„Handabdruck“ statt „Fußabdruck“

Ein Konzept für mehr Optimismus im Klimaschutz?

Inspiration statt Frustration, Handeln statt Lähmung – dies will das Konzept des „Carbon Handprint“ schaffen, indem es positive Auswirkungen von Klimaschutz sichtbar und erzählbar macht. Denn auch wenn Informationen über Klimasünden wichtig sind, wirken sie häufig eher demotivierend. Wer sich intensiver mit Klimaschutz beschäftigt, stößt rasch auf den sogenannten „CO2-Fußabdruck„. Dieses Anfang der 90er Jahre entwickelte Konzept (engl.: „carbon footprint“) soll die Treibhausgasemissionen eines Menschen anschaulich machen, die er oder sie etwa durch Ernährung, Wohnen oder Verkehr verursacht. Je höher die Emissionen desto größer der sinnbildliche Fußabdruck. Was eine umgekehrte Sichtweise nach dem Motto „Was haben wir schon alles geschafft!“ bringen könnte, analysierte Julia Schilly für klimafakten.de am 16.05.2019. weiterlesen…

Grüne fordern Klimaschutz-Union

Antrag im Bundestag: Treibhausgasneutral bis 2040

Mit ambitionierten Klimazielen soll die Europäische Union zu einer „Klimaschutz-Union“ weiterentwickelt werden, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (19/9953), in dem sie vor allem die Bundesregierung in der Pflicht sehen. Dabei gerät vor allem in den kritischen Blickpunkt der Grünen, dass die Regierung sich noch nicht zu einem ehrgeizigeren EU-Langfristziel verstanden habe. Damit stehe die Bundesrepublik an der Seite von Ländern wie Polen, Ungarn oder Tschechiens, welche die Klimaschutzmaßnahmen der EU nicht auf das 1,5-Grad-Ziel ausgerichtet sehen wollten. Konkret fordert die Fraktion von der Bundesregierung unter anderem, das europäische Ziel für Treibhausgasemissionen für 2030 von 40 auf 60 Prozent zu erhöhen. weiterlesen…

Lesehinweis: Batterie oder Wasserstoff?

„Wer entscheidet den Technologiewettkampf auf der Schiene?“

Die Erfolgsgeschichte der Brennstoffzellenzüge bekommt gerade einen herben Dämpfer: Wie die Kieler Nachrichten meldeten, könnten ab 2022 zwar Elektrozüge durch Schleswig-Holstein rollen, voraussichtlich aber welche mit Batterien und nicht mit Wasserstoff. Entschieden sei dies allerdings noch nicht, weil der Triebwagenhersteller Alstom derzeit noch gegen das Ausschreibungsverfahren klage. weiterlesen…

Lesehinweis: Vorbild Schweiz?

Finanzwirtschaft, politische Partizipation Klimapolitik: Was vom Nachbarn abschauen – was nicht?
FAZ-Kommentar von Johannes Ritter, Zürich

„Wieder einmal dient die Schweiz als Vorbild. Diesmal nicht auf dem Feld der politischen Partizipation oder der Schuldenbremse, sondern in der Klimapolitik: Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will sich am Schweizer Vorgehen orientieren, um dem Ausstoß von Kohlendioxid ein Preisschild zu verpassen und auf zugleich praktikable, wirksame und sozial gerechte Weise die Emissionen spürbar zu verringern. Das hat sie auf dem Petersberger Klimadialog bekräftigt. In der Tat inspirieren die Eidgenossen wieder einmal mit einer innovativen Idee – doch man kann bei ihr auch besichtigen, welche Fallstricke es in der Anwendung zu vermeiden gilt. weiterlesen…

Deutschland Drittletzter

EU-Studie: Platz 26 (von 28) für deutsche Energieeffizienzpolitik

In einer am 16.05.2019 veröffentlichten Studie landet Deutschland mit seinem Entwurf für den Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) auf dem 26. Platz unter den 28 EU-Staaten. Insbesondere bei der Energieeffizienz droht Deutschland den Anschluss zu verlieren, warnte die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF). Luxemburg und die Niederlande haben die ambitioniertesten Energieeffizienzziele an die EU gemeldet. Vor allem mangele es in Deutschland aber an politischen Maßnahmen zur Erreichung seiner nationalen Energieeffizienzziele, heißt es in der von der European Climate Foundation beauftragten Studie. Bei konkreten Energieeffizienzpolitiken liegt Deutschland auf Platz 26 von 28. weiterlesen…

