Chlor und Brom ersetzen – wertvolle Chemikalien aus verseuchtem Erdreich

Mit Elektrolyse Dichloride und Dibromide sicherer und umweltfreundlicher herstellen

Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich sogenannte Grundchemikalien wesentlich ungefährlicher herstellen lassen als bisher. Laut zweier Medienmitteilungen vom 29.01.2021 entwickelten sie eine neue Methode, um molekulares Chlor und Brom bei der chemischen Synthese durch weniger giftige Moleküle zu ersetzen. Die Technologie hilft, chemische Prozesse sicherer und nachhaltiger zu gestalten sowie verunreinigte Böden zu sanieren. weiterlesen…

DLR-Studie „Wasserstoff als Fundament der Energiewende“

Sektorenkopplung und internationale Zusammenarbeit als Erfolgsfaktoren

In einer zweiteiligen Studie hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Potenzial von grünem Wasserstoff als Energieträger für ein klimaneutrales Energiesystem untersucht. Der erste Teil nimmt Technologien und Perspektiven einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Wasserstoffversorgung in den Blick. Der zweite Teil beleuchtet den Aspekt der Sektorenkopplung. Grüner Wasserstoff ist nachhaltig und klimaneutral, bei seiner Herstellung kommen Wasser sowie Energie aus erneuerbaren Ressourcen wie Sonne und Wind zum Einsatz. (Foto: Wasserstoff-Elektrolyse – © DLR, Thomas Ernsting) weiterlesen…

„Hywind Tampen“: Erneuerbarer Strom für Offshore-Öl und -Gas

Weltweit größter schwimmender Windpark in Norwegen im Bau

Hywind Tampen ist ein schwimmendes 88-MW-Windkraftprojekt 140 km vor der Küste Norwegens, das Strom für die Offshore-Felder Snorre und Gullfaks in der norwegischen Nordsee liefern soll. Es wird den Angaben seines Erbauers und Betreibers Equinor zufolge der größte und auch erste schwimmende Windpark der Welt sein, der Offshore-Öl- und Gasplattformen mit Strom versorgt. Hywind Tampen soll ein Prüfstand für die weitere Entwicklung der schwimmenden Windkraft sein, der den Einsatz neuer und größerer Turbinen, Installationsmethoden, vereinfachte Verankerungen, Betonunterkonstruktionen und die Integration von Gas- und Windenergieerzeugungssystemen erforscht. (Foto: Karte – Lage von HyWind Tampen – © equinor.com) weiterlesen…

NGOs gegen LNG-Terminal Stade

33 Organisationen erteilen in „Letter of Disinterest“ öffentliche Absage

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am 01.02.2021 zusammen mit 32 nationalen und internationalen Organisationen und Bürger-Initiativen einen „Letter of Disinterest“ an die Hanseatic Energy Hub GmbH, Betreiber des LNG-Terminals Stade versandt. In einem formalen Verfahren waren Marktteilnehmer aufgerufen, bis zum 1. Februar 2021 ihr verbindliches Interesse an Kapazitäten des geplanten Terminals für Flüssigerdgas abzugeben. Über das Terminal sollen jährlich etwa 12 Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas anlanden – ein Großteil davon sehr wahrscheinlich als Fracking-Gas aus den USA. Die Unterzeichner fordern Betreiber und Investoren auf, die Pläne für das Terminal zu stoppen und stattdessen in klimafreundliche Energien zu investieren. weiterlesen…

Ausbau Mittelspannungsnetze bis 2030

FDP-Anfrage im Bundestag

Die deutschen Netzbetreiber wollen in den nächsten zehn Jahren rund 3,26 Milliarden Euro in den Ausbau der Mittelspannungsnetze investieren, schreibt der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag über eine Antwort der Bundesregierung (19/24984) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/24567). Bisher seien der Bundesnetzagentur 964 Ausbaumaßnahmen gemeldet worden, mehr als die Hälfte davon befinde sich derzeit im Bau. Da auf der unteren Netzebene meist kürzerfristig geplant werde, seien die tatsächlichen Investitionskosten der Mittelspannung bis 2030 noch nicht bekannt. (Foto: Strommasten und Windenergie bei Nauen, Brandenburg – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Neuartige Wasserstoffspeicherung

