Ab Januar kostet Tonne CO2 25 Euro

Kabinettsbeschluss

Ab Januar 2021 wird in Deutschland die Tonne CO2 in allen Sektoren 25 Euro kosten. Darauf und auf weitere Änderungen am vergangenen September auf den Weg gebrachten Klimapaket einigte sich das Bundeskabinett am 20.05.2020. Ursprünglich hatte die Bundesregierung zehn Euro pro Tonne vorgeschlagen – der sollte bis 2025 auf 35 Euro steigen – was auf lautstarken Protest von NGOs und Klimapolitikern stieß. 2025 soll die Tonne CO2 nun 55 Euro kosten, danach werden Emissionszertifikate mit einem Preiskorridor von 55-65 Euro pro Stück versteigert – so Florence Schulz auf Euractiv – und zahlreiche andere Medien. weiterlesen…

Fusion: Bemühungen um „Sonnenkraft“-Nutzung gewinnen Boden

Bald „kleine“ Fusionsreaktoren?

Wissenschaftler, Privatunternehmen, Investoren und Regierungen seien zunehmend zuversichtlicher, dass kleinere Fusionsenergiesysteme kürzer vor der Verwirklichung ständen als je zuvor, schreibt Nathanial Gronewold in E&E Climatewire. Die Fusionsenergie, von Beobachtern lange Zeit als theoretische Technologie abgetan, die für immer 50 Jahre entfernt war, gewinne an Fahrt. Der Bau eines riesigen Versuchsreaktors für mehreren Milliarden Euro in Südfrankreich schreite zwar voran, aber kleine Fusionsfirmen Investoren versprächen, dass sie weit billigere Anwendungen bauen könnten, die schon in den 2030er Jahren für die kommerzielle Nutzung bereit sein könnten. weiterlesen…

Autogerechte Stadt nicht mehr zeitgemäß

BUND fordert Investitionen in nachhaltigen Verkehr statt klimaschädlicher Autoprämien und Staatshilfen fürs Fliegen

Auto-Kaufprämien und Staatshilfen für die Luftfahrtindustrie sind keine Allheilmittel gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise. In der Diskussion um Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stattdessen eine nachhaltige Verkehrsentwicklung. In einem Zukunftsinvestitionsprogramm wendet sich der BUND gegen Partikularinteressen einzelner Konzerne. In dem Papier werden zudem die Ziele der nachhaltigen Entwicklung und des Klimaschutzes im Bereich der Mobilität miteinander verknüpft. weiterlesen…

Von künstlichem Fleisch bis zum Verfeinern der Photosynthese

Künftige Innovationen im Nahrungsmittelsystem

Ob Pflug oder Kühlschrank, immer wieder haben Innovationen in den letzten Jahrtausenden die Art und Weise verändert, wie wir Lebensmittel anbauen, verarbeiten und konsumieren. Heute, wo fast 40 Prozent der gesamten Landfläche der Erde zur Nahrungsmittelerzeugung genutzt wird, hat unsere Ernährung massive Auswirkungen auf Klima und Umwelt – vom Stickstoff-Kreislauf bis zur Wassernutzung, von der Artenvielfalt bis zu den Treibhausgasemissionen. In einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Food veröffentlicht wurde, hat ein internationales Forscherteam jetzt bewertet und kategorisiert, welche Innovationen das Potenzial haben, das Ernährungssystems nachhaltig zu verändern und was für ihren Erfolg entscheidend ist – von künstlichem Fleisch und Meeresfrüchten über bioangereicherte Nutzpflanzen bis hin zu verbesserten Klimaprognosen. weiterlesen…

Was werden wir tanken?

