Lesehinweis: „So wird Wasserstoff grün“

„Da wird praktisch die gesamte Öl- und Gasindustrie durch etwas Neues ersetzt“

Grüner Wasserstoff - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyBei der Energiewende setzt die Politik auf Wasserstoff, dessen Produktion allerdings klimaschädliches CO2 freisetzt. Die Herstellung dieses Energieträgers ist also (noch) nicht CO2-neutral. Wie sie das werden kann, erklärten die Chemieprofessoren Beatriz Roldan und Robert Schlögl, beide Direktoren am Berliner Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft. In einem Interview mit Norbert Lossau in der Welt entwerfen sie am 06.03.2020 einen Weg in die grüne Wasserstoffwirtschaft, und erklären, wie sich der Energieträger klimafreundlich herstellen und Wasserstoff eine zentrale Rolle in einer klimaneutralen Energieversorgung spielen kann. weiterlesen…

Die Gefahr eines doppelten Selbstmordes

Aufrüstung und Erderwärmung – von Michael Müller, in MOVUM
– mit freundlicher Genehmigung des Autors –

Rendezvous mit dem Schicksal, das waren für US-Präsident Franklin D. Roosevelt die seltenen historischen Momente, in denen das frühzeitige Erkennen eines gesellschaftlichen Umbruchs, ein breites Bündnis entschlossen handelnder Akteure und die konkrete Vision für eine gute Zukunft zusammenkommen. Heute erleben wir erneut eine solche Schlüsselsituation, denn die Welt befindet sich am Rande des Friedens. Sie braucht neue Initiativen für eine soziale und ökologische Weltinnenpolitik. Sie braucht die Suche nach Gemeinsamkeit, statt die Konfrontation zu verschärfen. Doch dies wird zu wenig erkannt. Noch immer gibt es, vor allem in der Politik, aber auch in der alltäglichen Berichterstattung, einen eklatanten Widerspruch zwischen dem Wissen über die Zukunftsgefahren und dem alltäglichen Handeln. Die Lücke wird sogar größer. weiterlesen…

Greenpeace-Vorschlag: CO2-Ausstoß durch Zulassungssteuer senken

Reform der Kfz-Steuer kann Klima schützen und Einnahmen sichern

Eine Zulassungssteuer für Neuwagen mit hohem Spritverbrauch kann die CO2-Emissionen im Straßenverkehr deutlich senken. Wie eine solche Ergänzung der Kfz-Steuer aussehen muss, zeigt ein am 08.03.2020 in einer Medienmitteilung veröffentlichter Reformvorschlag des . Mit einer Zulassungssteuer ist es etwa der niederländischen Regierung gelungen, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß von Neuwagen innerhalb von zehn Jahren von einem mit Deutschland vergleichbaren Niveau auf einen europäischen Spitzenwert zu senken. weiterlesen…

Die Ökostromlücke, ihre Effekte und wie sie gestopft werden kann

Effekte der Windenergiekrise auf Strompreise und CO?-Emissionen sowie Optionen, um das 65-Prozent-Erneuerbare-Ziel 2030 noch zu erreichen

Strommasten, Windenergie und Autobahn im Thüringer Wald - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyFalls der Zubau von Windkraftanlagen an Land weiterhin stockt, wird Deutschland seine Ausbauziele für Erneuerbare Energien bis 2030 deutlich verfehlen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Stromnachfrage durch den zusätzlichen Strombedarf der Industrie ansteigt. Ein erheblich stärkerer Ausbau von Photovoltaik und Windenergie auf See kann die Ökostromlücke aber nur zum Teil schließen, eine Stärkung von Wind an Land bleibt notwendig – so eine am 04.03.2020 veröffentlichte Untersuchung von Agora Energiewende. weiterlesen…

BMVI zu CO2-Ausstoß des Schiffsverkehrs

Treibhausgas-Emissionen: ETS-Ausweitung auf Seeverkehr zuerst analysieren

Containerhafen Barcelona - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyIm internationalen Warenverkehr verursachen See- und Schienenverkehr geringere Treibhausgas-Emissionen als andere Verkehrsträger. Eine Ausweitung des ETS auf den Schiffsverkehr bedarf einer Analyse. Mit solcherlei Erkenntnissen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib 239/2020) am 03.03.2020 – beantwortet die Bundesregierung (19/17169) eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/16904). Solarify dokumentiert Fragen und Antworten; letztere fallen mitunter sehr zurückhaltend aus weiterlesen…

