Elektrolyseverfahren für nachhaltige chemische Produktion

Energie und Ressourcen einsparen, Kohlendioxid-Emissionen verringern

Basischemikalien als Grundstoffe für vielfältige Produkte wie Medikamente oder Waschmittel lassen sich bisher nur mit enorm hohem Energie- und Rohstoffaufwand produzieren. Dabei sind häufig noch fossile Energieträger und Rohstoffe im Einsatz. Allein die Gewinnung chemischer Stoffe setzt hohe Temperaturen, teure Katalysatoren aus Edelmetallen und teilweise auch umweltschädliche Ausgangsstoffe voraus. Ziel des vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Univerität Mainz (JGU) geleiteten Zukunftsclusters ETOS ist es laut einer Medienmitteilung vom 06.10.2022, auf Basis von Elektrolyse nachhaltigere Verfahren zu entwickeln. Mit grünem Strom sollen sie eine Grundlage für die CO2-neutrale chemische Produktion schaffen. weiterlesen…

Fraunhofer demonstriert Verfahren zu Produktion klimaneutraler Kraftstoffe aus Klärschlamm

EU-Forschungsprojekt zu alternativen Kraftstoffen abgeschlossen

Im Projekt „To-Syn-Fuel“ wurde ein vom Fraunhofer Institut UMSICHT entwickeltes Verfahren zur Herstellung von Kraftstoffen aus Biomassereststoffen im Demonstrationsmaßstab umgesetzt. Aus 500 Tonnen Klärschlamm wurden laut einer Medienmitteilung vom 05.10.2022 bislang mehr als 50.000 Liter biogenes Rohöl gewonnen. Der Bau eines Großdemonstrators im bayerischen Hohenburg (Landkreis Amberg-Sulzbach) wurde im Rahmen eines EU-Vorhabens von 11 europäischen Partnern mit 12,5 Millionen Euro gefördert. Zum Abschluss des Projekts absolvierte ein Testfahrzeug mit dem Kraftstoff eine Rundreise von mehr als 2.000 Kilometern durch Europa. (Foto: Fraunhofer Groß-Demonstrator für die dezentrale Konversion von Klärschlamm in Benzin- und Dieselkraftstoff, und die Erzeugung von grünem Wasserstoff – © Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

Klimawandel macht diesjährige Sommerdürre 20x wahrscheinlicher

Katastrophe droht

Hohe Temperaturen, angeheizt durch den (anthropogenen) Klimawandel, trockneten in diesem Sommer die Böden der nördlichen Hemisphäre außerhalb der Tropen aus. Zu dem am veröffentlichten Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit daür im Steigen begriffen ist, kommt ein Team von Klimaforschenden unter der Leitung der ETH Zürich im Namen der World Weather Attribution Group (WWAG). weiterlesen…

Röntgenquellen wie BESSY II beschleunigen Erzeugung grünen Wasserstoffs

Grüner Wasserstoff: Raschere Fortschritte durch moderne Röntgenquellen

Mit der Elektrokatalyse von Wasser lässt sich elektrische Energie aus Sonne oder Wind zur Erzeugung von grünem Wasserstoff nutzen und so speichern. Ein Überblicksbeitrag in Angewandte Chemie zeigt, dass moderne Röntgenquellen wie BESSY II die Entwicklung von passenden Elektrokatalysatoren vorantreiben können. Vor allem lassen sich mit Hilfe von Röntgenabsorptionsspektroskopie die aktiven Zustände von katalytisch aktiven Materialien für die Sauerstoffentwicklungsreaktion bestimmen – ein wichtiger Beitrag, um effiziente Katalysatoren aus günstigen und weit verbreiteten Elementen zu entwickeln. (Grafik: Manganoxide in verschiedenen strukturellen Varianten – spannende Materialklasse für Elektrokatalysatoren – © M. Risch, HZB) weiterlesen…

Eisen als Energiespeicher

Metallpulver: umweltfreundlicher Brennstoff der Zukunft?