Kraftstoffe der Zukunft: Fraunhofer UMSICHT nimmt Stellung

Auch wenn es gelingt, große Teile des Verkehrs auf Elektromobilität umzustellen, werden Flüssigkraftstoffe mit hoher Energiedichte weiterhin eine Rolle spielen. Doch warum ist das so? Und aus welchen Rohstoffen müssen diese Kraftstoffe hergestellt werden, um dem Klimaschutz gerecht zu werden? Antworten geben Experten des Fraunhofer UMSICHT im neuen Positionspapier „Kraftstoffe der Zukunft“. weiterlesen…

Greenpeace: Verheerende Corona-Folgen

Verkehrsbedingte CO2-Emissionen können bis 3 Millionen Tonnen mehr verursachen

Die infolge der Corona-Pandemie einbrechenden Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen drohen die miserable CO2-Bilanz des Verkehrs weiter zu verschlechtern. Das zeigen Berechnungen einer am 19.05.2020 veröffentlichten und viel beachteten Greenpeace-Kurzstudie. Aus Sorge vor Ansteckungen wollen viele Menschen auch mittelfristig öffentliche Verkehrsmittel meiden. Dadurch könnten allein in den deutschen Metropolen die mit dem Auto zurückgelegten Personenkilometer um 20 Milliarden pro Jahr steigen. Die Folge wären zusätzliche 3 Mio.t CO2-Emissionen. weiterlesen…

Bundesregierung bereitet Verringerung der EEG-Umlage vor

BMWi mit Absenkungs-Mechanismus – Gegenfinanzierung über Haushaltsmittel

Um Bürger und Unternehmen bei den Strompreisen zu entlasten, bereitet die Bundesregierung die geplante Senkung der EEG-Umlage vor – auch für eine mögliche Entlastung in der Corona-Krise. Was dann an Fördergeld etwa für Windkraft- und Solaranlagen wegfällt, soll mit Steuergeld ausgeglichen werden. Die konkrete Höhe der dafür zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel werde durch den Haushaltsgesetzgeber festgesetzt, heißt es in einem BMWi-Entwurf, so der Branchendienst epid. weiterlesen…

Koalitionsstreit über Mindestabstand und Solardeckel beigelegt

Deckel ist weg, Gemeinden können selbst über Windräder bestimmen

Nach monatelangen, schwierigen Verhandlungen hat die schwarz-rote Koalition eine Einigung über den Abstand von Windgeneratoren und den Solardeckel erzielt. Die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Carsten Linnemann (CDU/CSU) und Matthias Miersch (SPD) erklärten am 18.05.2020, der Förderdeckel für Solaranlagen von 52 GW solle unverzüglich aufgehoben, Planungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigt werden. weiterlesen…

Dringend überfällig!

Umweltorganisationen fordern Fortschritte für schnellen naturverträglichen Ausbau der Windenergie

Die Umweltorganisationen BUND, DUH, Germanwatch, Greenpeace, NABU, WWF und der Umweltdachverband DNR haben an Bund und Länder appelliert, den besorgniserregenden Stillstand beim Ausbau der Windenergie möglichst rasch zu beheben. Anlässlich der Umweltministerkonferenz am 13. Mai verwiesen die Verbände auf ihr gemeinsames Thesenpapier, in dem sie Wege zur Beschleunigung eines naturverträglichen Ausbaus der Windenergie aufzeigen. (Foto: Hochspannungsmasten und Windenergie bei Nauen, Brandenburg – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Mehr Windenergie liegt im „öffentlichen Interesse“

Rechtsgutachten zeigt: Ausbau der Windkraft an Land kann deutlich erleichtert werden

Der naturverträgliche Bau neuer Windanlagen an Land liegt im „öffentlichen Interesse“ und sollte daher leichter genehmigt werden. Zu diesem Schluss kommt ein neues Rechtsgutachten, das die Anwältin Roda Verheyen im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy erstellt hat. Die gesetzliche Einordnung als im „öffentlichen Interesse“ würde neue Windkraftprojekte genehmigungsrechtlich anderen Infrastrukturvorhaben gleichstellen und so ihre Umsetzung erleichtern. Rechtlich verankert werden müsse dies idealerweise in einem neu zu schaffenden „Windenergie-an-Land-Gesetz“, so das Gutachten. weiterlesen…