaschädlich ist als Kohle, stecken in einer stärkeren Nutzung von Gaskraftwerken große CO2-Einsparpotenziale. Bei den energieintensiven Industrieanlagen gehen die Emissionen um rund 3 Prozent zurück.
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