Weitere Klagen gegen RWE-E.ON-Fusion

„Verheerende Folgen für intakten Wettbewerb im liberalisierten Energiemarkt“ möglich

Die Freigabe der Fusion von RWE und E.ON durch EU-Kommission und Bundeskartellamt (BKartA) 2019 wird – so die Energie-Kanzlei Büttner-Becker-Held (BBH) am 01.02.2021 in ihrem Blog – „das Gesamtgefüge des deutschen Energiemarkts nachhaltig verändern und kann verheerende Folgen für den intakten Wettbewerb im liberalisierten Energiemarkt haben“ (siehe auch BBH-Blog vom 28.08.2019). Eine Reihe von Unternehmen hatte – begleitet durch Becker Büttner Held – deshalb bereits im Mai 2020 vor dem Europäischen Gericht (EuG) auf Nichtigkeit geklagt. Nun hat die Frankfurter Mainova zusammen mit weiteren zehn Energieversorgern eine zweite Nichtigkeitsklage beim EuG eingereicht. Der VKU unterstützt die Klage. weiterlesen…

Ausbau des deutschen Stromnetzes für 17 Mrd. Euro

Bundestag gibt grünes Licht für neue Stromtrassen

Der Bundestag hat am 29.01.2021 den weiteren Ausbau des deutschen Stromnetzes auf den Weg gebracht. Die Abgeordneten verabschiedeten am späten Abend den neuen Bundesbedarfsplan, der unter anderem 35 weitere Projekte enthält (Meldung des Deutschlandfunks). „Für die Realisierung der neu in den Bundesbedarfsplan aufgenommenen Netzausbauvorhaben werden schätzungsweise Kosten in Höhe von circa 17,3 Milliarden Euro als einmalige Investitionskosten über einen mehrjährigen Zeitraum entstehen“, so das „Gesetz zur Änderung des Bundesbedarfsplangesetzes und anderer Vorschriften„. weiterlesen…

Ökostromausbau-Beschleunigungsgesetz statt neuen Netzausbaus

Leitungsausbau-Gesetze unnötig


Energie-Experte Hans-Josef Fell droht in einem aktuellen Kommentar „den Überblick [zu] verlieren“, angesichts des beschlossenen „x-ten Gesetzes zur Beschleunigung des Leitungsausbaus“ – Folge des neuen Zieles von 65% Ökostrom bis 2030. Jeweils „nach zwei bis drei Jahren“ merke die Berliner Politik, dass sie beim Ausbau der Erneuerbaren Energien nachsteuern muss und beschließt ein zwar höheres aber weiter unzulängliches Ausbauziel“. Noch immer herrsche die irrige politische Meinung, der Ausbau der Erneuerbaren Energien könne nur mit dem Ausbau großer Übertragungsnetze stattfinden. weiterlesen…

Stromspeicher aus Atommüll

Batterien, die 28.000 Jahre ihre Ladung behalten

Forscher haben festgestellt, dass Batterien aus Nanodiamanten 28.000 Jahre lang halten könnten: Die kalifornische Batterie-Firma NDB sagt, dass ihre Nano-Diamant-Batterien wie winzige Generatoren wirken, indem sie übrig gebliebenes radioaktives Material aus Kernreaktoren nutzen, um elektrische Energie zu erzeugen. Unbehandelt ist die radioaktive Graphitkomponente hochgefährlich, schwer sicher zu lagern und hat eine sehr lange Halbwertszeit. weiterlesen…

Klima-Umfrage per Videospiel

Zwei Drittel von weltweit 1,2 Millionen Adressaten: Klimawandel ist „globaler Notfall“

Die Idee zur größten jemals durchgeführten Meinungsumfrage zum Klimawandel kam Cassie Flynn in der New Yorker U-Bahn: „Ich schaute mich um und alle waren an ihren Handys und die meisten spielten Spiele.“ Flynn ist strategische Beraterin des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) für den Klimawandel und Leiterin der Initiative „Klimaversprechen“, das Ländern hilft, ehrgeizigere Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. Sie startete eine Umfrage, welche die Vereinten Nationen als die größte jemals zu diesem Thema durchgeführte bezeichnen, wurde über Anzeigen in populären Video- und Puzzlespielen wie Angry Birds, Subway Surfers, Sudoku und Words With Friends, verbreitet, wodurch vor allem jüngere Menschen erreicht werden konnten. weiterlesen…

