Methanemissionen weltweit auf Rekordhoch

Fell: „Investitionen in Erdgas sind verantwortungslos“

„Noch immer hält sich hartnäckig die Meinung, dass Erdgas eine notwendige Übergangstechnologie auf dem Weg zu 100 % Erneuerbaren Energien sei“, schreibt der Energieexperte Hans-Josef Fell am 24.04.2020 in seinem Internetportal. Begründet werde das mit den geringeren CO2-Emissionen beim Verbrennen von Erdgas im Vergleich zu Kohle oder Heizöl. Oft werde jedoch „bewusst verschwiegen oder einfach übersehen, dass in der Vorkette der Bereitstellung von Erdgas bereits viel Methan emittiert wird, infolge von Leckagen bei den Bohrlöchern und Pipelines. Dabei ist Methan wesentlich klimaintensiver als CO2. Neben den genannten Erdgasleckagen sind Massentierhaltung von Rindern, Reisanbau und vor allem fortschreitendes Auftauen von Permafrostböden Ursachen für Methanemissionen.“ weiterlesen…

Insektenschwund weltweit sehr divers

Bislang umfassendste Studie zeigt Rückgang landlebender, Erholungen bei Süßwasser-Insekten

Eine Analyse weltweiter Langzeitstudien zeigt, dass die Zahl landlebender Insekten zurückgeht. Sie sank im Schnitt um 0,92 % pro Jahr, was einem Rückgang von 24 % über 30 Jahre entspricht. Gleichzeitig stieg die Zahl der an Süßwasser gebundenen Insekten wie Libellen und Köcherfliegen um 1,08 % pro Jahr. Dies könnte die Folge von Gewässerschutzmaßnahmen sein. weiterlesen…

Klimawandel bereitet Deutschen ebenso große Sorgen wie Corona

Vor allem stark von COVID-19 betroffene Länder sehen gleichgroße Gefahr durch Klimawandel

Mehr als zwei Drittel der Deutschen (69%) sind der Ansicht, dass der Klimawandel langfristig gesehen eine ebenso ernste Krise ist wie die gegenwärtige COVID-19-Pandemie. Nur jedem vierten Bundesbürger (24%) bereitet die Ausbreitung des Coronavirus auf lange Sicht größere Sorgen als die Klimakrise. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Ipsos, die vom 16. bis 19. April unter 28.000 Personen in 14 Ländern durchgeführt wurde. weiterlesen…

Schweden dekarbonisiert

Stockholms letzter Kohlemeiler vom Netz

Die Stockholmer Exergi AB hat am 16.04.2020 ihr Kohlekraftwerk KVV6 in Värtaverket vom Netz genommen. Schweden ist damit das dritte EU-Land, das die Kohle endgültig aus seiner Stromproduktion gestrichen hat. Das letzte Kohlekraftwerk, seit 1989 in Betrieb, wurde zwei Jahre früher als geplant geschlossen. Das Unternehmen bezeichnete dies als einen „Meilenstein“ für saubere Energie in Schweden. weiterlesen…

Corona-Pandemie und Klimaschutz

von Peter Hennicke

  1. Corona- und Klimakrise: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die Verbundenheit der Menschheit, die wechselseitige Abhängigkeit aller Länder und die ökonomische Verwundbarkeit der globalisierten Weltwirtschaft hat die Corona-Pandemie wie keine andere Krise nach dem 2. Weltkrieg ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Insbesondere die weltweite rapide Ausbreitung und die unmittelbare Betroffenheit potenziell jedes Menschen auf diesem Planeten hat die „Eine Welt“ schon jetzt grundlegend verändert und wird sie weiter verändern. weiterlesen…

Corona-Krise: Was wird aus den CO2-Zertifikaten?

EWI-Forscher prüfen: Hält die neu eingeführte Marktstabilitätsreserve, was sie verspricht?

Die Corona-Krise ist die erste Bewährungsprobe für den Europäischen Emissionshandel und seine neu eingeführte Marktstabilitätsreserve. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler laut einer Medienmitteilung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) in einem jetzt veröffentlichten White Paper, das im Magazin Erneuerbare Energien zusammengefasst wird. Denn kurzfristig führt die Krise zu geringeren Emissionen – viele Industrieunternehmen haben ihre Produktion gedrosselt und brauchen daher weniger Zertifikaten aus dem Emissionshandel (ESM). Doch auch langfristig könnten durch die Marktstabilitätsreserve (MSR) Emissionen eingespart werden, so die Wissenschaftler auf der EWI-Internetseite. weiterlesen…

Klares Bekenntnis tut not

Vor Petersberger Klimadialog: Konjunkturpakete müssen helfen, Corona- und Klimakrise zu entschärfen

Der 11. Petersberger Klimadialog mit hochrangigen Vertretern aus 35 Staaten, der am 27.04. und 28.04.2020 erstmals als Videokonferenz stattfinden wird, ist die erste große internationale Klimakonferenz dieses Jahres. Nach der Verschiebung des Weltklimagipfels infolge der Corona-Krise fällt ihm eine noch größere Bedeutung zu. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch erwartet hier klare Bekenntnisse, dass staatliche Hilfen für Investitionen und neue Rahmenbedingungen als Reaktion auf die Corona-Krise dabei helfen müssen, auch die globale Klimakrise zu entschärfen. weiterlesen…

Welche Welt wollen wir nach Covid-19?

Gastkommentar in EURACTIV zur Corona-Pandemie von Frans Timmermanns und Bertrand Piccard

Covid-19 hat viel Unsicherheit und Leid verursacht, aber die Nachwirkungen der Krise bieten die Chance, mit alten Gewohnheiten zu brechen und eine gleichermaßen nachhaltige wie wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen, schreiben Frans Timmermans und Bertrand Piccard (Solar Impulse 2, re.). Ein „Weiter so!“ als Rettungspaket kann nicht die Antwort sein. Statt verzweifelt zu versuchen, zum Zustand vor der Coronakrise zurückzukehren, sollte unser Ziel eine andere, bessere Wirtschaft sein. weiterlesen…

Mehr als 180 Organisationen und Unternehmen fordern Klima-Konjunkturpaket

Über 180 Organisationen und Unternehmen fordern Klima-Konjunkturpaket

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre zuständigen Kabinettsmitglieder Altmaier, Braun, Seehofer, Scholz und Schulze fordern mehr als 180 Organisationen und Unternehmen ein Klima-Konjunkturpaket zur wirtschaftlichen Wiederbelebung nach der Coronakrise. Es müsse aber im Einklang mit den Klima- und Energiezielen stehen – so eine Medienmitteilung der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF). weiterlesen…

Earth Day 2020: „Digital – Ironie des Schicksals“

NZZ: „womöglich große Chance, uns der Erde wieder näherzubringen“

Der 22. April ist – dieses Jahr zum 50. Mal – „Earth Day“ der „Tag der Erde“. Der weltweite Aktionstag – Corona geschuldet erstmals digital – soll die Wertschätzung für unseren Planeten stärken und auf Umweltprobleme wie Klimakrise, Artensterben und Plastikmüll ins Bewusstsein rücken. Die Entwicklungen werden dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen zufolge das Leben auf der Erde massiv verändern. weiterlesen…