Reaktionen auf EU-Klimagesetz

FAZ: „Erste Raketenstufe auf dem Weg zum Mond“

Rauch und CO2 - Kohlekraftwerk Schkopau, Uniper - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyTrotz der vollmundigen Überschrift in der FAZ kritisierten – ebenso wie Greta Thunberg („Kapitulation“) – auch Umweltverbände und Grüne am EU-Klimagesetz, es gehe nicht weit genug. „Der Entwurf für das EU-Klimagesetz ist eine Enttäuschung“, erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). „Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bei der Vorstellung ihres Green Deal die Klimaschutz-Ambitionen der Europäischen Union mit der Mondlandung verglichen. Doch statt des großen Schritts für die Menschheit bleibt es bei zaghaftem Getrippel.“ Laut PIK-Direktor Ottmar Edenhofer ist es „an der Zeit, nicht mehr herum trippeln, sondern sich in Bewegung zu setzen. Es genügt aber nicht, die richtigen Ziele zu setzen. Wir brauchen klar definierte Wege und kurzfristige Einstiegspunkte, um die Ziele tatsächlich zu erreichen.“ weiterlesen…

Fragen und Antworten zum Klimagesetz

Überprüfbare Festlegungen für 30 Jahre

CO2-Ausstoß, Rauch und Wasserdampf im Nordwesten Berlins - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie EU-Kommission hat auf ihrer Webseite ec.europa.eu einen Fragen- und Antworten-Katalog zum neuen Klimagesetz zusammengestellt. Da die bisherigen Politiken nicht ausreichen würden, bis 2050 Klimaneutralität zu erzielen, bedürfe es eines ehrgeizigen Ansatzes, des EU-Klimagesetzes eben. Mit dem Klimagesetz werde das Ziel der EU rechtlich verankert, außerdem festgelegt, dass bestehende Strategien und sechs Rechtsvorschriften daraufhin zu überprüfen seien, ob sie mit dem Ziel der Klimaneutralität und dem festgelegten Zielpfad im Einklang stehen, damit der Übergang fair verlaufe und niemand zurückbleibe. Alle fünf Jahre werde die Kommission prüfen, ob der Zielpfad noch angemessen ist oder aktualisiert werden muss. Der Europäische Klimapakt werdedie Anstrengungen bündeln und Regionen, lokale Gemeinschaften, die Zivilgesellschaft, Schulen, die Industrie und Privatpersonen einbinden. Mit ihren Antworten hat die EU-Kommission allerdings auch Pflöcke eingeschlagen, an denen sie sich messen lassen wird müssen. weiterlesen…

Luftverschmutzung unter den weltweit führenden Gesundheitsrisiken

Durchschnittlich drei Jahre verloren – „gefährlicher als Rauchen“

Mainzer Forscher haben berechnet und in Cardiovascular Research publiziert: Die Folgen der Luftverschmutzung verkürzen das Leben der Menschen weltweit statistisch um durchschnittlich fast drei Jahre. Wird der Mensch langfristig der Luftverschmutzung ausgesetzt, erhöht sich das Risiko von Herz- und Atemwegserkrankungen – so Medienmitteilungen aus Mainz. Aus vielen Kohortenstudien wurde ein neuartiges Global Exposure Mortality Model (GEMM) abgeleitet, das eine deutlich verbesserte Erfassung der Exposition gegenüber Feinstaub ermöglicht. Die Forscher haben das GEMM angewandt, um die auf die Luftverschmutzung zurückzuführende gestiegene Sterblichkeit im globalen Maßstab zu bewerten und mit anderen Risikofaktoren zu vergleichen. weiterlesen…

BMU fördert verstärkt Fahrradinfrastruktur

75 bis 90 Prozent der Kosten für neue Projekte werden übernommen

Fahrräder und Roller, Berlin - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyKünftig wird das Bundesumweltministerium die Fahrradinfrastruktur in Deutschland noch stärker fördern. Bis zu 75 Prozent der Kosten für neue Projekte werden übernommen. Finanzschwache Kommunen können mit bis zu 90 Prozent gefördert werden. Mit dem novellierten Förderaufruf „Klimaschutz durch Radverkehr“ reagiert das Ministerium einer Medienmitteilung folgend auf die große Nachfrage nach mehr und besserer Radverkehrsinfrastruktur. So wurden die Fördertatbestände konkretisiert, eine höhere Förderquote und ein zweites Skizzenfenster eingeführt. Mit der finanziellen Unterstützung aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) sollen attraktive Angebote für einen nachhaltigen Radverkehr entwickelt werden. weiterlesen…