2020 wird definitiv nicht erreicht – 2050 offen

Deutschland verfehlt Klimaschutzziel ein bisschen weniger als gefürchtet

Am 06.02.2019 billigte das Bundeskabinett den von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegten Klimaschutzbericht 2018, demzufolge Deutschland 2020 trotz zusätzlicher Maßnahmen nur 32 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 in die Atmosphäre pusten würde (siehe: solarify.eu/klimaziel-klassenprimus-muss-nachsitzen). Nach dem am 15.09.2019 vom Bundesumweltministerium veröffentlichten neuen Projektionsbericht 2019 sollen es aktualisiert Prozent sein – etwas (aber kaum spielentscheidend) mehr als 2018. Geplant und vollmundig überall herumposaunt hatte der abgestürzte Klimavorreiter Deutschland 40 Prozent. Bis zum Koalitionsvertrag 2018. weiterlesen…

Brennstoffzellen für E-Flugzeuge

US-Forscher setzen auf Wasserstoff – NASA finanziert Forschung an neuem Treibstoffkonzept

H2 grün - SymbolForscher der University of Illinois entwickeln in einem von der NASA finanzierten Projekt einen neuartigen Ansatz für rein elektrische Flugzeuge. Obwohl Verbesserungen bei Karosserien und Motorsystemen die Flugeffizienz gesteigert haben, führt die anhaltende Abhängigkeit von Kohlenwasserstoff-Energieträgern nicht nur weiterhin zu schwankenden Betriebskosten, sondern die zivile Luftfahrt trägt auch nach wie vor erheblich zu den Treibhausgasemissionen bei. So soll z.B. der Flugverkehr in den USA und damit die Emissionen in den nächsten 20 Jahren um 90 Prozent steigen. Um diese Probleme anzugehen, schlägt diese Forschung einen grundlegenden Wandel weg vom Kerosin hin zu nachhaltigeren Energiequellen für die Luftfahrt und die Einführung neuer elektrisch angetriebener Antriebssysteme für kommerzielle Flugzeugsysteme vor, schreibt Debra Levey Larson am 13.05.2019 in den Nachrichten des College of Engineering der University of Illinois. weiterlesen…

Extremwetter kommen Europäer teuer zu stehen

Schon jetzt mehr Waldbrände als im ganzen Jahr 2018

Zwischen 1980 und 2017 sind rund 115.000 Menschen in der EU durch Waldbrände, Überschwemmungen und andere Extremwetter-Ereignisse getötet worden. In Europa haben Waldbrände in der ersten Jahreshälfte 2019 bereits mehr Landfläche verwüstet als im gesamten Jahr 2018, so die Daten der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Union. Sollte dieser Trend anhalten, könnte dieses Jahr der „Rekord“ von 2017 gebrochen werden. Damals hatten riesige Brände vor allem in Italien, Portugal und Spanien mehr als 800.000 Hektar Land vernichtet. Nach Angaben der GFS hat die diesjährige Brandsaison besonders früh begonnen und bereits 250.000 Hektar Land gekostet. Im Gesamtjahr 2018 waren es „nur“ 181.000 Hektar – und die Saison begann erst im Juni. Nachzulesen in EURACTIV.com – Autor: Sam Morgan – Übersetzung und Bearbeitung: Tim Steins und Zoran Radosavljevic. weiterlesen…

CO2-Konzentration überschreitet erstmals 415 ppm

Neue Mauna-Loa-Messdaten erreichen Rekordwert von 415,50 ppm

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt unaufhörlich – und immer schneller – weiter an. Seit 1974 misst die NOAA-Station am Mauna Loa auf Hawaii kontinuierlich die CO2-Konzentration. Begonnen hatte damit bereits Charles David Keeling Ende der 1950er Jahre. Daraus ist dann 1957 die ständig steigende nach ihm benannte Keeling-Kurve entstanden. Am 13.05.2019 wurde ein neuer Rekord erreicht. Gemessen wurde erstmals eine CO2-Konzentration von 415,50 ppm, wie die mit den Messungen beauftragte Scripps Institution of Oceanography (heute Teil der Universität von Kalifornien in San Diego) mitteilte. weiterlesen…

Dekarbonisierung als „Insellösung“

Intelligente Energiespeicher- und -netze für sieben europäische Inseln

Nachdem das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) als Partner im EU-Projekt NETfficient in den letzten drei Jahren die Stadtwerke Borkum auf dem Weg zur Energieautarkie begleitet hat, lebt die gewonnene Erfahrung nun im Projekt INSULAE in Kooperation mit den Stadtwerken Norderney weiter. weiterlesen…