Merkel zu Macron: „…nicht einfach Ja sagen“

Rede beim Petersberger Klimadialog: Treibhausgasneutralität bis 2050

Beim 10. Petersberger Klimadialog am 14.05.2019 in Berlin (siehe solarify.eu/petersberger-klimadialog-mit-kritik-zu-ende-gegangen) hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Rede, in der sie sich dem Vorschlag des französischen Präsidenten Emanuel Macron annäherte und im Gegensatz zu früheren Äußerungen signalisierte, wenn der Weg klar sei, könne man gemeinsam auf eine europäische CO2-Neutralität hinarbeiten. Merkel wörtlich: „Die Diskussion soll sich nicht darum drehen, ob wir es erreichen können, sondern darum, wie wir es erreichen können. Wenn wir darauf eine vernünftige Antwort finden, dann können wir uns der Initiative der neun Mitgliedstaaten der Europäischen Union anschließen. Ich würde mir wünschen, dass wir das können.“ Solarify dokumentiert die vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung verbreitete Ansprache. weiterlesen…

„Wichtiger Schritt“

Merkel bekennt sich zu Treibhausgasneutralität bis 2050

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch begrüßt das klare Bekenntnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim 10. Petersberger Klimadialog (siehe: solarify.eu/petersberger-klimadialog-mit-kritik-zu-ende-gegangen) zu Treibhausgasneutralität bis 2050. „Das ist ein wichtiger Schritt“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „Endlich kommt die Bundesregierung damit ein Stück weit heraus aus ihrer Klimabremserrolle auf EU-Ebene und international. Die Kanzlerin erkennt an, dass Treibhausgasneutralität bis 2050 in Deutschland und EU zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens notwendig ist. Um die globale Klimakrise zu verhindern, müssten Deutschland und EU dieses Ziel eigentlich sogar früher anstreben.“ weiterlesen…

Greenpeace Schweiz fordert Ende der Finanzierung fossiler Energieträger

Finanzplatz befeuert Klimaerhitzung

Der Schweizer Finanzplatz ist einer der wichtigsten der Welt. Deshalb ist die Verantwortung der hier ansässigen Finanzakteure für einen globalen Klimaschutz enorm. Doch noch nehmen die Banken, Versicherungen und Pensionskassen diese Verantwortung viel zu wenig wahr, so Greenpeace Schweiz: Während alle Haushalte und Unternehmen in der Schweiz jedes Jahr knapp 50 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, verschuldet der Finanzplatz mit seinen weltweiten Kapitalanlagen in fossile Energien jährlich rund 1.100 Millionen Tonnen CO2. weiterlesen…

Eine Woche ohne Kohlestrom

Was jetzt noch als Sensation gilt, wird bald die Regel sein: Bis 2025 steigt das Vereinigte Königreich aus der Kohle aus.

Seit der Inbetriebnahme des ersten Kohlekraftwerks im Jahr 1882 ist Großbritannien abhängig von der Kohleverstromung. Umso erfreulicher war deshalb vor zwei Jahren die Meldung, dass der Inselstaat einen kompletten Tag ohne Kohlestrom auskam. Diese Sensation wurde nun wiederholt – diesmal jedoch an sieben Tagen hintereinander. Eine komplette Woche lang leisteten die Kohlekraftwerke keinen Beitrag zur Stromversorgung des Vereinigten Königreichs, wie der Netzbetreiber National Grid bekannt gab. Doch die Sache hat einen Haken, wie Joschua Katz am 11.05.2019 für energiezukunft schrieb. weiterlesen…

Grüne beantragen Bundesnetzgesellschaft

Bundes-Stromübertragungsnetz – eine Überlegung wert

Die Grünen-Bundestagsfraktion hat mit einem Antrag einen erneuten Vorstoß zur Verstaatlichung der Stromnetze unternommen. Sie wollen aus den momentan bei der KfW geparkten Anteilen am Netzbetreiber 50 Hertz die Basis für die Gründung einer Bundesnetzgesellschaft machen. Die Staatsanteil an den vier großen Übertagungsnetzen sollen dann mit der Zeit in einer Bundesnetzgesellschaft zusammengefasst werden. Die Grünen erhoffen sich dadurch einen Impuls für den Netzausbau. Zudem seien die Stromnetze als kritische Infrastruktur besonders schützenswert und damit eine Beteiligung des Bundes sinnvoll. weiterlesen…

Petersberger Klimadialog mit Kritik zu Ende gegangen

BMU: „Signal für gemeinsame Fortschritte beim Klimaschutz“

Sie verstehe die Demonstrationen der Fridays-for-Future-Bewegung, sie seien zwar „alles andere als bequem, aber ich will ausdrücklich sagen, das ist verständlich, denn aus der Perspektive der jungen Menschen steht unsere Natur, unser Zusammenleben zur Disposition“, die Kinder machten zu Recht Druck, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 14.05.2019 beim 10. Petersberger Klimadialog in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor hatte zuvor Greenpeace die Dialog-Teilnehmer mit großen Buchstaben aus Eisblöcken empfangen: „Last Exit“. „Erfolgreiche Klimapolitik wird an der Menge eingesparter Emissionen gemessen, nicht an der Anzahl an Gesprächskreisen, zu denen die Kanzlerin einlädt“, kritisierte Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner. weiterlesen…

Warum sinken CO2-Emissionen so langsam?

ESYS-Fachleute nennen Gründe in neuem „Kurz erklärt!“

Im vergangenen Jahr sind die CO2-Emissionen in Deutschland laut Umweltbundesamt erstmals seit 2014 merklich auf 866 Millionen Tonnen gesunken. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, genügt das aber nicht. Warum sinken die Emissionen nicht deutlicher, obwohl Windkraft- und Solaranlagen stetig ausgebaut werden? Immerhin deckten regenerative Energiequellen 2018 fast 38 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs. Vier Hauptgründe nennen Fachleute des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften – ESYS) einer gemeinsamen Medienmitteilung vom 14.05.2019 zufolge in der neuen Publikation „Kurz erklärt!“ vier Hauptgründe. weiterlesen…

GaN-Energiesparchips als Turbo für erneuerbare Energie, Elektromobilität und CO2-Einsparung

Startschuss für 48-Millionen-Projekt fiel in Kärnten

Unter der Leitung von Infineon Austria in Villach fiel am 13.05.2019 der Start­schuss für das europäische Forschungsprojekt UltimateGaN (Research for GaN technologies, devices and applications to address the challenges of the futureGaN roadmap). 48 Millionen Euro werden in den nächsten drei Jahren in die Entwicklung eines Energiespar-Chips investiert. Geforscht wird laut dem Kärntner Regierungs-Pressedienst unter dem Titel UltimateGaN in 26 Unternehmen aus neun Ländern. Bereitgestellt werden sollen Leistungshalbleiter zu global wettbewerbsfähigen Kosten für viele Anwendungen. Damit leistet das ECSEL-Projekt (Elektronische Komponenten und Systeme für die Europäische Führung Österreich) einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieeffizienz und zur CO2-Reduktion. weiterlesen…

Europa entscheidet über die Umwelt

Umfrage: 59 Prozent vertrauen auf die EU beim internationalen Klima- und Umweltschutz

Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland trauen der EU am ehesten zu, den internationalen Umwelt- und Klimaschutz voranzutreiben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen und repräsentativen Civey-Umfrage* im Auftrag des WWF Deutschland. Demnach sehen 59 Prozent der Befragten zuallererst die EU in der Lage, etwas für den Schutz unserer Lebensgrundlagen zu tun. weiterlesen…