Teams von Max-Planck-Institut für Eisenforschung und Technischer Universität Eindhoven untersuchten, wie Eisen zur Speicherung und zum Transport von Energie genutzt werden kann. Nachhaltige Energie kann aus Wind, Sonne und Wasser gewonnen werden. Solche erneuerbaren Energiequellen sind jedoch wetterabhängig: In Spitzenzeiten von Wind und Sonne wird überschüssige Energie erzeugt, die in Zeiten mit weniger Wind und Sonnenschein benötigt wird. Doch wie lässt sich diese überschüssige Energie effizient speichern und transportieren? (Bild: Eisenpulver als nachhaltiger Energieträger in einem Brenner im Industriemaßstab – © Laurine Choisez, Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH) weiterlesen…

Förderaufrufe von BMWK und BMBF

Gemeinsamer Förderaufruf zu Grünem Wasserstoff und Grüner Chemie – BMWK fördert Wärmepumpen

Zur Sitzung des deutsch-niederländischen Klimakabinetts stellen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das für Wirtschaft und Klimaschutz am 04.10.2022 den neuen Förderaufruf „Electrochemical Materials and Processes for Green Hydrogen and Green Chemistry“ (ECCM) vor. Gemeinsam mit dem niederländischen Forschungsrat rufen sie dazu auf, Vorschläge für Forschungsprojekte im Bereich der elektrochemischen Materialien und Prozesse für Grünen Wasserstoff und Grüne Chemie einzureichen. Am 07.10.2022 ruft das BMWK mit einer weiteren Forschungsinitiative Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu technologischen Innovationen im Bereich klimaneutraler Wärme und Kälte auf. Wärmepumpen spielen hier eine Schlüsselrolle, denn sie sind vielfältig einsetzbar. weiterlesen…

Aus altem Polyurethan neues herstellen

…und den Materialkreislauf von PUR-Hartschäumen schließen

Wie lassen sich Polyurethan-(PUR)-Dämmstoffe aus Alt-Kühlschränken künftig in industriellem Maßstab in den Stoffkreislauf zurückführen, statt sie (nur) „energetisch zu verwerten“, also zu verbrennen? Das Recycling dieser Post-Consumer-Abfälle ist Gegenstand einer Kooperation von KraussMaffei, RAMPF, REMONDIS und BASF. weiterlesen…

Machine Learning verbessert Klimamodelle

Realistischere Klimasimulationen dank Künstlicher Intelligenz

KKlimamodelle sagen vorher, wie sich das Erdklima über Jahrzehnte bis Jahrhunderte hinweg verändern könnte. Doch die akkurate Modellierung extremer Niederschlagsereignisse bleibt für Klimamodelle eine große Herausforderung. Um das zu ändern, haben Forschende der Technischen Universität München zur Verbesserung der Klimamodellierung nun auf Methoden des Machine Learnings gesetzt, die sonst auch bei der Erstellung von Bildern zum Einsatz kommen können – so eine Medienmitteilung der TU München vom 04.10.2022. weiterlesen…

RWE steigt acht Jahre früher aus der Kohle aus

Eckpunktevereinbarung: Meilenstein für den Klimaschutz, Stärkung der Versorgungssicherheit und Klarheit für die Menschen in der Region

Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat sich laut einer Medienmitteilung vom 04.10.2022 mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der RWE AG auf Eckpunkte für das Vorziehen des Kohleausstiegs um acht Jahre auf 2030 verständigt. Die mindestens eingesparten 280 Millionen Tonnen CO2 sind ein Meilenstein für den Klimaschutz in Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Ministerin Neubaur: „Mit den vereinbarten Eckpunkten zum Kohleausstieg 2030 setzen wir einen Meilenstein unseres Koalitionsvertrages in puncto Klimaschutz verantwortungsvoll um.“ weiterlesen…

Mit der industriellen Wärmewende Erdgas einsparen und das Klima schützen

Zur Unterstützung von Wärmewende in der Industrie muss Politik zügig regulatorische Hemmnisse beseitigen

Rund 90 Terawattstunden Erdgas könnten bis 2030 eingespart werden, wenn die Industrie ihre Prozesswärme bis 500 Grad Celsius künftig elektrisch erzeugte. Das geht aus einer Studie des Think Tanks Agora Industrie hervor. Mittels Wärmepumpen und Elektrodenkesseln könne der Sektor in den kommenden acht Jahren bis zu drei Viertel der durch den europäischen RePowerEU-Plan vorgegebenen Erdgaseinsparungen erzielen und so einen wichtigen Schritt zur Energiesicherheit leisten, heißt es in einer Medienmitteilung vom 30.09.2022. weiterlesen…