Es geht nicht darum, das Auto abzuschaffen

Mobilitätsatlas: Lebenswerte Städte, gut vernetzte Regionen

Mobilität für alle Menschen zu ermöglichen, ohne die Umwelt zu zerstören, das ist in Zeiten der Klimakrise eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Damit die Verkehrswende gelingt, braucht es überzeugende Konzepte, politischen Willen und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Der Mobilitätsatlas befasst sich mit den zentralen Handlungsfeldern für die Verkehrswende wie alternative Antriebe, Stärkung des ÖPNV und Vernetzung von Verkehrsträgern. Der Mobilitätsatlas ist eine gemeinsame Publikation der Heinrich-Böll-Stiftung und des ökologischen Verkehrsclub VCD. Er wurde 05.11.2019 in Berlin präsentiert. weiterlesen…

11.000 Forscher warnen vor Klimakatastrophe

„Noch nie dagewesenes Leid“ droht

Während die US-Regierung in einem Schreiben an die UN offiziell ihre Kündigung für das Klimaabkommen von Paris eingereicht hat (Außenminister Mike Pompeo erklärte in einer Stellungnahme, der Pakt sei eine „unfaire Belastung“ für die US-Wirtschaft), warnen – knapp vier Wochen vor dem UN-Klimagipfel – 11.000 Wissenschaftler aus 153 Ländern (darunter 871 deutsche Forscher) in einem gemeinsamen Appell in der Fachzeitschrift BioScience vor einer rapiden Zunahme der Erderwärmung und einem „Weiter So“ im Kampf gegen den Klimawandel. „Noch nie dagewesenes Leid“ stehe uns bevor, wenn nicht entschlossen und rasch gehandelt werde. weiterlesen…

Treibhausgasneutral und ressourceneffizient bis 2050

RESCUE-Studie untersucht sechs Szenarien für eine gleichzeitige Klima- und Rohstoffwende in Deutschland

Das Umweltbundesamt (UBA) hat in seiner neuen RESCUE-Studie untersucht, wie Deutschland bis 2050 Treibhausgasneutralität erreicht und gleichzeitig 70 Prozent weniger Rohstoffe und Ressourcen nutzen kann. Die RESCUE-Studie zeichnet dazu in sechs Szenarien mögliche, im Detail aber noch auszugestaltende Pfade auf. Die Szenarien sollen der Bundesregierung helfen, das vereinbarte Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 mit Leben zu füllen. weiterlesen…

Unser Vermächtnis an die Menschheit

Emissionen aus nur 15 Jahren können 20cm Meeresspiegelanstieg erzeugen

Allein die bislang vorliegenden Klimaschutzpläne der Länder bis 2030 könnten den Meeresspiegel bis 2300 um 20 Zentimeter ansteigen lassen, wenn die Regierungen Ihre Selbstverpflichtungen nicht noch einmal deutlich nachbessern. Das zeigt eine neue Studie, die jetzt in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde. Die Arbeit von Forschern der Climate Analytics in Berlin und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt erstmals die konkreten Auswirkungen der bislang vereinbarten Vorhaben der einzelnen Länder zur Emissionsreduktion im Rahmen des Pariser Klimaabkommens mit Blick auf den längerfristigen Meeresspiegelanstieg. weiterlesen…

Kaufprämien, Ladeinfrastruktur und Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Merkels Podcast zum E-Mobilitäts-Gipfel

Die Bundesregierung will gemeinsam mit der Autoindustrie den Wandel in der Mobilität vorantreiben. Sie berät über die Zukunft des Verkehrs in der „Nationalen Plattform Mobilität“, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast sagte. Außerdem hat es dazu einer Medienmitteilung aus dem Kanzleramt zufolge am 04.11.2019 zum zweiten Mal im Rahmen der Konzertierten Aktion Mobilität den strategischen Dialog mit der Automobilindustrie gegeben. Solarify dokumentiert den Blog und die Ergebnisse des Autogipfels. weiterlesen…

Von der Wirtschaft dringend gesucht: Mehr Erneuerbare Energien

Blogbeitrag von Karl-Heinz Remmers

„Während in Politik und Öffentlichkeit noch immer so einige meinen, sie täten mit mehr Erneuerbaren nur Greta einen Gefallen, werden die Rufe der Wirtschaft nach einem wesentlich schnelleren Ausbau der regenerativen Energien immer lauter. Wer sind die Akteure und was steht“ dahinter?“ fragt Karl-Heinz Remmers in seinem jüngsten Blog auf solarpraxis vom 03.11.2019. (Foto: Karl-Heinz Remmers – © Solarify) weiterlesen…

Was wird aus der Arbeit, wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst?

