4,7 Prozent weniger Energie verbraucht

16 % mehr Steinkohle

2022 erreichte der Energieverbrauch in Deutschland 11.829 Petajoule (PJ) beziehungsweise 403,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Das entspricht einem Rückgang um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch erreichte damit nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, so die AG Energiebilanzen in ihrer vorläufigen Abschätzung der Entwicklung für das zu Ende gegangene Jahr. weiterlesen…

Rekordeinnahmen im Emissionshandel

Mehr als 13 Milliarden für Klimaschutz

Die deutschen Auktionserlöse aus dem Europäischen Emissionshandel (EU-ETS) beliefen sich im Jahr 2022 auf über 6,8 Milliarden Euro. Damit stiegen die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr spürbar (5,3 Milliarden Euro im Jahr 2021). Die Veräußerungserlöse aus dem nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) für Wärme und Verkehr lagen mit rund 6,4 Milliarden Euro hingegen unterhalb des Vorjahres (7,2 Milliarden Euro im Jahr 2021). Trotz der Rückgänge im nEHS lagen die Gesamteinnahmen für den Bund aus beiden Systemen 2022 aufgrund der Zuwächse im EU-ETS mit über 13 Milliarden Euro knapp oberhalb der Rekordwerte aus dem Vorjahr (12,5 Milliarden Euro in 2021). Der Emissionshandel bringt also ambitionierten Klimaschutz, Sozialverträglichkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in Einklang, wie das Umweltbundesamt am 03.01.2023 mitteilt. weiterlesen…

Steigende Energiekosten und Krisen fördern Akzeptanz der Erneuerbaren Energien

Umfrage: Wunsch nach Versorgungssicherheit beflügelt Akzeptanz von Erneuerbaren Energien

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die damit verbundene Energiekrise haben die gesellschaftliche Debatte in diesem Jahr geprägt. Die am 12.12.2022 veröffentlichte Akzeptanzumfrage 2022 der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeigt, dass die Krise auch vor dem Hintergrund von Versorgungssicherheit, Inflation und Abhängigkeiten von autokratischen Staaten zu einem Umdenken in der Bevölkerung geführt hat: Die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien ist gestiegen. 86 Prozent der Bürger*innen sprechen sich für den Ausbau dieser aus. weiterlesen…

Suffizienz ist mehr als „Licht aus und Heizung runter“

Energiesparen: Energiegenossenschaften können suffiziente Lebensstile fördern

Angesichts der Energiekrise und dramatischer Energiepreissteigerungen ist das Thema Energiesparen in diesem Winter für viele Verbraucher*innen so aktuell wie nie zuvor. Unterstützen können dabei auch die Versorger. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) identifizierte mit Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in der Studie „Mit Suffizienz zur Energiewende“ Energiegenossenschaften als geeignete Multiplikatoren für suffiziente, also sparsame und damit umweltfreundliche, Lebensstile. weiterlesen…

IASS heißt jetzt RIFS

…und wird in Helmholtz eingegliedert

Aus IASS wird RIFS – und auch sonst ändert sich eine ganze Menge: So trägt das ehemalige IASS seit dem 01.01.2023 den Namen „Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit – Helmholtz-Zentrum Potsdam“ (Research Institute for Sustainability – Helmholtz Centre Potsdam – RIFS“). Es ist seit dem 01.01.2023 administrativ an das Helmholtz Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) angebunden und forscht damit künftig unter dem Dach der Helmholtz-Gemeinschaft. So jedenfalls eine Medienmitteilung des Instituts am 01.01.2023. Vor eineinhalb Jahren war das noch Konfliktstoff. (Foto: Hauptsitz des IASS, Berliner Straße Potsdam – © Clemensfranz – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Krisen mit Ressourcenschutz resilient meistern

FactorY-Magazin 2/2022 „Ressourcen“

Wie können wir uns resilienter gegen Krisen aufstellen? Wenn wir unseren Ressourcenverbrauch radikal reduzieren und dafür ein Wirtschaftssystem des Kreislaufs, der Vermeidung, des Erneuerbaren, der gerechten Teilhabe und Verteilung aufbauen, dann könnten wir uns dagegen wappnen. Wie wir schonend mit unseren endlichen Ressourcen umgehen und warum Ressourcenschutz der beste Klimaschutz ist, thematisiert die aktuelle (bereits am 14.12.2022 erschienene) FactorY-Ausgabe „Ressourcen“ des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie gGmbH und der Effizienz-Agentur NRW. weiterlesen…

EU-Gesetz gegen Entwaldung

Weltweit erste Verordnung gegen Waldeinschlag

Anfang 2023 müssen sowohl der Rat als auch das EU-Parlament noch offiziell über den gefundenen Kompromiss abstimmen: Aber dann wird der EU-Markt (relativ) frei von Produkten, die in Zusammenhang mit Entwaldung stehen. Laut Oroverde und Dutzender weiterer Naturschutz-NGO haben sich die Mühen gelohnt. Die Sitzung, in deren Rahmen sich EU-Kommission, EU-Parlament und EU-Ministerrat auf die wichtigsten Kernelemente der neuen Verordnung einigten, könne als Meilenstein betrachtet werden. Die drei Institutionen diskutierten am 06.12.2022 bis tief in die Nacht über Veränderungen am von der EU-Kommission im November 2021 vorgestellten Entwurf. weiterlesen…

Erneuter Wald-Warnruf

Europas Wälder zunehmend im Stress

Die europäischen Wälder werden zunehmend durch natürliche Störungen beeinträchtigt, wie eine neue Beobachtungsstudie zeigt – und der Klimawandel verstärkt dies wahrscheinlich. Ein internationales Team von Forstwissenschaftlerinnen und Forstwissenschaftlern der Wageningen University & Research (WUR), des Europäischen Forstinstituts (EFI), des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und 18 weiterer Forschungseinrichtungen aus ganz Europa untersuchte Schäden in Europas Wäldern und fand heraus, dass diese durch Störungen wie Wind, Feuer, Borkenkäfer und andere Einwirkungen von 1950 bis 2019 statistisch signifikant zugenommen haben. Das Untersuchungsergebnis wurde am 12.12.2022 open access in Global Change Biology publiziert. weiterlesen…

EU: Frankreich zeiht Deutschland der Scheinheiligkeit

Heuchlerische Positionen“ der Kritiker kohlenstoffarmen Wasserstoffs“ verurteilt

Während eines Treffens des EU-Energierates am 19.12.2022 hat die französische Ministerin die „heuchlerische“ Position ihres deutschen Amtskollegen gebrandmarkt , so Paul Messad im Portal euractiv. Es sei um die Einbeziehung von aus Atomstrom hergestelltem, kohlenstoffarmem Wasserstoff in die Ziele für die Entwicklung von erneuerbarem Wasserstoff gegangen, obwohl sich die beiden Länder vergangenen Monat auf Einhaltung der „technologischen Neutralität“ geeinigt hätten. weiterlesen…

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende

Notwendig: Verbindliche Ziele für eine echte Kreislaufwirtschaft

„Anders als geplant können wir Ende des Jahres leider nicht die Abschaltung der drei letzten AKW feiern – und starten dennoch im Neuen Jahr mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf 2023. Denn in Sachen Energiewende ist doch viel in Bewegung gekommen.“ So beginnt energiezukunft ihren Jahresrückblick 2022 (im Gegensatz zu den meisten Medien wirklich am 31.12.2022) – wir dokumentieren ihn. weiterlesen…