Schulze zu Plastiktütenverbot und Klimaschutzgesetz…

…im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung

Das am 06.11.2019 im Bundeskabinett beschlossene Verbot von Plastiktüten ist nach Aussage von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) nur eine Initiative aus dem von ihr auf den Weg gebrachten Fünf-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling. Vor dem Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung sagte Schulze dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge, dazu gehöre auch das europaweite Verbot von überflüssigen Einwegplastikartikeln, bei dem sie mit dem Handel in der Diskussion stehe, ob das nicht schneller zu schaffen sei, als die in der EU vereinbarten Übergangsfristen vorsehen. weiterlesen…

Karliczek gegen eigenes Schulfach Klimaschutz

Italien hat es schon – BMU redet mit Jugendlichen

Der italienische Bildungsminister Lorenzo Fioramonti (Fünf-Sterne-Partei) hat angekündigt, sein Land werde als erstes Klimaschutz als Schulpflichtfach einführen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek lehnt ein solches Schulfach Klimaschutz nach dem Vorbild Italiens ab. „Es werden immer wieder Wünsche laut, neue Fächer einzuführen, generell sehe ich dies skeptisch“, sagte die CDU-Politikerin der Augsburger Allgemeinen am 08.11.2019. weiterlesen…

Bundesrat fordert neue Impulse für Erneuerbare Energien

Abschaffung der Deckelung bei Photovoltaik und schnellere Genehmigungsverfahren

Der Bundesrat fordert umgehend Maßnahmen, um die Erneuerbaren Energien weiter auszubauen. Ansonsten könnten die klimapolitischen Ziele nicht erreicht werden, heißt es in einer Entschließung, die er in seiner 982. Sitzung am 08.11.2019 gefasst hat. Konkreten Handlungsbedarf sieht der Bundesrat bei den Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen: Sie müssten schneller und einfacher werden. Außerdem verlangt er, die Netzausbaugebiete abzuschaffen, da sie den Ausbau der Windenergie behinderten. weiterlesen…

CO2-Bepreisung: Bundesrat sieht Korrekturbedarf   

Zu bürokratisch – vereinfachen!

Angesichts der von der Bundesregierung geplanten CO2-Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr warnt der Bundesrat vor wachsender Bürokratie. Der damit verbundene zusätzliche Aufwand der Unternehmen könne ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Die Regeln sollten deshalb vereinfacht werden, verlangte die Länderkammer in ihrer 982. Plenarsitzung am 08.11.2019. weiterlesen…

Angst um die Windkraft

Graichen: „Das 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung ist damit völlig unerreichbar“

Neue Windräder sollen mindestens einen Kilometer von Wohngebieten entfernt sein, so der Plan der Bundesregierung. Diese neuen Regeln könnten die Energiewende abwürgen. Kritiker fürchten nun, dass die Windenergie auf Jahre hinaus nicht weiter ausgebaut werden kann, sollte für Windräder ein Mindestabstand gelten, wie von der Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung am 10.11.2019 schrieb. weiterlesen…

Windriese Enercon kündigt einem Viertel der Mitarbeiter

LEE NRW: „Bundesregierung beendet Windkraft-Ausbau“

Der Windkraftanlagenbauer Enercon muss sich zahlreichen Medienberichten vom 08.11.2019 (hier n-tv) zufolge schon wieder einer Radikalkur unterziehen: Bis zu 3.000 Mitarbeiter – allein an den Standorten Aurich und Magdeburg sollen jeweils 1.500 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Erst 2018 waren rund 800 bei den Zulieferbetrieben von Enercon entlassen worden. Außerdem sollen Verträge mit Zulieferern gekappt werden. Enercon-Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig sagte der Süddeutschen Zeitung, die der Energiepolitik der Bundesregierung geschuldete Krise der Energiewende sei bei seinem Unternehmen angekommen.(Foto: Kanzel eines Enercon-Windgenerators – © Gerhard Hofmann für Solarify) weiterlesen…

Depressionen, Asthma, Cholera

Was bedeutet der Klimawandel für unsere Gesundheit?