Schweiz investiert in Energieforschung

Berner Bundesrat beschließt neues Programm

Stromverteilung - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie Schweiz setzt ein neues Forschungsprogramm auf. Seine Laufzeit beträgt zwölf Jahre. Es soll zentrale Themen der Energiewende 2050 bearbeiten. Am 26.02.2020 verabschiedete der Berner Bundesrat den Bericht zum neuen Energieforschungsprogramm an das Parlament. Das Programm trägt den Namen SWEET (Swiss Energy Research for the Energy Transition). Seine Laufzeit beträgt zwölf Jahre, von 2021 bis 2032. Die Programmleitung von SWEET liegt beim Bundesamt für Energie (BFE). weiterlesen…

Drei Schritte für den Stopp des Artenverlustes

BUND und MdEP Martin Häusling zum Tag des Artenschutzes

Blumenwiese - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyAnlässlich des Internationalen Tags des Artenschutzes am 03.03.2020 fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Drei-Punkte-Strategie für Artenschutz. In Deutschland ist jede dritte Tier- und Pflanzenart in ihrem Bestand bedroht, bei den Wirbeltieren sind es gar zwei von drei Arten. Zahlreiche Arten sind vom Aussterben bedroht, unter anderem fast ein Fünftel aller Tagfalterarten. Der Europa-Abgeordnete Martin Häusling verlangt „konkrete politische Vorgaben zum Stopp des Artensterbens“. weiterlesen…

Waldschäden: BMEL veröffentlicht aktuelle Zahlen

800 Millionen zusätzliche Hilfen für Waldbesitzer – Bundesländer zuständig für Umsetzung

Waldsterben oberhalb von Ramsau, Obb. - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDas Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat aktuelle Zahlen zu den Waldschäden veröffentlicht, die seit Beginn des Jahres 2018 in Deutschland entstanden sind – durch Stürme, die extreme Dürre, Waldbrände und den Borkenkäferbefall. weiterlesen…

Hat Regierung bei Energiewende absichtlich versagt?

20 Jahre EEG kein Grund zum Feiern

Stillgelegte Zeche Zollverein, Dortmund - Foto © Agentur Zukunft für Solarify20 Jahre EEG – Grund zu feiern? Bei der Energiewende blockiert die Bundesregierung seit Jahren. Es drohen sogar Rückschritte. Das Staatsversagen hat System. Erneuerbare Energien-Autor Matthias Hochstätter*) fragt sich, ob das „Staatsversagen “ gar Absicht gewesen sein könnte. weiterlesen…

Deutsche Welle: EE-Ausbau wird nicht reichen

Lesehinweis: „Was behindert die Energiewende?“

Stop für Wind an Land - Foto © Agentur Zukunft für Solarify„Deutschland will weg von der Kohle, bis 2050 klimaneutral sein. Vor allem Wind- und Solarkraft sollen den Energiebedarf decken. Doch der Umbau hakt. Nun hat Wirtschaftsminister Altmaier eingelenkt. Bringt das die Wende?“ fragt Gero Rueter im Internetportal der Deutschen Welle. Obwohl die deutsche Energiewende lange weltweit ein Vorbild war – sie schuf viele Arbeitsplätze. Nun stockt die Energiewende aber, mehr als Hunderttausend Jobs gingen verloren. Gleichzeitig finde die Zukunft der Braunkohleindustrie mit ihren eben noch 20.000 Beschäftigten große Aufmerksamkeit – für die seien umfangreiche Hilfen für die Kohleindustrie beschlossen wurden. weiterlesen…

130 kmh würden 2,6 Mio. t CO2 einsparen

Tempolimit würde Treibhausgas-Ausstoß deutlich verringern

Bizarre Diskussion um Klimakrise und Treibhausgasausstoß: UBA, Naturschutzverbände und SPD dafür – Union bremst. Nach einer Mitteilung des Umweltbundesamts (UBA) könnte ein generelles Tempolimit auf Bundesautobahnen die Treibhausgasemissionen jährlich je nach Ausgestaltung um 1,9 bis 5,4 Millionen Tonnen verringern. Das ist das Ergebnis aktueller Berechnungen. Dirk Messner, Präsident des UBA: „Ein Tempolimit auf Autobahnen hilft uns, die Treibhausgasemissionen des Verkehrs in Deutschland zu senken. Bei Tempo 120 km/h liegen die Einsparungen bei 2,6 Millionen Tonnen jährlich. Selbst ein Tempolimit von 130 reduziert die Emissionen bereits um 1,9 Millionen Tonnen – und zwar sofort und praktisch ohne Mehrkosten.“ weiterlesen…