„EEG-Umlage senken, ohne Beihilfefreiheit zu gefährden“

BEE: „Kostenvorteil der Erneuerbaren endlich an Verbraucher weitergeben!“

Am BMWi: "Hier wird an der Energiewende gearbeitet" - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDer Bundesverband Erneuerbare Energien bewertet es einer Medienmitteilung zufolge kritisch, dass die Senkung der EEG-Umlage – wie im Klimapakt der Bundesregierung vorgesehen – durch Einnahmen aus der CO2-Bepreisung erreicht werden soll. BEE-Präsidentin Simone Peter: „Wir finanzieren über das EEG eine Erfolgsgeschichte: Erneuerbare Energien werden immer günstiger und sind damit ein wichtiger Standortfaktor für unsere Wirtschaft. Der Kostenvorteil der Erneuerbaren Energien muss jetzt endlich auch an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden“. weiterlesen…

Ausgleichszahlungen für stromintensive Industrie infolge des Kohleausstiegs

EWI entwickelt Methoden zur Bestimmung möglicher Kompensationen

Braunkohletagebau Welzow Süd - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyIn einem neuen Gutachten vom 04.03.2020 untersuchen Wissenschaftler des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität zu Köln die Auswirkungen des Kohleausstiegs auf die Großhandelsstrompreise und weitere Stromkostenkomponenten. In einem weiteren Schritt werden konkrete Methoden zur Abschätzung der möglichen Strompreisanstiege und Methoden zur Kompensationsbestimmung entwickelt. weiterlesen…

Verkehrssektor verfehlt Ziel – und nicht nur der

Gesamtabschätzung des Klimaschutzprogramms 2030 zeigt Handlungsbedarf

Verkehr in Berlin - Stau oder S-Bahn, eine Alternative - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie Maßnahmen des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung reichten nach den vorliegenden Abschätzungen nicht aus, damit Deutschland seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 erreicht. Insgesamt entstehe gegenüber den Zielen des Bundes-Klimaschutzgesetzes eine Lücke von rund 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent (CO2e), die zu viel ausgestoßen würden, heißt es in einer Pressemeldung des Freiburger Öko-Instituts e.V. vom 05.03.2020. weiterlesen…

Klimapaket der Bundesregierung verfehlt Ziele – Frage: wie weit?

Gutachten für zwei Ministerien senken Daumen

Reichstag - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify„Ungenügend“ (in Schulnoten „sechs – Versetzung gefährdet“) wäre die Benotung des mit großem Buhei im September vergangenen Jahres von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Klimapakets. Denn auch nach den „Klimaschutzmaßnahmen“ (die keineswegs alle diesen Namen verdienen) würden immer noch 46 Millionen Tonnen CO2 mehr ausgestoßen als nötig, angestrebt und verkündet, so SPIEGEL-Online und zahlreiche Umweltschutzorganisationen. Das prophezeien gleich zwei regierungsamtliche Gutachten – das oben ausführlicher behandelte für das Umwelt- und eines fürs Wirtschaftsministerium. weiterlesen…

EU – bis 2050 klimaneutral

Kommission schlägt EU-Klimagesetz vor und startet Konsultation zum Europäischen Klimapakt

Sonnenblumen - Foto © Agentur Zukunft für Solarify„Die Kommission hat am 04.03.2020 einen Vorschlag vorgelegt, um die politische Zusage der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden, rechtlich zu verankern und so unseren Planeten und die Menschen zu schützen. Mit dem Europäischen Klimagesetz wird 2050 als Ziel gesetzt und der Kurs für die gesamte EU-Politik festgelegt. Außerdem gibt das Klimagesetz Behörden, Unternehmen und Bürgern die nötige Planungssicherheit. Gleichzeitig startet die Kommission eine Konsultation zum geplanten Europäischen Klimapakt, um die Öffentlichkeit an der Konzeption dieses Instruments zu beteiligen“ – so eine Medienmitteilung aus Brüssel. weiterlesen…