Sauberer Strom in weiter Ferne

… weil falsche Annahmen zugrunde gelegt werden

Die Bundesregierung hat für die Energiewende ein Ziel ausgegeben, das ungewöhnlich breite Zustimmung findet. Es gefällt Klimaschützern genauso wie großen Teilen der Wirtschaft und Wissenschaft sowie vielen Grünen und Linken: Die erneuerbaren Energien sollen bis 2030 etwa 65 Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer weitgehend treibhausgasneutralen Bundesrepublik im Jahr 2050. Das Problem ist nur: Manche Experten halten das Ziel für kaum erreichbar – wegen fragwürdiger Annahmen, die ihm zugrunde liegen, wie Ralph Diermann am 30.01.2020 in der Süddeutschen Zeitung zu bedenken gibt. weiterlesen…

Wasserstoff auf dem Vormarsch

Weg zur Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Wasserstoff: Eine Kostenperspektive

Der jüngste Bericht des Hydrogen Council vom 20.01.2020 zeigt, dass die Kosten für Wasserstofflösungen innerhalb des nächsten Jahrzehnts stark sinken werden – und zwar früher als bisher erwartet. Mit dem weiteren Ausbau von Wasserstoffproduktion, -verteilung, -ausrüstung und -komponenten werden die Kosten bis 2030 für zahlreiche Anwendungen voraussichtlich bis 50 % sinken – so der Branchenzusammenschluss -, wodurch Wasserstoff gegenüber anderen kohlenstoffarmen Alternativen und in einigen Fällen sogar gegenüber konventionellen Optionen wettbewerbsfähig werden wird. weiterlesen…

NL und NRW untersuchen grüne Wasserstoffproduktion

Machbarkeitsstudie für transnationale Wertschöpfungskette in Auftrag gegeben

Deutschland, die Niederlande und Nordrhein-Westfalen haben eine Machbarkeitsstudie über die Schaffung einer transnationalen Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff von der Nordsee bis hin zu industriellen Clustern im Grenzgebiet der Niederlande und Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegeben. Die Studie soll einer Medienmitteilung zufolge noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Das Projekt mit dem Namen „HY3“ wurde am 29.01.2020 im Rahmen der Energiekonferenz „Combined Energy“ in Arnheim (Niederlande) vorgestellt. weiterlesen…

Wie stark trifft der Klimawandel unsere Städte?

Digitalisierung eröffnet neue Chancen für Nachhaltigkeit

Besser und nachhaltig leben, arbeiten und wirtschaften: Neue digitale Technologien sind ein wichtiger Schlüssel, um Innovationen für die Nachhaltigkeit, den Klimaschutz und die Klimaanpassung zu schaffen. Diese Innovationen werden auch von Städten dringend benötigt. Denn gerade die Stadtbevölkerung wird zunehmend durch Folgen des Klimawandels wie Hitze oder Stürme belastet. Klimaforschung und Digitalisierung können hier Abhilfe schaffen. Wie das geht, zeigen Forschende der Leibniz Universität Hannover. Sie haben kürzlich die ersten Erfolge des Projekts „Modellbasierte Stadtplanung und Anwendung im Klimawandel“ (MOSAIK-2) vorgestellt. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums gibt Aufschluss darüber. weiterlesen…

Höhere Förderung macht serielle Gebäudesanierungen attraktiv

Fördersatz der KfW für hocheffiziente Sanierungen steigt auf 40 Prozent

Wohnungsunternehmen können für serielle Sanierungen nach dem Energiesprong-Prinzip ab dem 24.01.2020 mit mehr Förderung rechnen. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur (dena) hin, die die Marktentwicklung von Energiesprong in Deutschland koordiniert. Die KfW Bankengruppe erhöht den Tilgungszuschuss für eine Sanierung zum Effizienzhaus 55 auf 40 Prozent. Der energetische Standard des Effizienzhaus 55 wird durch den Energieprong-Ansatz erreicht. In einem digitalisierten und industrialisierten Bauprozess werden Gebäude in kurzer Zeit und zu bezahlbaren Kosten auf den NetZero-Standard gebracht. Sie erzeugen dann die gesamte übers Jahr benötigte Energie für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom selbst. weiterlesen…

