Dominoeffekt im Amazonas-Regenwald kann Biodiversität helfen?

Dürreperioden setzen Abwärtsspirale in Gang

Der Waldverlust durch Abholzen im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen. Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, so steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlustes, so hat ein internationales Team von Wissenschaftlern unter anderem von der TU München und dem PIK Potsdam herausgefunden und am 13.03.2017 in Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…

Klimawandel schadet US-Ernten

Bewässerung kein Allheilmittel – Ernährungssicherheit in Gefahr

Steigende Temperaturen sind ein Risiko für einige der wichtigsten Getreide. Um besser abschätzen zu können, wie die von unserem Treibhausgas-Ausstoß verursachte Erwärmung Weizen, Mais und Soja schädigt, hat nach Angaben des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung ein internationales Wissenschaftler-Team umfassende Computer-Simulationen zu US-Ernten laufen lassen, die zeigten, wie in der Vergangenheit hohe Temperaturen Ernten teils stark verringert haben; sie erhärten damit ihre Tauglichkeit für Projektionen in die Zukunft. Wichtiges Ergebnis: Die verstärkte Bewässerung von Feldern kann die negativen Auswirkungen des Klimawandels Nahrungsmittel-Anbau verringern – allerdings nur in Regionen mit genügend Wasser. Letztlich muss der Klimawandel begrenzt werden, um die Ernten zu stabilisieren. weiterlesen…

50 Hertz: Geringerer Redispatch trotz mehr EE

Geschäftsbilanz 2016: Energiewende und Versorgungssicherheit schließen einander nicht aus – Netzausbau hilfreich

Die für den Norden und Osten Deutschlands verantwortliche Übertragungsnetzbetreiberin 50Hertz Transmission GmbH hat am 13.03.2017 ihre Geschäfts- und Tätigkeitsbilanz für 2016 vorgelegt. Trotz hohen Anteils von Photovoltaik und Windkraft habe 50Hertz die Redispatchkosten für notwendige Ausgleichsmaßnahmen zur Stabilisierung des Netzes im vergangenen Jahr halbiert. Das zeige, dass der Ausbau des Übertragungsnetzes unabdingbar sei, um die Energiewende möglichst effizient zu gestalten, so 50Hertz-Chef Boris Schucht. weiterlesen…

Trump schafft alle Klimaschutz-Programme ab

Brutaler Kahlschlag zugunsten von Militärausgaben – Kongress muss zustimmen

Am 16.03.2017 stellte US-Präsident Donald Trump unter dem wenig überraschenden Slogan „America First“ seinen ersten Budgetvorschlag ins Netz. Doch das Motto scheint nicht für den Schutz von Gesundheit, Umwelt und Klima zu gelten. Trump setzt bei der US-Umweltbehörde EPA – und nicht nur da: auch bei der Entwicklungshilfe – massiv den Rotstift an. Vor allem Klimaschutzmaßnahmen sind betroffen. Protest regt sich – wie u.a. der Deutschlandfunk berichtet. weiterlesen…

Baden-Württemberg will mehr PV

Kabinett verabschiedet Freiflächen-Verordnung für mehr Solarstrom

Nach Abschluss der Anhörung hat die Landesregierung gestern die so genannte Freiflächen-Öffnungsverordnung verabschiedet. Mit dieser Verordnung nutzt Baden-Württemberg eine Klausel im Erneuerbare-Energien-Gesetz, die es den Ländern erlaubt, die für große PV-Freiflächenanlagen zugelassenen Flächen in Teilen selbst zu definieren und damit über die Regeln im EEG hinauszugehen – so eine Mitteilung aus dem BW-Umeltministerium. weiterlesen…

Klimawandel bedroht Great Barrier Reef

Große Teile bereits abgestorben

„Das Great Barrier Reef in Australien ist seit langem eines der schönsten Naturwunder der Welt gewesen – so enorm, dass man es aus dem Weltraum sehen kann – und so schön, dass Besucher zu Tränen rührt. Doch jetzt sind das Riff und die Fülle der Meeresbewohner um es herum in ernsthaften Schwierigkeiten,“ schrieb die sonst so nüchterne New York Times blumig. Hunderte von Kilometern des ursprünglich unberührten nördlichen Sektors seien vor kurzem als abgestorben festgestellt worden, vom überhitzten Meerwasser im vergangenen Jahr getötet. Die NYT zitiert damit einen am 15.03.2017 im Fachmagazin nature veröffentlichten Artikel. weiterlesen…

Grüne: CO2-Einsparziele werden krachend verfehlt

Deutscher CO2-Ausstoß steigt – Klimaziele kaum zu halten

Rauch-und-Wasserdampffahnen-im-Norden-von-Berlin-Foto-©-Gerhard-Hofmann-Agentur-Zukunft-für-Solarify„Deutschland kommt beim Klimaschutz nicht voran. Das zeigt ein neues Gutachten. Die Grünen sprechen von einem ‚Offenbarungseid für die Klimapolitik der Bundesregierung‘ – doch im Kanzleramt will man es ruhig angehen lassen,“ schreibt Horand Knaup im Spiegel. Und wirklich: Trotz (oder wegen?) der Energiewende wurde in Deutschland 2016 mehr CO2 ausgestoßen als 2015. Die Klimaziele 2020 rücken in weitere Ferne. weiterlesen…

Pro Braunkohle und Erneuerbare

Rede Merkels vor VKU-Verbandstagung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor 1.000 Teilnehmern der VKU-Verbandstagung in Berlin erneut eine Lanze für die Braunkohle gebrochen. Eine Absage erteilte sie der immer wieder erhobenen Forderung, der Ausstieg aus der Braunkohle-Verstromung müsse vorangetrieben werden, mit dem Hinweis, man wolle „auch weiter einen breiten Versorgungsmix, weil wir das Zieldreieck aus Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Bezahlbarkeit im Auge haben“, sagte sie am 14.03.2017. Gleichzeitig nannte sie die Erneuerbaren Energien „wichtigste Säulen unserer Energieversorgung“. weiterlesen…

E.ON mit 16 Mrd. Verlust – Entlassungen

Hauptgrund: Energiewende verschlafen

„E.ON schließt strategische Neuausrichtung bilanziell ab“,  lautete die Überschrift über der Pressemitteilung des Energieversorgers E.ON zur Bilanzpressekonferenz 2016 am 15.03.2017 in Essen -„Befreiung von Lasten der Vergangenheit führt zu Konzernfehlbetrag in Höhe von rund 16 Milliarden Euro, schafft aber Grundlage für künftiges Wachstum“ einer der Untertitel. Ganz unten schließlich wurde die Ankündigung „maßvoller Stellenabbau“ versteckt: 1.300 Beschäftigte werden ihre Jobs und damit über kurz oder lang ihren Lebensunterhalt verlieren. weiterlesen…

Softwareupdate bei VW-Betrugs-Diesel unwirksam

Deutsche Umwelthilfe erhebt Klage gegen Kraftfahrt-Bundesamt 

Straßenmessungen vor und nach dem Softwareupdate eines VW Golf Diesel (Euro 5) zeigten immer noch 3,3-fache Überschreitungen des Stickoxid-Grenzwerts. Die DUH reicht daher Klage beim Verwaltungsgericht Schleswig gegen die vom Kraftfahrt-Bundesamt gegenüber VW erlassene Rückrufanordnung ein. Das Bundesverkehrsministerium verweigert nach wie vor die Auskunft über die Anforderungen zum Rückruf. weiterlesen…