BMWi-Untersuchung über EE-Arbeitsplätze doch veröffentlicht

230.000 Jobs zusätzlich

Das BMWi hat ein erfahrenes und renommiertes Forschungskonsortium beauftragt, die Beschäftigungswirkungen durch den Ausbau der erneuerbaren Energien zu untersuchen. Die Gutachter waren die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Prognos AG und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Mehr als 230.000 neue Jobs netto können durch die Energiewende entstehen – so das Fazit. Lange blieb die Veröffentlichung der bereits im März fertig gestellten Studie umstritten – jetzt steht sie auf der Internetseite des Ministeriums. weiterlesen…

Viel größere Kohlekraft-Reserve nötig

Agora-Studie: Nennenswerte Treibhausgasminderungen nur mit Stilllegung von 18 bis 20 alten Braunkohlekraftwerksblöcken

Die Treibhausgasemissionen des deutschen Stromsektors können bis 2020 um etwa 90 Millionen Tonnen CO2 abgesenkt werden, ohne dass dies wesentliche strompreissteigernde Effekte hätte. Um dieses Potenzial ganz oder teilweise zu heben, ist die von IGBCE und BDI vorgeschlagene Klimaschutz-Reserve für alte Kohlekraftwerke als Alternative zum Konzept des Klimaschutzbeitrags grundsätzlich geeignet. Allerdings müsste die Reserve mindestens Platz für 4-6 GW alte Braunkohlekraftwerke bieten, um nennenswerte zusätzliche CO2-Minderungen zu erbringen, da sie sonst nur ohnehin stattfindende Business-as-usual-Stilllegungen auffangen würde. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie des Beratungsunternehmens Enervis Energy Advisors im Auftrag von Agora Energiewende sowie einer darauf aufbauenden Analyse des Teams von Agora Energiewende. weiterlesen…

Täuschung in KFZ-Werbung

Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht die zehn dreistesten Fälle

Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZdK), der Lobbyverband des Automobil-Gewerbes kämpft in Brüssel für einen Freifahrtschein zur Irreführung der Autokäufer: Geltende Verbraucherschutzvorschriften zur Angabe von Spritverbrauch und CO2-Emissionen sollen zukünftig nicht mehr beachtet werden müssen. Die DUH fordert dagegen: Eine Kennzeichnung des Energieverbrauchs schützt Verbraucher und muss deshalb auch weiterhin kontrolliert werden. weiterlesen…

Bioenergiedörfer: 10 Jahre Jühnde und mehr als 100 Nachfolger

2005 begann in Jühnde eine Erfolgsgeschichte, die bis heute viele weitere Dörfer inspiriert hat

Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. mitteilt, nehmen immer mehr Bürger ihre Energieversorgung in die eigene Hand. Deutlich mehr als 100 Orte in Deutschland versorgen sich inzwischen fast ausschließlich mit Wärme aus heimischer Biomasse, aus der sie außerdem erneuerbaren Strom für das öffentliche Netz produzieren. Hinzu kommt häufig eine überdurchschnittlich hohe Nutzung anderer erneuerbarer Energien. weiterlesen…

Intersolar und ees Europe 2015 zu Ende

Wachstum und Preissturz bei Speichern stimmte optimistisch

In München endeten am 12.06.2015 die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft Intersdolar Europe 2015 und die Electrical Energy Storage exhibition (ees) mit 38.000 Besuchern. Bei den Intersolar Awards haben mit LG und REC zwei Modulhersteller einen Preis erhalten. Bei der Speicherkonkurrenz setzten sich Solarwatt, Kostal und Aquion durch. Außerdem sind drei Projekte zusätzlich ausgezeichnet worden. (Mehr auf pv-magazine.de). Solarify dokumentiert zwei Presseerklärungen zum Abschluss und illustriert sie. weiterlesen…

CO2-Abgabe-Streichung milliardenteuer

Aber zwei Kohlekraftwerke bei CO2-Bilanz übersehen

Wenn Minister Gabriels Klimaschutzabgabe zugunsten des IG BCE-Vorschlags gekippt wird, kann das Milliardenkosten auslösen, argwöhnt das Nachrichtenmagazin Spiegel. Demzufolge wollen Gabriel, Kanzleramtschef Altmaier und IG-BCE-Chef Vassiliadis auf die CO2-Abgabe verzichten. An ihrer Stelle sollen die EVU mehr als eine Milliarde dafür bekommen, eine Art Abwrackprämie, dass sie sich von einigen Braunkohlenmeilern trennen. Diese Meiler würden für vier Jahre in eine Art Notreserve übergehen und danach endgültig vom Netz gehen. weiterlesen…

Die Lausitz: Vom CO2-Schmutzfink zur Zukunftsregion?

Ein CDU-Abgeordneter verabschiedet sich von der Braunkohle
mit freundlicher Erlaubnis von – zuerst veröffentlicht im Tagesspiegel, Berlin –

Hans-Georg von der Marwitz will mit einer Handvoll CDU-Politikern aus der Lausitz eine Zukunftsregion machen. Seit 2009 ist er Bundestagsabgeordneter, einer mit Ecken, Prinzipien und guten Nerven. Der Landwirt betreibt einen 900-Hektar-Hof im Oderbruch. Schon in der Auseinandersetzung um die Klimaabgabe schlug er sich gegen die Mehrheit in seiner Fraktion auf die Seite von Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD). weiterlesen…

Bund stärkt Investitionen in Klimaschutz und bezahlbares Wohnen

Zukunftsinvestitionsprogramm vom Bundesrat gebilligt.

Ab 2016 sollen laut BMUB die Investitionen in Klimaschutz und Stadtentwicklung deutlich verstärkt werden. Der Bundesrat billigte am 12.06.2015 den Nachtragshaushalt 2015, der auch die Verteilung des Zukunftsinvestitionsprogramms für die Jahre 2016 bis 2018 enthält. Von den darin veranschlagten 7 Milliarden Euro entfallen 859 Millionen Euro auf das BMUB. Bundesministerin Barbara Hendricks: „Investitionen in Klimaschutz und Stadtentwicklung sind eine gute Zukunftsvorsorge für unsere Gesellschaft. Darum bin ich froh, dass wir mit dem Zukunftsinvestitionsprogramm die nötigen Mittel zur Verfügung haben. Mit diesen Fördermitteln werden wir ein Vielfaches an Investitionen auslösen – und damit auch wichtige wirtschaftliche Impulse geben. Das zahlt sich für die Gesellschaft aus.“ weiterlesen…

Tausende Risse in belgischen AKW vertuscht

Schadhafte AKW sollen trotzdem hochgefahren werden – dagegen formiert sich länderübergreifender Widerstand

Es sieht so aus, als hätten  die belgische Atombehörde FANC oder der Energieversorger Electrabel jahrelang die Öffentlichkeit über das Ausmaß von Schäden in ihren zwei Kernkraftwerken Doel und Tihange getäuscht. Dies und der drohende Neustart der beiden Atommeiler schlägt hohe Wellen. Die belgische Atomaufsicht hat ihre bereits getroffene Anschalt-Entscheidung jetzt um fünf Monate hinausgeschoben und neue Untersuchungen gefordert. Der Aachener Stadtrat verabschiedete in großer parteiübergreifender Einmütigkeit eine Resolution zur endgültigen Stilllegung. weiterlesen…