Fraunhofer IFAM entwickelt „Powerpaste“

Kleinfahrzeuge wie Mofas, Roller und Co. brauchen in puncto Wasserstoff eine Sonderbehandlung: Denn sie können nicht einfach Wasserstoff-Tankstellen anfahren und das Gas tanken – der Druckstoß wäre zu groß. Denn üblicherweise wird der Wasserstoff mit 700-fachem Atmosphären­druck in die Drucktanks der Fahrzeuge gepresst. Auf Systemebene lassen sich außerdem mit kleinen Hochdrucktanks nur unzureichende Speicherdichten erreichen. Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden hat dazu jetzt eine sogenannte PowerPaste entwickelt, die auf dem Feststoff Magnesiumhydrid basiert (Foto: POWERPASTE – © Fraunhofer IFAM). weiterlesen…

„Wertschätzen statt Wegwerfen“

Fortschreibung des Abfallvermeidungsprogramms

Für das 2013 erstmals aufgelegte Abfallvermeidungsprogramm liegt jetzt eine Fortschreibung vor, wie – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – aus einer 103seitigen Unterrichtung (19/26160) der Bundesregierung hervorgeht. Das gemeinsame Programm von Bund und Ländern steht unter der Überschrift „Wertschätzen statt Wegwerfen“ und bietet eine Bestandsaufnahme der Maßnahmen, die Bund, Länder und Kommunen zur Abfallvermeidung ergriffen haben. Darüber hinaus soll es Bürgern, Unternehmen, Vereinen und anderen Institutionen konkret aufzeigen, wie sie Abfälle vermeiden können. Vorgestellt werden deshalb beispielhafte Projekte und Initiativen in Bereichen wie Verpackungen, Lebensmittel und Bekleidung. (hib/CHB) weiterlesen…

Kostenfreie CO2-Speicherung mit Meerwasser

CCS-Sprung: Wissenschaftler entwickeln effiziente Technik für stabile Carbonatformen

Indirekte Karbonisierung wird häufig zur Speicherung von CO2 und zur Reduzierung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre eingesetzt, erfordert jedoch den Einsatz von teuren Lösungsmitteln – was ihre kommerzielle Nutzung unpraktisch macht. Forscher der Korea Maritime & Ocean University (https://www.kmou.ac.kr/english/na/ntt/selectNttInfo.do?nttSn=10297184) haben nun einen kostengünstigen Ansatz zur indirekten Karbonisierung unter Verwendung von kostenlosem Meerwasser und einem alkalischen industriellen Nebenprodukt demonstriert. Dies führte zu einer effektiven Speicherung von CO2 zusammen mit der Produktion von hochreinem Kalziumkarbonat (Kalk). weiterlesen…

Regierung: Nichts „Belastbares“ über E-Fuels

„Keine belastbaren Angaben zu strombasierten Kraftstoffen“

Über den Verbrauch strombasierter Flüssigkraftstoffe im Verkehrssektor liegen der Bundesregierung keine Zahlen vor – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Da die Produktion solcher Kraftstoffe derzeit nicht über Demonstrations- und Pilotanlagen hinausgehe, gebe es keine belastbaren Angaben zu Produktionsmengen und -standorten, heißt es in der Antwort (19/25336) auf eine Kleine Anfrage (19/25328) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. weiterlesen…

RWE: Wachsende Marktmacht – fast marktbeherrschend

Monitoringbericht 2020 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt

Der am 27.01.2021 veröffentlichte Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt konstatiert wachsende Marktmacht von RWE bei der Stromerzeugung. Im Endkundenmarkt herrsche Wettbewerb, doch die Verbraucher seien wenig wechselwillig; der Marktanteil der fünf größten Stromerzeuger sei demnach gesunken, jedoch hätten sich die Anteile innerhalb der Gruppe verschoben, stellt energiezukunft fest. weiterlesen…