Trotz Corona CO2-Gehalt der Atmosphäre weiterhin auf Rekordkurs

Mojib Latif: Gebot der Stunde – „Wirtschaft fördern und gleichzeitig CO2-Ausstoß deutlich verringern“

Aufgrund des Shutdowns sinken die Treibhausgas-Emissionen zwar kurzfristig, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt jedoch weiter – möglicherweise nur etwas langsamer. Das zeigen auch die Messwerte vom Umweltbundesamt in Deutschland. Das Deutsche Klima-Konsortium betont daher in seinem Statement, wie wichtig eine konsequente Klimapolitik gerade jetzt ist. weiterlesen…

Echtzeit-Einblicke in die Methanolsynthese

Dynamischer Betrieb einer Miniplant-Anlage am Fraunhofer ISE

Methanol wird mit einer aktuellen Jahresproduktion von mehr als 100 Mio. t als chemischer Energieträger im Zuge der Energiewende an Bedeutung gewinnen. Im Rahmen seines Projekts „Power-to-Methanol – Grünes Methanol“ hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE schon im Dezember 2019 erfolgreich eine Miniplant-Anlage zur Methanolsynthese, also der Herstellung von Methanol aus Wasserstoff und CO2, in Betrieb genommen. (Foto: Scale-Down-Miniplant zur Erforschung der Methanolsynthese am Fraunhofer ISE – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Kühltürme des AKW Philippsburg gesprengt – NGO kommentieren

BUND: Spektakuläres Ende eines Risiko-Meilers – doch Probleme mit Atomenergie bleiben – Greenpeace-Aktivisten protestieren für Energiewende

Mit der Sprengung der beiden Kühltürme des AKW Philippsburg hat einer der störanfälligsten Meiler Deutschlands am 08.05.2020 ein spektakuläres Ende – so eine Medienmitteilung des BUND. Mit einer Projektion auf die Kühltürme haben Greenpeace-Aktivisten in der Nacht unmittelbar vor der Sprengung der beiden 153 Meter hohen Kühltürme des Atomkraftwerks „Platz schaffen für die Energiewende“ gefordert. Erst im vergangenen Dezember war das AKW in Baden-Württemberg vom Netz gegangen. Mehr als dreißig Jahre lief das Kraftwerk, obwohl es gegen geltende Sicherheitsanforderungen verstieß. Die Reaktoren wurden 2011 und 2019 im Rahmen des Atomausstiegs stillgelegt und werden seitdem zurückgebaut. „Jetzt müssen auch die Fesseln gesprengt werden, die den Ausbau von Wind- und Sonnenkraft in Deutschland behindern“, sagt Greenpeace-Sprecher Michael Meyer-Krotz. weiterlesen…

Green Deal zu schwarzen Bedingungen

Kommissionschefin von der Leyen und Kanzlerin Merkel wollen schärfere Klimaziele. Doch CDU/CSU unterhöhlen den Plan mit vielen Ausnahmen.

Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag hat ihre Bedingungen formuliert, unter denen sie den „Green Deal“ der EU-Kommission unterstützt: Demnach soll es mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit nur geben, wenn Deutschland unter anderem bei den künftigen CO2-Einsparungen entlastet wird, wie Bernhard Pötter am 13.05.2020 in der taz schrieb. weiterlesen…

Die Wissenschaft meldet sich zu Wort

Ernst Ulrich von Weizsäcker im Interview des forum Nachhaltig Wirtschaften
– mit freundlicher Genehmigung

Die aktuelle Pandemie hat Wissenschaftler zu vielbefragten Stars in den Fernsehstudios gemacht. Der Ehrenpräsident des Club of Rome war das schon lange vorher. Spätestens seit dem Entstehen der Fridays for Future-Bewegung, haben Wissenschaftler aktiv das Wort ergriffen und als Netzwerk der Scientists for Future (S4F) Klartext in Sachen Klimawandel gesprochen. forum Nachhaltig Wirtschaften kooperiert mit diesem Zusammenschluss von mehr als 26.800 Wissenschaftlern aller Disziplinen und stellt Forscher und Konzepte vor, die positive Denkanstöße für die notwendige Transformation geben und vorleben. weiterlesen…

