Seltene Einigkeit

Gewerkschaft und RWE-Chef warnen vor Kohleausstieg

Vassiliadis sprach gar von „Fundamentalismus“ und warnte vor „Weltuntergangsrhetorik“. Mehr als 1.000 Betriebsräte aus den IG-BCE-Branchen berieten dazu am 11.12.2017 im Rahmen einer Konferenz „Berliner Erklärung“ mit dem Titel „Energie, Industrie, Klima – Unsere Zukunftsstrategie“. „Wir starten heute eine neue Intensität der Auseinandersetzung um gute Industriearbeit der Zukunft“, sagte der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis. weiterlesen…

VW-Müller will Dieselprivileg abschaffen – erschreckende Werte in Berlin

Handfeste ökonomische Motive

Der VW-Vorstandschef warb darüber hinaus für die Einführung von blauen Umweltplaketten in Städten. Die Vergabe sollte an einen bestimmten Stickoxid-Wert gebunden werden. „Nur wer darunter liegt, dürfte dann auch künftig in Städte fahren“, sagte Müller dem Handelsblatt. Nach seiner Einschätzung müssten Politik und Automobilhersteller „alles unternehmen, um großflächige Fahrverbote zu verhindern“. weiterlesen…

Strategien für klimafreundliche Mobilität

ESYS-Analyse Pfadabhängigkeiten in der Energiewende. Das Beispiel Mobilität

Einer gemeinsamen Pressemitteilung des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften vom 11.12.2017 zufolge zeigt die Analyse Pfadabhängigkeiten in der Energiewende. Das Beispiel Mobilität zeigt Strategien für den Umgang mit Pfadabhängigkeiten auf und will damit Politiker in ihrem Entscheidungsprozess unterstützen. weiterlesen…

COP23 wirkt indirekt

Emissionsarmes Investment auf dem Vormarsch

„Großanleger sind klimastrategisch meist schwach aufgestellt. Der Bonner Gipfel ignorierte das. Aber Initiativen rufen dazu auf, mehr in emissionsarme Branchen und Geschäftsfelder zu investieren“, schreibt Susanne Bergius in Handelsblatt Nachhaltige Investments. Die Klimaschutzanstrengungen müssten verstärkt werden. So hätten institutionelle Investoren die 23. Runde der UN-Klimaschutzverhandlungen (COP 23) in der zweiten Novemberhälfte in Bonn kommentiert. weiterlesen…

Stromnetze-Leistung steigern, Energiewende-Kosten senken

Sofortastaßnahmen zur Netzbetriebs-Optimierung vorgeschlagen – Umsetzung vergleichsweise einfach

Die Leistung der großen Stromübertragungsnetze lässt sich durch eine Reihe von kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen deutlich steigern. Dadurch werden Netzüberlastungen vermindert und somit Kosten für die Abregelung von Erneuerbare-Energien-Anlagen sowie den sogenannten Redispatch eingespart. So kann die Energiewende effizienter gelingen. Das zeigt ein neues Impulspapier des Thinktanks Agora Energiewende. Ein Nebeneffekt der Netzoptimierung besteht darin, dass sie die einheitliche Gebotszone im deutschen Strommarkt stärkt. weiterlesen…

Hans-Josef Fell: 80 Ökonomen pro Fossilausstieg…


…und Martin Schulz will Kohleausstieg

Mehr als 80 Ökonomen fordern das sofortige Ende aller fossilen Energieinvestitionen. Auch Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin für Energie, Verkehr, Umwelt im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und wissenschaftlicher Chair der Energy Watch Group, gehört zu den Erstunterzeichnerinnen des Appells an den „Eine Welt Gipfel“, der am 12.12.2017 zwei Jahre nach der Pariser Klimaschutzkonferenz unter Leitung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron stattfinden wird. Anmerkungen des Energie-Experten Hans-Josef Fell. weiterlesen…

AGEB mit Effizienzindikatoren

Ausgewählt zur Energiebilanz Deutschlands (1990-2016)

„Die Beobachtung der Energieeffizienz durch die AG Energiebilanzen ist ein wichtiger Beitrag zum Monitoring der Energiewende in Deutschland. Methoden und Grundlagen zur Berechnung der Energiebilanz wurden im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums aufwändig erarbeitet,“ so der Überblick über die 23seitige Ausarbeitung mit vielen Grafiken. „Auf diesen Grundlagen berechnet die AG Energiebilanzen regelmäßig aktuelle gesamtwirtschaftliche und sektorbezogeneStatistiken zur Entwicklung der Energieeffizienz in Deutschland sowie Zeitreihen ab 1990.“ Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Die SPD, das Klima und die Kohle


Raus aus dem EE-Bremserhäuschen?

Die SPD tat sich schon immer schwer mit dem Kohleausstieg. Die Genossen hatten zwar auch in ihrem Wahlprogramm dafür plädiert, wollten aber erst ab 2050 ohne fossile Energieträger auskommen – das ist lange hin. Und bis zum Berginn des SPD-Parteitags in Berlin am 07.12.2017 schien es so, als ob die SPD die Themen Energie und Klima weiterhin zögerlich und nebenbei behandle. Ganze sieben Zeilen hatte sie im entscheidenden Parteitags-Antrag darauf verwandt. Nun steuerte SPD-Chef Martin Schulz überraschend um: In seiner (Wieder-)Wahlbewerbungsrede plädierte er für eine neue Umweltpolitik. Nur durch einen Ausstieg aus der Kohle könnten die Klimaziele erreicht werden. weiterlesen…

Wem gehört der Himmel

Atmosphäre zu gemeinsamem Eigentumssystem werden

Die Erklärung der Menschenrechte ist zu wenig: George Adamson formulierte einst: „Darüber, wer die Welt erschaffen hat, lässt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird.“ Übersetzt ins Heute heißt das: Um die Katastrophe noch abwenden zu können, ist ein radikales Umdenken erforderlich. Insbesondere gilt es, eine revolutionäre Erkenntnis zu erlangen: Die Nutzung aller begrenzten Ressourcen wie Atmosphäre, Meere oder Böden muss völkerrechtlich verbindlich geregelt werden. Denn noch heute kann sie jeder eigenmächtig als Deponieraum nutzen. Ein Kommentar von Matthias Hüttmann. weiterlesen…

Nordsee-Ölbohrungen provozieren Methan-Emissionen

Verband leugnet Problem

Wie das ARD-Magazin plusmminus am 06.12.2017 mitteilte (Bericht: Alexa Höber), haben Wissenschaftler vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel durch mehrere Expeditionen nachgewiesen, dass Öl- und Gaskonzerne bei Bohrungen in der Nordsee flache Gastaschen durchstoßen hätten, aus denen Methan aufsteige. Methan bleibt zwar kürzer in der Atmosphäre, ist aber 25mal klimaschädlicher als CO2. Weil der Bohrvorgang Risse im Untergrund verursache, steige das klimaschädliche Gas im Bohrloch auf – teilweise noch Jahrzehnte nach Stilllegung der Bohrstelle. Die Ergebnisse wurden vom GEOMAR bereits im August, und auch in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht. weiterlesen…