Fessenheim geht vom Netz

Ende für Pannen-Akw nach 43 Jahren

Das umstrittene rechtsrheinische französische Atomkraftwerk Fessenheim unweit der deutschen Grenze nördlich von Basel geht vom Netz: Am 22.02.2020 soll der erste Druckwasserreaktor heruntergefahren werden, der zweite soll Ende Juni folgen. Damit endet der Betrieb des ältesten französischen AKWs nach 43 Jahren definitiv. Das älteste AKW Frankreichs kam aufgrund seiner Pannen wiederholt in die Schlagzeilen. Auch in der Schweiz und rechts des Rheins ist einer Meldung der kostenlosen Pendlerzeitung 20 Minuten und dem privaten Sender baden.fm zufolge die Erleichterung darüber groß. (Foto: AKW Fessenheim – © Florival_fr derivative work César – Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons) weiterlesen…

BUND-Appell an finnische MPin: „Datteln 4 stoppen!“

Besuch Sanna Marins bei Merkel

Anlässlich des Besuchs der finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin bei Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert der Bund Umwelt und Naturschutz einer Medienmitteilung zufolge an die Regierungschefin, die Fertigstellung des umstrittenen Kohlekraftwerks Datteln 4 zu stoppen. In Kürze wird der mehrheitlich im Besitz des finnischen Staats befindliche finnische Energieversorger Fortum die Mehrheit am Energieerzeuger Uniper, dem Betreiber des Kraftwerks Datteln 4, übernehmen. weiterlesen…

Startschuss für dritten Bericht der D-EITI

Elisabeth Winkelmeier-Becker neue Sonderbeauftragte für mehr Transparenz im Rohstoffsektor

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Elisabeth Winkelmeier-Becker, ist die neue Sonderbeauftragte der Bundesregierung für mehr Transparenz im Rohstoffsektor. Sie hat bei ihrem Antrittsbesuch am 19.02.2020 in der deutschen Multistakeholder-Gruppe (MSG) zur Implementierung der Extractive Industries Transparency Initiative (D-EITI) allen Mitgliedern der MSG für ihr großes, freiwilliges Engagement gedankt und sich über die Zukunftsvision für D-EITI ausgetauscht. weiterlesen…

EU-Bürgerbeauftragte untersucht fehlende Klimaprüfung fossiler Gas-Projekte

Aktivisten drängen auf Überprüfung der „Liste von gemeinsamem Interesse“

Die EU-Bürgerbeauftragte Emily O’Reilly hat am 13.02.2020 angekündigt, sie habe eine Untersuchung des Katalogs vorrangiger Energie-Projekte der Europäischen Kommission – die so genannte vierte EU-Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse (PCI) – eingeleitet, nachdem grüne Aktivisten eine Beschwerde über die Aufnahme neuer Gas-Infrastrukturen in die Liste eingereicht hatten. In einem Brief an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bat sie um Klarstellungen bezüglich der Aufnahme von Gasprojekten in die Liste. So Sam Morgan auf EURACTIV.com am 14.02.2020. weiterlesen…

Auch Schulze für beschleunigten Einstieg in Wasserstoff-Wirtschaft

Umweltministerin schlägt Kraftstoffquote im Flugverkehr als Marktanreiz vor

Die Bundesumweltministerin drückt ebenso wie ihre Kabinettskollegin Karliczek (siehe: solarify.eu/handelsblatt-wasserstoff-thema-groesste-gelddruckmaschinerie) beim Megathema Wasserstoff aufs Tempo. Sie will will rasch in die Wasserstoff-Wirtschaft einsteigen und so schnell wie möglich einen Markthochlauf organisieren. „Es geht darum, dass deutsche Anlagenbauer ihre Technologieführerschaft bei der Herstellung von Wasserstoff und den Folgeprodukten, also etwa synthetischen Kraftstoffen, halten und ausbauen können“, sagte Schulze dem Handelsblatt. weiterlesen…

