Klimaschutz im Flugverkehr: Zu spät, zu schwach, zu wenig seriös

ICAO-Vollversammlung berät „unangemessenen“ Entwurf zum Klimaschutz

Startendes Flugzeug von TXL aus - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyMit großer Sorge beurteilt die Umwelt-und Entwicklungsorganisation Germanwatch die Vollversammlung der Internationalen Luftfahrtorganisation ICAO vom 27.09. bis 07.10.2016. Diese sollte, fast 20 Jahre nachdem sie im Kyoto-Protokoll erstmals den Auftrag dazu bekam, über ein Instrument zur Begrenzung der bisher ungehemmt wachsenden Treibhausgasemissionen im Flugverkehr entscheiden. Der vorliegende Vorschlag leistet jedoch nach Einschätzung von Germanwatch nicht den notwendigen Beitrag zum Klimaschutz. weiterlesen…

EU-Gericht lehnt Subventionsklage gegen AKW Hinkley Point C ab

Greenpeace Energy will Rechtsmittel beim EuGH einlegen

Wie der Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy am 29.09.2016 mitteilte, will er gegen die Entscheidung des Gerichts der Europäischen Union zugunsten des Subventionspakets für das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point C Rechtsmittel prüfen. Das dem EuGH nachgeordnete Gericht hatte am 29.09.2016 eine Klage von zehn Energieanbietern aus Deutschland und Österreich (siehe solarify.eu/klageverfahren-um-hinkley-point-c)gegen hohe staatliche Subventionen für das AKW-Projekt als nicht zulässig abgewiesen. Der Rechtsstreit hat den Klägern zufolge grundsätzliche Bedeutung, weil Hinkley Point C als Blaupause für ein Dutzend weiterer AKW-Projekte in Großbritannien und anderen europäischen Ländern dienen könne.
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Deutschlands größte Vakuumröhren-Solaranlage in Betrieb

Ohne Forschungsmittel oder Sonderförderung

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist im August bei Senftenberg in Brandenburg Deutschlands bislang größte Vakuumröhren-Solaranlage in Betrieb gegangen. „Die Anlage könnte wegweisend sein“, so Philipp Kronsbein in SonneWind&Wärme am 29.09.2016, „da es sich um eine der ersten Megawattanlagen handelt, die ins klassische städtische Fernwärmenetz einspeisen“. weiterlesen…

Strompreise steigen um 30 Euro je Haushalt

Zäher Leitungs-Ausbau – für Netzbetreiber und Kunden wird’s teurer

„Die Netzentgelte sollen deutlich teurer werden. Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT will sie um satte 80 Prozent erhöhen. Dies bedeutet einen deutlichen Preisanstieg für die Kunden. Ein Drei-Personen-Haushalt muss sich auf Mehrkosten von etwa 30 Euro im Jahr einstellen“, schrieb Jan Schmidbauer am 23.09.2016 in der Süddeutschen Zeitung. weiterlesen…

VDE und Munich Re kooperieren bei Photovoltaikmodulen

Premium-Label ermöglicht vereinfachte Versicherung von Leistungsgarantien – VDE|DKE ebnet Weg für Balkon-PV

Hersteller von PV-Modulen müssen Leistungsgarantien über einen deutlich längeren Zeitraum für ihre Produkte abgeben als bei anderen elektrischen Produkten üblich. Haupthindernis für breite Einführung und Akzeptanz von PV-Anlagen ist die hohe Anfangsinvestition, die mit technischen Risiken, mangelndem Vertrauen in Garantieversprechen und Ungewissheit über Zuverlässigkeit und Langlebigkeit von PV-Modulen zu tun hat. Um dieses Hindernis abzubauen und den PV-Markt nachhaltig zu beleben, haben der VDE und die Munich Re eine enge Kooperation auf dem Gebiet von Qualitätsgarantien und Risikoabsicherungen vereinbart. Zudem will VDE|DKE eine Produktnorm für Balkon -PV anstoßen. weiterlesen…

NIP II beschlossen

 Regierungsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 2016 bis 2026

Das Bundeskabinett hat am 28.09.2016 das Regierungsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 2016 bis 2026 (NIP II) beschlossen. Das ressortübergreifende Programm stellt zum einen die Kontinuität für Forschung und Entwicklung sicher, zum anderen geht es auf die für eine Marktaktivierung notwendige Unterstützung erster Produkte ein. weiterlesen…

Alpenrekord: Österreich nahm 1-GWp-PV-Hürde

Ziel früher als prognostiziert erreicht

Österreich hat nach Angaben des Bundesverbandes Photovoltaic Austria (PVA) „im Sommer“ 2016 mehr als 1 Gigawattpeak installierte PV-Leistung erreicht. Damit werde 1,7 Prozent des im Land verbrauchten Stroms solar gedeckt und jährlich eine Milliarde Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt. Damit könne man 363.000 Tonnen CO2 einsparen, 133 Mio. Mal eine Runde mit dem Wiener Riesenrad drehen („dauert allerdings 6.000 Jahre“), „mit dem Elektroauto rund 200.000 Mal die Erde umrunden oder 10 Mrd. Liter Bier brauen“. weiterlesen…

Windstromproduktion in Waldgebieten

Messmast erfasst Windbedingungen bis 200 Meter Höhe

Windgenerator im Wald bei Dahme, Mark - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft, 20160402In Deutschland entfällt fast die Hälfte der Flächen, die für Windenergieanlagen (WEA) besonders geeignet sind, auf bewaldete Mittelgebirgsstandorte. Dies trifft besonders auf die südliche Landeshälfte zu. Ein Zubau in diesen Regionen bietet den Vorteil, dass dort der Windstrom in der Nähe von Ballungsräumen und Industrieschwerpunkten erzeugt wird. Das BINE-Projektinfo „Windpotenzial im Mittelgebirge messen “ (12/2016) stellt die Langzeitmessungen durch einen 200 m hohen Messmast bei Kassel vor. Die Ergebnisse helfen, meteorologische Modelle zu verbessern, Anlagenkomponenten gezielter auszulegen und das laserbasierte LiDAR-Verfahren weiterzuentwickeln. weiterlesen…

Forschungshaushalt soll Zukunft gestalten

17,6 Mrd. Euro für Bildung und Forschung 2017

bmbf-foto-gerhard-hofmann-agentur-zukunft-fuer-solarifyDer Forschungsetat habe trotz der nötigen Konsolidierung einen hohen Aufwuchs und die richtige Struktur, sagte der Unions-Vertreter am 28.09.2016 vor dem Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung bei der Beratung des einschlägigen Haushaltsentwurfs 2017, so der parlamentseigene Pressedienst „heute im bundestag“. Der BMBF-Haushalt (Einzelplan 30) steigt auf rund 17,6 Milliarden Euro. In einem Entschließungsantrag legen die Fraktionen von Union  und SPD Schwerpunkte auf den digitalen Wandel. weiterlesen…

Deutschland übernimmt Verantwortung in Arktisforschung

Freier Zugang zu allen wissenschaftlichen Daten zum Schutz der Arktis

Erstmalig sind am 28.09.2016 in Washington Vertreter der Forschungsressorts aus 22 Nationen zusammengekommen, um eine verstärkte Zusammenarbeit in der Arktisforschung zu verabreden. Laut Pressemitteilung des BMBF  übernimmt Deutschland die Leitung von zwei internationalen Vorhaben zur langfristigen Datenerhebung und zum verbesserten Datenaustausch.
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