Wasserstoffpotenziale von Häfen heben

Erheblicher Nutzen für Logistik und Verkehrswirtschaft durch CO2-Neutralität

Logistik und Verkehrswirtschaft können erheblichen Nutzen aus innovativen Konzepten und klimaneutralen Verfahrensweisen auf Basis von Wasserstofftechnologien ziehen. Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) legt mit seiner durch die Kieserling Stiftung geförderten Untersuchung den Grundstein für diese Konzepte und Verfahrensweisen. Zunächst wird der Energiebedarf an fossilen Energieträgern von Umschlag- und Logistikunternehmen im Bereich der Bremerhavener Häfen exemplarisch ermittelt. (Foto: Wasserstoffpotenziale in den Häfen heben – © Julius Silver auf Pixabay) weiterlesen…

Abschied vom Benziner

General Motors will bis 2040 CO2-neutral werden

General Motors, größter US-Autohersteller, will bis 2040 klimaneutral werden – so eine Medienmitteilung aus Detroit vom 28.01.2021 – und zwar „bei sämtlichen globalen Produkten und Aktivitäten“. Bis 2035 sollen die Auspuffemissionen von neuen leichten Nutzfahrzeugen eliminiert werden. GM hat sich dem Business Ambition Pledge für 1,5° C verpflichtet. weiterlesen…

Viele Unternehmen unterschätzen Risiken des Klimawandels

Nur jedes zweite DAX-30-Unternehmen berichtet

Der Klimawandel birgt ökonomische Risiken für Unternehmen. Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts (UBA) zeigt, dass nur etwa die Hälfte der DAX-30-Unternehmen öffentlich über diese Risiken berichtet. Keines der untersuchten 100 größten Unternehmen informiert darüber, ob die Unternehmensstrategie gegenüber einem stärkeren Klimawandel resilient und mit einer anspruchsvollen Klimaschutzpolitik kompatibel ist. Wissenschaftliche Untersuchungen des Umweltbundesamtes zeigen im Gegensatz zu den Einschätzungen der Unternehmen, dass die Schäden durch den Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen werden. (Foto: Abgestorbene Bäume – © Free-Photos auf Pixabay) weiterlesen…

Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen Netzentwicklungsplan Strom 2035, Version 2021

Vierwöchige Konsultation beginnt

Am 29.01.2021 haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) 2035 in der Version 2021 auf netzentwicklungsplan.de veröffentlicht. Damit beginnt einer Medienmitteilung von Amprion zufolge eine vierwöchige öffentliche Konsultation, an der alle bis zum 28.02.2021 online, per E-Mail oder schriftlich teilnehmen kann. Die Stellungnahmen fließen in den zweiten Entwurf des NEP ein, der anschließend der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Prüfung übergeben wird. weiterlesen…

Kristallstrukturen in Super-Zeitlupe

Erstmals Phasenübergang mit extrem hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung aufgezeichnet

Mit Laserstrahlen können Eigenschaften von Materialien gezielt verändert werden. Dieses Prinzip ermöglicht heute weitverbreitete Technologien wie die wiederbeschreibbare DVD. Die zugrundeliegenden Prozesse laufen allerdings häufig extrem schnell und auf so kleinen Längenskalen ab, dass sie sich nicht direkt beobachten lassen. Forschern der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts (MPIBPC) für biophysikalische Chemie in Göttingen ist es laut einer Medienmitteilung der Uni vom 22.01.2021 nun erstmals gelungen, die Laser-Umwandlung einer Kristallstruktur mit Nanometer-Auflösung und in Zeitlupe in einem Elektronenmikroskop aufzuzeichnen. Die Ergebnisse sind in Science erschienen. (Foto: Komplexe Anordnung aus 72 kreisrunden Blenden (Kernstück der Abbildungstechnik) – © Dr. Murat Sivis) weiterlesen…