Energiewende braucht Netze – aber auch für Wasserstoff

ÜNB-Szenariorahmen 2035_2040 reicht nicht

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben zwar einen Szenariorahmen für den Stromnetzausbau bis 2035 und 2040 vorgelegt (siehe solarify.eu/uebertragungsnetzbetreiber-mit-entwurf-fuer-szenariorahmen-nep-2035). Aber der reicht nicht – und was ist mit Gas? fragt NIcole Weinhold in Erneuerbare Energien. Die Bundesnetzagentur hat am 13.02.2020 den Trassenkorridor für den südlichsten Abschnitt in Bayern der Gleichstromverbindung SuedOstLink festgelegt (siehe solarify.eu/bundesnetzagentur-legt-trassenkorridor-von-schwandorf-bis-akw-isar-fest). Nach allen Planungsänderungen und Widerständen aus Bayern ist das schon ein wichtiger Schritt nach vorn. weiterlesen…

Stromnetze der Zukunft auf Erneuerbare ausrichten…

…fordert der BEE

„Um die Anforderungen aus dem Klimaschutzgesetz zu stemmen, muss die Energiewende deutlich beschleunigt werden. Es ist daher gut, dass die vier Übertragungsnetzbetreiber einen soliden Szenariorahmen für den Stromnetzausbau bis in die Jahre 2035 und 2040 vorgelegt haben (siehe solarify.eu/uebertragungsnetzbetreiber-mit-entwurf-fuer-szenariorahmen-nep-2035), der dem dynamischeren Ausbau Erneuerbarer Energien und dem Kohleausstieg Rechnung trägt“, so BEE-Präsidentin Simone Peter. Allerdings sei weiterhin „keines der vorgelegten Szenarien dazu geeignet, die Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens zu erfüllen“. weiterlesen…

Übertragungsnetzbetreiber mit Entwurf für Szenariorahmen NEP 2035

Bundesnetzagentur lädt zu öffentlicher Diskussion ein

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 17.01.2020 den von den vier Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW vorgelegten Szenariorahmenentwurf zum Netzentwicklungsplan (NEP) 2035 (2021) veröffentlicht und zur öffentlichen Diskussion darüber eingeladen – so eine Medienmitteilung von TenneT TSO. Die Übertragungsnetz­betreiber haben darin vier mögliche Szenarien abgebildet. Dabei wird die Energie­wende mit unterschiedlich starken Ausprägungen der Sektorenkopplung und mit einer unterschiedlichen Netzorientierung von Erzeuger- und Verbraucherverhalten realisiert. weiterlesen…

Bundesnetzagentur legt Trassenkorridor von Schwandorf bis AKW Isar fest

Südlichster Abschnitt der Gleichstromverbindung SuedOstLink

Die Bundesnetzagentur hat am 14.02.2020 dem TenneT-Vorschlag folgend den Trassenkorridor für den südlichsten Abschnitt der Gleichstromverbindung SuedOstLink in Bayern festgelegt – so eine Medienmitteilung. Er beginnt bei Pfreimd, verläuft westlich von Schwandorf, quert die Donau bei Pfatter und endet am Kernkraftwerksstandort Isar. Dieses Teilstück des SuedOstLink ist ca. 121 Kilometer lang, 500 bis 1000 Meter breit und wird ausschließlich als Erdkabel realisiert. weiterlesen…

Zusammenspiel von Industrie- und Klimapolitik erforderlich

Wuppertal Institut gibt Impulse zur Umsetzung des europäischen Green Deal

Der „Green Deal“ der EU-Kommission sieht vor, Europa bis 2050 treibhausgasneutral zu machen. Das stellt die energieintensiven Branchen wie die Grundstoffindustrie vor große Herausforderungen. Wie gelingt der Spagat zwischen den ambitionierten EU-Klimazielen und der energieintensiven Produktion von Stahl, Zement, Chemikalien, Glas und Papier? Pof. Manfred Fischedick und Prof. Stefan Lechtenböhmer vom Wuppertal Institut geben in ihrem neuen inBrief Empfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung des politischen Rahmens. weiterlesen…