„Verschleppte Energiewende“

Klare Zielverfehlung bei EU-Verpflichtung zum Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland

Nach einer aktuellen Prognose des Bundesverbandes für Erneuerbare Energie e.V. wird Deutschland im Jahr 2020 einen Anteil von 16,4 Prozent Erneuerbare Energien am Brutto-Endenergieverbrauch erreichen. Verpflichtend vorgegeben sind gemäß EU-Richtlinie 18 Prozent. „Die jahrelang verschleppte Energiewende im Wärme- und Mobilitätsbereich in Verbindung mit steigendem Energieverbrauch und gesetzlich abgesenkten Ausbaumengen der Erneuerbaren im Stromsektor verhindern, dass Deutschland seine rechtsverbindliche Verpflichtung einhalten wird“, rügt Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). weiterlesen…

Klimabilder

Eine Genealogie globaler Bildpolitiken von Klima und Klimawandel

Unsere Vorstellungen von Klima und Klimawandel stammen aus Bildern – Bildern, mit denen Wissenschaften ihre Erkenntnisse sichtbar machen. Diese Bilder müssen gedeutet und kritisiert werden, um ihre Aussagekraft und Intentionen offenzulegen. Genau dies unternimmt Birgit Schneider in dieser demnächst bei Matthes & Seitz erscheinenden, politisch brisanten medienkritischen Untersuchung, die sie ausgehend von Alexander von Humboldts Wetterwissen zum heutigen Begriff des Klimas führt. weiterlesen…

Petersberger Klimadialog: Kanzlerin Merkel muss bei Deutschlands Beitrag zum Klimaschutz konkreter werden

Germanwatch erwartet vor allem konkrete Schritte zur Verdopplung des deutschen Beitrags zur internationalen Klimafinanzierung als Signal für kommenden Klimagipfel in Katowice

Mit hohen Erwartungen blicken die beim Petersberger Klimadialog vertretenen Staaten auf die für Dienstag, 19.06.2018, angekündigte Rede von Bundeskanzlerin Merkel. Nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch stehen vor allem drei Themen im Mittelpunkt des Interesses: Hält Deutschland seine Versprechen zur internationalen Klimafinanzierung? Bringt Deutschland jetzt – nach Jahren des Stillstands bei den Emissionen – endlich den Ausstieg aus der Kohle entschieden voran? Und macht Deutschland den Weg frei, damit die EU beim Klimagipfel in Polen ein höheres Klimaziel für 2030 ankündigen kann? weiterlesen…

Versinkende Staaten von Amerika

Klimawandel in den USA

Der Klimawandel macht auch den USA zu schaffen. Erste Gemeinden planen bereits die Umsiedlung. Die Betroffenen fragen sich, ob eine US-Regierung ihnen helfen wird, die den Klimawandel leugnet. Timo Fuchs vom ARD-Studio Washington hat die bedrohten Krabbenfischer auf der Insel Tangier besucht und am 15.06.2018 in der Tagesschau der ARD darüber berichtet. weiterlesen…

Unfähig zu Reformen

E.ON/RWE-Managements haben Markt-Veränderungen zu spät erkannt

Unter der Überschrift „Trying to make sense of the RWE/EON utility deal…“ (Versuch, im RWE-E.ON-Deal einen Sinn zu finden…) hat sich der Energieexperte Gerard Wynn in seinem Blog Energy & Carbon Gedanken über den Super-Tauschhandel der beiden deutschen Energieriesen. Die enden nicht sehr schmeichelhaft… (Solarify dokumentiert). weiterlesen…

Petersberger Klimadialog 2018

Schwerpunkt Klimaschutz und Gerechtigkeit

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und der designierte Präsident der nächsten Weltklimakonferenz in Kattowitz, der polnische Staatssekretär Michal Kurtyka, haben für den 18. und 19.06.2018 rund 35 Minister aus allen Teilen der Welt zum Petersberger Klimadialog nach Berlin eingeladen. Unter dem Motto „Changing together for a just transition“ legt das Treffen erstmals einen ausdrücklichen Schwerpunkt auf soziale Aspekte des Klimaschutzes, wie das BMU am 15.06.20189 mitteilte. weiterlesen…

Antarktis-Eis schmilzt immer schneller

Nature: Treibhaus-Effekt stärker als erwartet

„Dramatisch: Eisschmelze in der Antarktis hat sich in letzten 10 Jahren verdreifacht – Wissenschaftler warnen: schlimmste Befürchtungen werden übertroffen – Zeitfenster zum Gegensteuern 10 Jahre!“ twitterte Klima- und Energieexperte Jürgen Döschner vom WDR und verwies auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 13.06.2018: „Zwischen 1992 und 2011 lag die Einbuße im Mittel bei 76 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr, zwischen 2012 und 2017 betrug der jährliche Verlust 219 Milliarden Tonnen. Diese Zahlen stammen aus der bislang größten Bilanzrechnung für den Südkontinent. Allein das seit 1992 geschmolzene Antarktiseis hat den Meeresspiegel um 7,6 Millimeter steigen lassen,“ hatte Christopher Schrader geschrieben. weiterlesen…

„Ohne Stromleitung ist Lkw-Flut nicht zu stoppen“

Deutschland macht Güterzügen das Überschreiten der Landesgrenze schwer

Seit Jahrzehnten verspricht die jeweils amtierende Bundesregierung, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dennoch wachsen die Lkw-Kolonnen auf Deutschlands Autobahnen ungebremst, und der Marktanteil der Güterbahnen sinkt. Ein Grund für diesen Missstand: Deutschland als Haupttransitland Europas schottet sein Schienennetz durch fehlende Oberleitungen an Grenzübergängen für internationale Güterzüge ab, wie der Verband Allianz pro Schiene am 16.06.2018 kritisierte. weiterlesen…

Bundesrat gegen Strommengenübertragung – Bundestag dafür

Untersagung könnte weitere Ausgleichsansprüche entstehen lassen

Der Bundesrat hat sich gegen eine Übertragung nicht nutzbarer Strommengen bestimmter Atomkraftwerke auf Kraftwerke in Netzausbaugebieten ausgesprochen. In einer Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf der Bundesregierung (19/2631) zur 16. Änderung des Atomgesetzes forderte die Länderkammer von der Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag, umgehend nach Inkrafttreten des Gesetzes „mit den Energieversorgungsunternehmen ein Konzept zu entwickeln, auf welche Weise Strommengenübertragungen die energiepolitischen Anforderungen in Deutschland bestmöglich unterstützen können“. Die Bundesregierung lehnte den Vorschlag umgehend ab. weiterlesen…