Solardeckel als Jobvernichter

„100.000 Menschen in Lohn und Brot“

Seit einigen Jahren verzeichnet die Photovoltaik (PV)-Branche in Deutschland wieder steigende Installationszahlen und damit einhergehend eine positive Beschäftigungsdynamik. Mittlerweile sind in der Branche wieder mehr als 29.000 direkt Beschäftigte tätig und trotz der Corona-Pandemie zeigt sich die Beschäftigungssituation stabil. Diese positive Entwicklung droht durch das zeitnahe Erreichen des 52 GW Solardeckels zum Erliegen zu kommen. Stattdessen muss mit einem Abbau von mehr als der Hälfte der heute bestehenden Arbeitsplätze bis Ende des Jahres 2021 gerechnet werden. Das Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmen EUPD Research hat in zwei Entwicklungspfaden die jeweiligen volkswirtschaftlichen Effekte im deutschen PV-Markt bis 2023 berechnet: weiterlesen…

Nachhaltig zahlt sich aus

Umfrage: Nachhaltige Unternehmen resilienter in der Krise

Die Corona-Krise und die damit ausgelöste Ausnahmesituation stellt die Wirtschaft weltweit vor enorme Herausforderungen. Auch in Deutschland sind viele Betriebe und Unternehmen stark unter Druck. Aber die Krisensituation macht auch eines deutlich: Nachhaltige Unternehmen sind resilienter in der Krise, wie eine aktuelle Umfrage von UnternehmensGrün und verschiedene Studien zeigen. weiterlesen…

Bundesrat stimmt Mini-EEG-Novelle zu

„Kleiner Schritt auf langem Weg“

Der Bundesrat hat am 15.05.2020 den tags zuvor den vom Bundestag beschlossenen „Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2017 und weiterer energierechtlicher Bestimmungen“ – der sogenannten „Mini-EEG-Novelle“ – zugestimmt. Der Landesverband Erneuerbare Energien Nordrhein-Westfalen (LEE NRW) begrüßte die „krisenbedingten Änderungen des EEG“. Die Solarbranche drängt allerdings weiterhin auf die Aufhebung des Deckels. Auch der VKU versteht nicht, warum der Solardeckel weiter besteht. weiterlesen…

„Mini-EEG“ in erster Lesung

Solardeckel immer noch in Kraft – Privileg für Bürgerenergiegesellschaften gestrichen

Der Bundestag hat am 14.05.2020 einen Antrag der Grünen-Fraktion abgelehnt, den Solardeckel zu streichen: Um den absehbaren Markteinbruch bei der Neu-Installation von Photovoltaik im Segment bis 750 kWp abzuwenden, sollte der 52 GW-Deckel vor dessen Erreichung ersatzlos gestrichen werden. Dies hätte zur Folge gehabt, dass die bereits geltenden Regelungen des EEG unverändert weiter gelten und eine Vergütung nach dem EEG für Photovoltaik-Anlagen im Segment bis 750 kWp, die nicht an der Ausschreibung teilnehmen, weiter in Anspruch genommen werden könne. weiterlesen…

SRU fordert Budgetierung – Deutschland muss 2038 CO2-neutral sein, nicht erst 2050

SRU-Gutachten 2020: „Für eine entschlossene Umweltpolitik in Deutschland und Europa“

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen veröffentlichte am 14.05.2020 sein 556-seitiges Umweltgutachten 2020 mit dem Titel „Für eine entschlossene Umweltpolitik in Deutschland und Europa“ und erörterte es in einer Videokonferenz mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Hauptforderung: Deutschland muss viel früher CO2-neutral sein, nämlich 2038, nicht 2050. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verlören Klimawandel und Biodiversitätsverlust zwar aktuell an Aufmerksamkeit. Die langfristige Bedrohung der ökologischen Lebensgrundlagen bleibe aber bestehen. weiterlesen…