EU plant Kohlenstoff-Einfuhrzölle auf Stahl, Zement, Düngemittel oder Aluminium

CO2-belastete Billig-Importe verteuern

Ein der Nachrichtenagentur Reuters vorliegendes Eckpunktepapier der EU-Kommission, über das zahlreiche Medien berichten, sieht vor, dass die Europäische Union im Zuge des Kampfes gegen den Klimawandel sogenannte Kohlenstoff-Einfuhrzölle auf Stahl, Zement, Düngemittel oder Aluminium einführt. Damit sollen europäische Unternehmen vor CO2-Intensiven Billig-Importen geschützt werden. Die Abgaben könnten ab 2026 voll greifen. weiterlesen…

Netzausbau: Anschluss an die Zukunft

Lesehinweis auf BDEW-Online-Magazin Zweitausend50

„Ein Netzausbau findet in Deutschland nicht zum ersten Mal statt: Was sich aus der Geschichte für die Zukunft lernen lässt“, beschreibt das BDEW-Magazin in einem längeren Text über unterschiedliche Netze: „Bahnhöfe sind Sehnsuchtsorte. Der Anhalter Bahnhof in Berlin wurde sogar im Volksmund das ‚Tor zur Welt‘ genannt. Die Anfänge des deutschen Bahnverkehrs waren indes eher bescheidener Natur… weiterlesen…

„Champagner der Energiewende“

Australien könnte schon 2023 große Mengen grünen Wasserstoff liefern

Laut einem Artikel vom 31.05.2021 von im Handelsblatt will der australische Milliardär Andrew Forrest in großindustriellem Maßstab in die Produktion von grünem Wasserstoff investieren. Namhafte deutsche Unternehmen könnten bereits 2023 zu den ersten Abnehmern gehören. „Unser Ziel ist es, im Jahr 2030 jährlich mindestens 15 Millionen Tonnen grünen Wasserstoff zu liefern. Wir arbeiten seit Jahren an diesem Projekt und werden voraussichtlich 2023 mit der Produktion beginnen und sie in den Folgejahren kontinuierlich steigern“, sagte Forrest dem Handelsblatt. weiterlesen…

Schulze fordert Stickstoff-Minderungsziel für 2030

Weltgrößte Stickstoffkonferenz: Deutschland braucht Gesamtstickstoffziel – Synergien zum Klimaschutz

Es muss ein Zufall gewesen sein: Am gleichen Tag, an dem Deutschland vom EuGH an den Pranger gestellt wurde (s.u.), forderte die weltgrößte Stickstoffkonferenz INI, das Problem systematisch bei der Bekämpfung globaler Probleme wie Klimawandel, Luftverschmutzung und Hungersnöte mitzudenken. Das Bundesumweltministerium arbeite an „einer übergreifenden Stickstoffminderungsstrategie und hat geeignete Methoden für eine sektorenübergreifende Stickstoffminderung entwickelt. Damit ist Deutschland international ein Pionier und kann mit einem ambitionierten Gesamtstickstoffziel vorangehen.“ Und das Umweltbundesamt schlägt eine nationale Obergrenze für Stickstoffemissionen vor. weiterlesen…

„Kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft“

Erklärung von 129 Nobelpreisträgern vor G7

Das gab es noch nie“ – mit dieser Feststellung begann das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 03.06.2021 eine Medienmitteilung zur erneuten Veröffentlichung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Erklärung von 129 Nobelpreisträgern und weiteren bekannten Wissenschaftlern vom 28.04.2021: Unter dem Titel „Unser Planet – unsere Zukunft – die Menschheit geht kolossale Risiken mit unserer gemeinsamen Zukunft ein“ fordern die Unterzeichner entschlossenes Handeln von den G7-Staats- und Regierungschefs. Solarify dokumentiert Medienmitteilung und Erklärung. weiterlesen…

15-Meter-Korridor für Photovoltaik-Freiflächenanlagen

Clearingstelle konkretisiert Hinzugefügt:

Bei geförderten Freiflächenanlagen in einem 200 Meter breiten Streifen parallel zu Autobahnen und Schienenwegen kann der im EEG 2021 vorgeschriebene 15-Meter-Korridor frei platziert werden. Allerdings muss der Bereich nicht nur bei Inbetriebnahme der Anlage freigehalten werden, sondern während des gesamten Förderzeitraums. Das hat – einem Artikel von Petra Hannen auf pv magazine folgend – die Clearingstelle EEG am 18.05.2021 präzisiert. weiterlesen…

AGEB: Pandemie und Wetter ändern Energiemix und -verbrauch

Erneuerbare im Minus – Mehr Strom aus fossilen Energien

Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erneut unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) verminderte sich der Verbrauch im 1. Quartal um 0,8 Prozent auf 3.441 Petajoule (PJ) beziehungsweise 117,5 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE = 956,5675 TWh). weiterlesen…

Kleine Wasserkraftwerke schaden mehr als sie nützen

Beispiel Rumänien zeigt Zielkonflikte und Fehlentwicklungen europäischer Umwelt- und Energiepolitik

Wasserkraft liefert zwar Erneuerbare Energie, aber meist nicht umweltfreundlich; das wissen wir nicht erst seit Itaipú (Südamerika), einem der weltgrößten Wasserkraftwerke, dem Tausende Ureinwohner weichen mussten, riesige Regenwaldflächen wurden abgeholzt oder verschwanden in den Fluten. Eine am 31.05.2021 in den Renewable and Sustainable Energy Reviews veröffentlichte Studie unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB-Berlin) zeigt am Beispiel Rumäniens, wie auch der Ausbau kleiner Wasserkraft oft den Zielen der EU-Umweltpolitik zuwiderläuft. weiterlesen…

Nanomaterialien mit Laserdruck herstellen

Fotoelektroden zur Erzeugung grünen Wasserstoffs

Ein interdisziplinäres Team vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam-Golm stellt in Nature Communications (open access) erstmals eine Lasertechnologie vor, die es ermöglicht, Nanopartikel wie Kupfer-, Kobalt- und Nickeloxid herzustellen. Mit der üblichen Druckgeschwindigkeit entstehen auf diese Weise zum Beispiel Fotoelektroden für viele Anwendungsbereiche wie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. (Grafik: Neue Methode – Laserdruck für grünen Wasserstoff – © mpikg.mpg.de – CC-BY-4.0) weiterlesen…

Redox–Flow–Batterie mit langer Lebensdauer

Mangan als Aktivmaterial

Redox-Flow-Batterien, auch als Flüssigbatterien bekannt, speichern elektrische Energie in gelösten chemischen Verbindungen. Sie gelten besonders für stationäre Energiespeicher als Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien. Einem Team um Prof. Ingo Krossing vom Institut für Anorga­nische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, eine nicht-wässrige All-Mangan-Flow-Batterie (All-MFB) zu ent­wickeln, deren aktive Komponenten nachhaltig verfügbares Mangan nutzen und eine lange Lebensdauer aufweisen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellen die Forschenden in Advanced Energy Materials (CC BY-NC 4.0) vor. (Grafik: a) Aufbau für Messungen in Flüssigbatterie, b) Elektrolytbehälter, c) Schematische Darstellung des Aufbaus – Bild © Advanced Energy Materials – CC BY-NC 4.0) weiterlesen…