Fünf aktuelle Katastrophen, die mit erneuerbaren Energien nicht passiert wären

Corona verdrängt Aufmerksamkeit

„Naturkatastrophen häufen sich derzeit in einem bisher nicht erreichten Ausmaß, dabei müsste es nicht so sein“, schreibt Nicole Weinhold in Erneuerbare Energien. Die Medien sind zwar voller Berichte über Naturkatastrophen. Aber oft finden diese nur noch auf zweiten oder dritten Seiten der Zeitungen Platz, weil die Corona-Pandemie die Menschen derzeit stärker beschäftigt. Dabei hat auch Bill Gates (siehe: solarify.eu/klimakrise-schlimmer-als-corona) gerade erkannt, dass der Klimawandel durchaus schlimmer sein könnte als Covid-19. Der Microsoft-Gründer hatte allerdings bisher nicht die erneuerbare Energie als Lösung unseres Klimaproblems im Visier, sondern Geoengineering, was wiederum unkalkulierbare Veränderungen auf den Planeten bringt, auf die besser verzichtet werden sollte. weiterlesen…

Energieintensive NRW-Unternehmen setzen auf EE – und auf weitere Ausnahmen

Beschleunigter Ausbau von PV und Wind gefordert

Die energieintensiven Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben sich in der Initiative IN4CLIMATE der NRW-Landesregierung zusammengeschlossen und fordern mehr Solar- und Windstrom. Sie verlangen von der Regierung einen schnelleren Ausbau von Photovoltaik und Windkraft sowie Importe von Strom und strombasierten Energieträgern. Zudem müssten Versorgungssicherheit und Systemstabilität durch Ausbau von Netzen, Speichern und Sektorenkopplung, Flexibilisierung der Stromnachfrage und Abbau von Flexibilitätshemmnissen gewährleistet werden. Dass es ihnen dabei vor allem um billigen Strom geht, zeigt die Forderung, die Entlastung für energieintensive Unternehmen fortzusetzen. weiterlesen…

„Klimakrise schlimmer als Corona“

Bill Gates warnt und macht Vorschläge

Der US-Milliardär und Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat in seinem Blog GatesNotes vor „einer weltweiten Krise“ namens „Klimawandel“ gewarnt, deren Folgen für die Menschheit gravierender ausfallen könnten als die der Corona-Pandemie. „So schrecklich diese Pandemie auch ist, der Klimawandel könnte schlimmer sein“, schrieb Gates in dem am 04.08.2020 veröffentlichten Beitrag. Gates zufolge kann die neue Katastrophe in nur wenigen Jahrzehnten die Menschen treffen. 2060 könnte der Klimawandel genauso tödlich sein wie Covid-19 heute – bis 2100 gar fünfmal mehr. Solarify dokumentiert den Text. weiterlesen…

5,7 Prozent weniger Strom

1. Halbjahr 2020

5,7 Prozent weniger Strom als im Vorjahr wurden nach vorläufigen Berechnungen des BDEW in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 verbraucht. Insgesamt wurden 272 Mrd. kWh Strom verbraucht, wie der BDEW mitteilt. Der Rückgang ist vor allem auf die schwache Wirtschaftslage und den damit verbundenen geringeren Strombedarf in der Industrie zurückzuführen. Die Industrie ist der größte Stromverbraucher, entsprechend hat ein Rückgang hier den größten Effekt auf den Stromverbrauch. Der Lockdown infolge der Corona-Pandemie hat die Effekte der bereits seit Monaten anhaltenden konjunkturellen Abschwächung noch verstärkt. weiterlesen…

TÜV-Verband fordert Vorfahrt für Elektromobilität

E-Fuels mit geringem Potenzial für Umweltverbesserungen

Der TÜV-Verband hat am 03.08.2020 in einer Medienmitteilung von der Bundesregierung zusätzliche Anstrengungen bei der Förderung der Elektromobilität gefordert. Stärkere Anreize für die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs, ein massiver Ausbau der Ladeinfrastruktur in Kombination mit einer besseren Aufklärung über die bereits heute möglichen Reichweiten sowie höhere Sicherheitsstandards sind notwendig, um der Elektromobilität den entscheidenden Schub zu geben und die Klimaschutzziele zu erreichen. In strombasierten Kraftstoffen (E-Fuels) sieht der TÜV-Verband für den Pkw-Sektor dagegen nur sehr geringes Potenzial für Umweltverbesserungen. weiterlesen…

Autobahnen bald mit PV-Dächern?

