Nachhaltigkeitsrat: Wie weiter nach Paris?

Alte Blockaden aufgebrochen

Nach dem Pariser Klimaabkommen haben mehr als 30 Konzerne zusammen mit Germanwatch, B.A.U.M. und der Stiftung 2° bereits versprochen, die beschlossene Trendwende voranzubringen. Aber was folgt aus dem Abkommen genau: Steigt die Welt aus der Kohle aus? Fördert sie Busse und Bahnen? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung zitiert aus Protokollen von Gesprächen seiner Mitglieder, Olaf Tschimpke, Hubert Weiger und Jennifer Morgan, die vor Ort waren, über den Pariser Gipfel. weiterlesen…

Regierung ist Ammoniak-Minderungsziel zu hoch

Wenige Tage nach Klimagipfel: Bundesregierung legt in EU-Umweltrat Veto gegen Richtlinie für Luftreinhaltung ein

Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH): Am 16.12.2015 hat der Umweltrat in Brüssel über seine Position zur europäischen Luftreinhaltepolitik abgestimmt. In der revidierten Richtlinie  über Nationale Emissionshöchstmengen, kurz NEC, sollen europaweit Minderungsziele für den Ausstoß von Luftschadstoffen bis 2030 festgelegt werden. Dazu zählen unter anderem Ammoniak und Methan. Das deutsche Umweltministerium stimmte überraschend gegen den aktuellen Entwurf der luxemburgischen Präsidentschaft. Begründung: Das für Deutschland vereinbarte Reduktionsziel für Ammoniak sei mit 29 Prozent noch immer zu hoch. Insgesamt bleibt der Beschluss, mit dem Rat, Parlament und Kommission nun in die Trilog-Verhandlung gehen, deutlich hinter den Erwartungen zurück. weiterlesen…

Sicherheit der Gasversorgung verbessert

Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 16.12.2015 Eckpunkte für Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Erdgasversorgungssicherheit veröffentlicht. Bundesminister Gabriel laut einer Pressemitteilung des BMWi: „Mit den heute vorgestellten Eckpunkten wollen wir das bereits heute sehr hohe Niveau der Gasversorgungssicherheit in Deutschland weiter stärken und verbessern. Wir gehen den Weg, die Gasversorgung marktbasiert zu stärken, konsequent weiter. Im Sinne eines jeden Haushalts- und Industriekunden steigern wir dadurch die Versorgungssicherheit wirksam mit kosteneffizienten und flexiblen Maßnahmen.“ weiterlesen…

Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten verlängert

Wirtschaftsausschuss stimmte zu

Der Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie hat einer Verlängerung der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (18/6867) um sechs Monate zugestimmt. In der Sitzung des Ausschusses am 17.12.2015 stimmten die Fraktionen von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen der Verlängerung zu, die Fraktion Die Linke lehnte ab. weiterlesen…

Klimawandel befördert deutschen Tourismus

Kein Zynismus: Wetteramtspräsident sieht Vorteile aus Temperaturanstieg

„Wird Stralsund das neue Antalya, Ostholstein die neue Costa del Sol? Oder bleiben bei steigendem Meeresspiegel an Deutschlands Nord- und Ostsee womöglich keine Strände mehr übrig, um Urlauber zu locken?“ Solche Fragen kamen dem Beobachter von heute im Bundestag in den Sinn, als er am 16.12.2015 im Bundestags-Tourismusausschuss Professor Gerhard Adrian lauschte, seit fünf Jahren Präsident des Deutschen Wetterdienstes. Er berichtete in der letzten Ausschusssitzung dieses Jahres, über „Auswirkungen des Klimawandels auf den Tourismus in Deutschland“. weiterlesen…

Wörterbuch Klimadebatte

Verursachung zur Lösung umgedeutet

Grünes Wachstum, Nullemission, Energiewende, ökologische Modernisierung. Die Klimadebatte hat ihr eigenes Vokabular hervorgebracht, dessen Begriffe eine strukturkonservative Agenda transportieren: Mit marktbasierten Klimaschutzinstrumenten, grüner Technologie und globalem Management sollen die lebenswichtigen Funktionen der Atmosphäre bewahrt und gleichzeitig ungebremstes Wachstum ermöglicht werden. Dieses Ideal der Industriegesellschaften hat jedoch den Klimawandel verursacht und wird nun zu dessen Lösung umgedeutet. Im Wörterbuch Klimadebatte analysieren Expertinnen aus Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften über 40 Schlüsselbegriffe des Klimadiskurses, die diese Utopie plausibel und alternativlos erscheinen lassen, und zeigen notwendige Perspektiven jenseits einer neoliberalen Klimapolitik. weiterlesen…

Deutsche Solarkollektoren Spitze

Qualität noch höher als erwartet – Forschungsprojekt bestätigt außergewöhnlich lange Lebensdauer

Solarkollektoren aus deutscher Produktion sind besser und belastungsfähiger als erwartet. Dies zeigen die Ergebnisse des branchenübergreifenden Forschungsprojekts SpeedColl der Universität Stuttgart und des Fraunhofer ISE Freiburg. Trotz extremer Testbedingungen ließen sich auch nach mehreren Jahren an den Solarkollektoren und deren Komponenten kaum Veränderungen gegenüber dem Neuzustand feststellen. weiterlesen…

Energieverbraucher 2015 um 9 Milliarden € entlastet

Stärkster jährlicher Preisrückgang in Deutschland seit einem Vierteljahrhundert

Kurz vor Jahresende zeichnet sich ab, dass die Energiepreise 2015 so stark wie noch nie seit der Wiedervereinigung gefallen sind. Denn wegen des Preisverfalls beim Erdöl waren Kraftstoffe und Heizöl zuletzt vor gut zehn Jahren so günstig wie in den vergangenen Tagen. Das geht aus dem Energiepreismonitor Dezember 2015 von Agora Energiewende hervor. weiterlesen…

EU-Parlament für Atomsubventionen

Greenpeace Energy warnt vor „Fass ohne Boden“

Das Europäische Parlament hat am 15.12.2015 eine Entschließung zur künftigen Energieunion angenommen, die den Energiebinnenmarkt in der EU verwirklichen, die Versorgung sichern und die CO2-Emissionen senken soll. Das Problem: Der Bericht, mit dessen Verabschiedung das Parlament die EU-Kommission zum Handeln auffordert, enthält auch eine deutliche Förderung der Atomenergie in Europa – zum Unwillen von Greenpeace Energy. weiterlesen…

Klimaabkommen lässt Ökotech-Aktien steigen

Vor allem SMA und Nordex profitieren

Eine Nebenfolge von COP21: Frischer Wind für Erneuerbare-Energien-Aktien. Anleger setzen auf Technologien für die Erzeugung von Ökostrom. Auch zwei deutsche Spezialisten für grüne Energie profitierten: Nordex und SMA Solar, aber auch andere wie REC Silicon, Trina Solar oder Gamesa. weiterlesen…