Kabinett beschließt Kohleausstiegsgesetz

Dazu Löschung freiwerdender CO2-Zertifikate – kritische Stimmen

Das Bundeskabinett hat am 29.01.2020 einer Medienmitteilung des Bundespresseamtes zufolge den Gesetzesentwurf zum Kohleausstieg beschlossen. Genau heißt die Vorlage, die jetzt in den Bundestag geht: „Gesetz zur Reduzierung und zur Beendigung der Kohleverstromung und zur Änderung weiterer Gesetze“. Frei werdende CO2-Zertifikate sollen aus dem Markt genommen und durch den Kohleausstieg eventuell verursachte Strompreiserhöhungen für Verbraucher ausgeglichen werden. Ältere Beschäftigte sollen ein Anpassungsgeld für den Übergang in den Ruhestand erhalten. Schließlich wird das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz verlängert und weiter einwickelt. weiterlesen…

Gebäude können zu einer globalen CO2-Senke werden

…mit dem Baustoff Holz statt Zement und Stahl

Eine Materialrevolution, die im Städtebau Zement und Stahl durch Holz ersetzt, kann doppelten Nutzen für die Klimastabilisierung haben. Das zeigt jetzt die Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern u.a. des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Erstens könne sie Treibhausgasemissionen aus der Zement- und Stahlproduktion vermeiden. Zweitens könne sie Gebäude in eine Kohlenstoffsenke verwandeln, da im Bauholz das von den Bäumen zuvor aus der Luft aufgenommene und in ihren Stämmen eingelagerte CO2 gespeichert werde. Obwohl die erforderliche Menge an Holz theoretisch verfügbar sei, würde eine solche Ausweitung eine sehr sorgfältige nachhaltige Waldbewirtschaftung erfordern, wie die Autoren der Studie betonen. weiterlesen…

Energie künftiger Heizsysteme in Salz speichern

Solarthermische Kollektoren und Energiespeicherung in Salzbatterien können 71 Prozent des Heizbedarfs decken

Ein Behälter mit flüssigem Salz, unterkühltem Natriumacetat-Trihydrat, kann Energie aus erneuerbaren Energiequellen speichern, ohne Energie zu verlieren, schreibt Peter Aagaard Brixen auf der Webseite der Dänischen Technischen Universität (DTU). Neue Forschungsergebnisse der DTU zeigen, dass Salzbatterien die Herausforderung der kurz- und langfristigen Speicherung von Energie aus Sonnenkollektoren und Windenergie lösen können. Experimente haben gezeigt, dass ein Solarheizsystem mit 22 m² Sonnenkollektoren, einem Warmwasserspeicher und Salzbatterien bis zu 71 Prozent des Wärmebedarfs in einem energieeffizienten Drei-Personen-Haus im dänischen Klima decken kann. weiterlesen…

Historischer Tiefstand für Wind-Onshore

BWE: Durch mehr Genehmigungen und Flächen schnellstmöglich überwinden

Der Brutto-Zubau der Windenergie an Land von 1.078 Megawatt (MW) bzw. 325 Anlagen im Gesamtjahr 2019 liegt auf dem niedrigsten Stand seit Einführung des EEG im Jahr 2000, meldete der Bundesverband WindEnergie am 28.01.2020. Der Zubau sei um 55 Prozent geringer als 2018 und 80 Prozent geringer als 2017 gewesen. Daher fordert der Branchenverband, Bund und Länder müssten das Ausbautief durch Sofortmaßnahmen für mehr Genehmigungen und Flächen überwinden helfen. Zudem müssten pauschale Abstandsregeln vor allem für bestehende Regional-, Flächen- und Bauplanungen sowie Repowering-Projekte vermieden werden. Nachdem der Bedarf an Erneuerbaren Energien für klimaneutrale Produktion, Sektorenkopplung und Wasserstofferzeugung steigt, müsse die Bundesregierung die Ausbaupfade anpassen. weiterlesen…

RWE will runden Tisch zum Windkraftausbau

Auch unpopuläre Vorschläge erwünscht – Anrainer beteiligen?

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland ist praktisch zusammengebrochen – 2019 nur 276 neue Windenergieanlagen. Der Stromriese RWE schlägt deshalb einen runden Tisch vor, um den Bau von Windgeneratoren an Land wieder in Gang zu bringen. Die Forderung (unter anderem von der SPD), dass Anrainer finanziell beteiligt werden, ist nicht mehr ganz neu, aber auch nicht völlig unumstritten. weiterlesen…