337 km2 stünden für Solarenergie zur Verfügung

Tobias Werner, Architekt aus Hedingen bei Zürich, hatte (schon 2011) die Idee und berechnete zusammen mit zwei Energie-Ingenieuren ein PV-Kraftwerk auf einer Autobahn. Das „A4-KW“ wäre damals 10 km lang geworden, hätte „sehr vorsichtig gerechnet“ 280 Mio. Euro kosten und 40 Mio. kWh Strom pro Jahr produzieren sollen. Jetzt will das Austrian Institute of Technology (AIT) gemeinsam mit dem und der Forster Industrietechnik GmbH einen Projekt-Cluster für PV-Überdachung einer Autobahn starten. Immerhin bedecken die Autobahnen Deutschlands mit einer Länge von mehr als 12.000 Kilometern rund 337 Quadratkilometer des Landes.
weiterlesen…

EE-Flächenbedarf kostensparend verringerbar

IASS: 100 % Grünstrom braucht Fläche Portugals

Weg von Kohle, Öl und Gas, hin zu Wind- und Solarenergie: Das ist machbar, aber Erneuerbare Energien benötigen mehr Platz als konventionelle Energieformen. Eine Studie des Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) untersucht laut einer Medienmitteilung vom 07.08.2020, wie der Flächenbedarf eines vollständig auf Erneuerbaren Energien beruhenden Stromsystems in Europa verringert werden kann und wie sich dies auf die Kosten auswirkt. weiterlesen…

Ab November neue Sicherheitsnorm für Stromzähler

Die Safety-Norm sorgt für mehr Sicherheit im Umgang mit Elektrizitätszählern

Für neu gebaute Industrie- und RLM-Zähler gelten spätestens ab 27.08.2020 neue Normen. Bis dahin müssen moderne Messeinrichtungen der neuen Norm entsprechen. Sonst müssen Messstellenbetreiber (MSB) womöglich selbst für Schäden haften. Der Zähler-Produzent EMH Metering weist in einer Medienmitteilung vom 05.08.2020 auf einen wichtigen Termin hin: Im November gilt eine neue Sicherheitsnorm für neu gebaute Industrie- und RLM-Zähler, also Zähler, die nicht der „Measurement Instruments Directive“ (MID) unterliegen. weiterlesen…

Flexiblere Lastfluss-Steuerung im Stromnetz

Amprion und Smart Wires wollen mit Serien-Kompensator Netz effizienter nutzen

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Amprion hat einer Medienmitteilung vom zufolge mit dem US-Silicon-Valley-Unternehmen Smart Wires eine Kooperationsvereinbarung für ein Pilotprojekt unterzeichnet. Damit soll die Übertragungskapazität des Stromnetzes gesteigert und gleichzeitig das hohe Niveau der Systemstabilität gehalten werden. weiterlesen…

CO2-Ausstoß des Industrie- und Energiesektors sinkt

1.851 stationäre Anlagen emittierten rund 363 Mio. t CO2-Äq – durchschnittlich € 22,12 pro Berechtigung

2019 waren in Deutschland 1.851 stationäre Anlagen vom Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfasst. Diese Anlagen emittierten rund 363 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2-Äq). Dies entspricht einem Rückgang um 14,2 Prozent gegenüber 2018 und ließ die Emissionen deutscher Anlagen erstmals seit dem Start des EU-ETS im Jahr 2005 unter die Marke von 400 Millionen Tonnen CO2-Äq fallen Damit verstärkt sich der Trend des Vorjahres noch einmal deutlich. 2018 betrug der Rückgang 3,5 Prozent. Die im Frühjahr 2020 einsetzenden volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben keinen Einfluss auf die in diesem Bericht dargestellte Emissionssituation in 2019. weiterlesen…