Buchtipp: „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“

Der hohe Ressourcenverbrauch und die Emissionen unseres Wirtschaftens sprengen die planetaren Grenzen. Trotzdem halten viele in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am Ziel fest, die Wirtschaftsleistung weiter zu steigern. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Wirtschaftswachstum ausreichend Arbeitsplätze schaffen soll. Was aber wird aus der Arbeit, wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst – oder nicht mehr wachsen soll? Das ist das Thema eines Buches, dessen Herausgeberinnen Irmi Seidl und Angelika Zahrnt die Antwort haben: aus der Erwerbsarbeit muss ein Tätigsein werden. weiterlesen…

Pkw-Spritverbrauch gesunken, Fahrleistung gestiegen

CO2-Emissionen kaum verändert

Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch von Diesel- und Benzin-Pkw ist in den vergangenen Jahren gesunken – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib/HAU). Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/13944) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/13299) hervor. Die Regierung beruft sich dabei auf Zahlen des Umwelt- und des Kraftfahrt-Bundesamtes. Danach wurden 2010 durchschnittlich 6,86 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbraucht – 2019 waren es 5,6 Liter. Der durchschnittliche Benzinverbrauch sank von 8,09 Litern (20109 auf 6,5 Liter (2019). Der durchschnittliche CO2-Ausstoß sank der Vorlage zufolge von 184 im Jahr 2010 auf 149 g/km in 2019. weiterlesen…

Der wirkliche CO2-Gehalt unserer Produkte

Der Konsument kann nicht lesen, will auch nichts wissen

FIAT 500x - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDer kleinste ist der größte Dreckspatz – ein FIAT 500x-SUV schoss bei einem NOx-Abgastest vor drei Jahren den Vogel ab: 17fache Grenzwertüberschreitung. Dabei ist die Bezeichnung SUV für einen 500er Fiat eher Angeberei. Die Abkürzung „SUV“ bedeutet eigentlich „Sports Utility Vehicle“, wörtlich „Sport-Nutzfahrzeug“ – in Wirklichkeit sind die Ego-Krücken nicht sportlich, sondern brutale CO2-Schleudern. Die ADAC-Motorwelt (13 Mio. Auflage) wollte „die Diskussion versachlichen“ und gewissensgeplagten Fahrern jetzt mit einem SUV-Faktencheck das schlechte Gewissen nehmen. Aber SPIEGEL-Kolumnist stutzte beim Durchlesen: In dem Test fehlt stets die wichtigste Zahl – der CO2-Ausstoß. Stöcker: „Das ist ein Symptom: Wir alle sind Klima-Analphabeten.“ weiterlesen…

ZDF: Windkraft-Desaster in drei Kapiteln

Abstandsregeln am Pranger

Bau eines Windgenerators - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify„Aus Kohle- und Atomkraft auszusteigen ist das eine, gleichzeitig die Windenergie auf Null zu bringen ist Wirklichkeitsverleugnung“ so der sarkastische Kommentar von ZDF-Hauptstadtstudio-Chef Theo Koll am Ende der Sendung „Berlin Direkt“ – zu Beginn war er ebenso deutlich geworden: „CDU und SPD befinden sich beide in einem Zustand autoaggressiver Verwirrtheit – unzufrieden mit sich selbst und der eigenen Führung – wenn eine solche überhaupt vorhanden ist. Und die Kanzlerin schweigt, als hätte sie mit all dem nichts zu tun“. In der Sendung ein deprimierender Bericht über das Windkraftdesaster. „Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes erschwert die Große Koalition den Ausbau der Windenergie in diesen Tagen deutlich. Jobs und Klimaziele stehen auf der Kippe, so ZDF-Autor Florian Neuhann. weiterlesen…