Die Bedrohung durch den Klimawandel wird fassbar, wenn man die gesundheitlichen Folgen für Menschen durchbuchstabiert. Die erhöhte Sterblichkeit bei extremen Temperaturen ist nur die augenfälligste Gefahr. Julia Schaaf und Lucia Schmidt aus dem Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung haben die Tragweite der Erderwärmung und ihrer Folgen für unsere Gesundheit unter die Lupe genommen. weiterlesen…

PtX-Technologie erspart uns nicht das Stromsparen

Bedeutung von Power-to-X für den Klimaschutz in Deutschland

Power-to-X-Stoffe können im Flug- und Schiffsverkehr, in der Industrie und für die Versorgungssicherheit im Stromsektor ab dem Jahr 2030 einen Beitrag leisten, um die langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen. Sie tragen jedoch nicht automatisch zum Klimaschutz bei, sondern nur dann, wenn sie aus zusätzlich erzeugtem erneuerbarem Strom hergestellt werden. Dazu hat das Öko-Institut e.V. in Freiburg am 07.11.2019 die Studie „Die Bedeutung strombasierterStoffefür den Klimaschutz in Deutschland“ vorgestellt, in der es um die Zusammenfassung und Einordnung des Wissenstands zur Herstellung und Nutzung strombasierter Energieträger und Grundstoffe geht. weiterlesen…

Helfen oder schaden Energieimporte der Energiewende?

ESYS-Debatte: Importe nur, wenn CO2-frei – Energieproduktion in Exportländern problematisch

Damit Deutschland seine Klimaziele schaffen kann, muss sich die Leistung aus Wind- und Solarenergie vervielfachen. Doch die heimischen Potenziale sind begrenzt. Regenerativ erzeugte Energieträger aus wind- und sonnenreichen Regionen zu importieren, könnte eine Lösung sein. Sollte Deutschland also auf Energieimporte setzen? In der Reihe ESYS-Debatte findet Jochen Kreusel (ABB), diese Option wird bisher unterschätzt, weil sie dem Wunsch nach Energieautarkie widerspricht. Dabei könne Energie sowohl über das elektrische Verbundnetz als auch in Form von gasförmigen oder flüssigen Energieträgern eingeführt werden. Damit keine fossile Energie eingespeist wird, müsse strikt geprüft werden, dass alle Importe CO2-frei sind. Justus Andreas (Bellona) ist der Ansicht, synthetische Gase und Kraftstoffe eignen sich nicht als Übergangslösung in die Wasserstoffwirtschaft. Bevor Deutschland Power-to-X aus Regionen wie Nahost, Nordafrika oder Australien importiert, sollten diese Länder ihr Erneuerbaren-Potenzial nutzen, um ihre eigenen CO2-Emissionen senken. Und Deutschland wäre gut beraten, sich auf die Nutzung von Wasserstoff und die Direktelektrifizierung zu konzentrieren. Solarify dokumentiert (Hervorhebungen durch ESYS). weiterlesen…

Nach dem EEG

Post-EEG-Lösung für Erneuerbare Energieanlagen

Im Januar 2021 fallen die ersten EEG Anlagen aus der EEG-Förderung und verlieren im selben Moment alle Privilegien, die ihnen das EEG für einen Zeitraum von 20 Jahren zugesichert hatte. Vielen Anlagebetreiber ist nicht klar, dass ihre Photovoltaik- oder Windkraftanlage über Nacht behandelt wird wie ein Atom- oder Kohlekraftwerk. Wer sich als Betreiber nicht kümmert, riskiert Ärger. Die aktuelle Gesetzeslage ist für Erneuerbare Energieanlagen in einem Post-EEG Szenario nicht optimal. Mit dem Auslaufen der Förderung kann verlieren die Anlagen auch ihre Privilegien und der weitere Betrieb kann unwirtschaftlich werden. Thorsten Zoerner, CEO und Gründer des Heidelberger Grünstromunternehmens Stromdao GmbH bietet intelligente Lösungen für einen nachhaltigen Weiterbetrieb Erneuerbarer Energieanlagen auf Basis regionaler Wertschöpfung, die er am 07.11.2019 beim StadtwerkeForum in Köln offiziell vorgestellt hat. (Foto: 150-kW-Anlage, Jahresertrag 225.000 kWh – © Zoerner) weiterlesen…