Redispatchkosten stiegen 2017 auf 1,4 Mrd. €


Verbraucher zahlen dafür, dass Schmutz-Kohlestrom Netze verstopft

Die Gesamtkosten der Netzstabilisierung im Rahmen der Versorgungssicherheit (s. solarify.eu/versorgungssicherheit) sind 2017 auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen. Nach Auswertungen der Bundesnetzagentur trägt die Thüringer Strombrücke zwar zur Senkung dieser sogenannten Redispatchkosten (siehe: solarify.eu/einspeisemanagement) bei – 2017 sei jedoch insgesamt ein deutlicher Anstieg der Maßnahmen auf rund 10.200 GWh zu verzeichnen gewesen. Eine Rekordmenge von 5.518 Gigawattstunden Strom aus Erneuerbaren-Anlagen sei abgeregelt worden. Alle reden derweil vom Netzausbau, kaum jemand davon, dass der nach dem Kohleausstieg überflüssig werden könnte. weiterlesen…

“Da geht noch mehr”


Die Energiewende ließe sich noch beschleunigen

Der Anteil erneuerbarer Energien soll in Deutschland bis 2030 auf 65 Prozent steigen. Eine Studie zeigt: Entgegen aller Kritik ließe sich die Energiewende tatsächlich noch deutlich beschleunigen. Neben dem Neubau von Hochleistungstrassen müssen dafür jedoch die bestehenden Leitungen modernisiert wird. Was getan werden muss, um die deutsche Energiewende doch noch zu schaffen, beschrieb am 06.07.2018 der Berliner Korresponent der Süddeutschen Zeitung, Michael Bauchmüller.
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Rolle der Kohlemeiler überschätzt


Kohlekapazitäten könnten halbiert werden

Bis 2030 könnte die Kohlestrom-Kapazität in Deutschland halbiert werden, ohne die Versorgungssicherheit in Gefahr zu bringen. Das zeigen Berechnungen der Bundesnetzagentur, die allerdings auch den Bau neuer Gaskraftwerke berücksichtigen, worauf Joschua Katz am 23.05.2018 für energiezukunft hinweist. weiterlesen…

Deutsche unzufrieden mit Tempo der Energiewende


Energiewende-Politik gegen den Willen der Bevölkerung?

Die Deutschen werden offenbar ungeduldig, eine Mehrheit wünscht sich einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien und weniger Kohlestrom. Für das Erlahmen der Energiewende machen sie die Politik verantwortlich. Clemens Weiß hat sich für energiezukunft die letzte repräsentative Umfrage des BDEW angesehen. weiterlesen…

Mindestpreis auf CO2 für mehr Klimaschutz


Kann Deutschland die Klimaschutzziele noch erreichen?

Im Koalitionsvertrag hat die neue Bundesregierung bekräftigt, dass sie die Lücke zum Klimaziel 2020 so schnell wie möglich schließen will. Führt Deutschland einen Mindestpreis auf CO2 ein, können die Klimaziele bis zum Jahr 2020 noch erreicht werden. Das Öko-Institut e. V.hat im Auftrag des WWF Deutschland analysiert, wie stark bei welchem CO2-Preis vor allem die Emissionen aus der Stromerzeugung aus Kohle zurückgehen können. Neben CO2-Mindestpreisen wurden auch Kraftwerksstillegungen untersucht. Die Wissenschaftler haben die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen umfassend analysiert und die Effekte auf das Stromerzeugungssystem dokumentiert. weiterlesen…

Deutsche Energiewende weit abgeschlagen


Neuer Energiewende-Index von World Economic Forum und McKinsey: Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland hinterher

Beim Thema Energiewende hat Deutschland im internationalen Vergleich seine Vorreiterrolle verloren. Trotz stabiler politischer Rahmenbedingungen und hoher Wirtschaftskraft wird das zentrale Klimaziel – die Reduktion des CO2-Austoßes bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40% –klar verfehlt. Gleichzeitig liegen die Strompreise für Haushalte und Industrie in Deutschland um rund 50% über dem Durchschnitt von 114 untersuchten Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt der neue globale Energiewende-Index (Energy Transition Index, ETI), der am 14.03.2018 beim Weltwirtschaftsforum (WEF on Latin America) in São Paulo (Brasilien) vorgestellt wurde. Die Unternehmensberatung McKinsey & Company hat dafür in Zusammenarbeit mit dem WEF den Status der Energiewende in 114 Ländern anhand von 40 Indikatoren ermittelt. weiterlesen…

Viel zu viel schmutziger Strom


Kaum zu glauben: Exporte verzehnfacht

Deutschland produziert Strom im Überfluss: In den vergangenen fünf Jahren haben sich deshalb die deutschen Stromexportüberschüsse fast verzehnfacht und lagen 2016 bei rund 54 Milliarden Kilowattstunden – so viel wie die Stromerzeugung der fünf größten deutschen Atomkraftwerke 2016. Das geht aus einem Gutachten des Berliner Beratungsunternehmens ERA (Energy Research Architecture) für die Grünen-Bundestagsfraktion hervor. weiterlesen…

“Windstrom, der von Norden in den Süden muss”


Märchen über und Propaganda gegen die Energiewende

Eine Mitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) fand bei bestimmten Medien eine merkwürdige Aufnahme: Das BfS hatte unter dem Titel “Meilenstein für den Strahlenschutz beim Stromnetzausbau” ein “18 Millionen Euro schweres Forschungsvorhaben” angekündigt; gesundheitliche Auswirkungen von Stromleitungen sollten verstärkt untersucht werden. Diese Meldung habe manche Medien dazu motiviert, “Märchen über die Energiewende zu verbreiten”, so EUROSOLAR- Vizepräsident Stephan Grüger. weiterlesen…

Indien stockt Kohle auf


Energiepläne gefährden Klimaziele von Paris

Entgegen der Bestrebungen des nationalen Energie­plans baue die indische Regierung weiterhin 370 neue Kohlekraft­werke, so eine Studie der University of California, Irvine.  Joschua Katz, energiezukunft Redaktion - Foto © energiezukunftDie international beschlossene 1,5-Grad-Grenze wäre dadurch gefährdet, schreibt Joschua Katz unter der Rubrik “Über den Tellerrand” in energiezukunft am 03.05.2017.
-Mit freundlicher Genehmigung von energiezukunft-
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Ein Sonntag fast ohne Kohlestrom


Am 30. April lieferten Erneuerbare Energien im Mittel fast zwei Drittel des Stroms in Deutschland. Dafür standen so viele Kohlekraftwerke wie noch nie still.

Von 15 bis 16 Uhr arbeiteten sie nur noch mit einer Leistung von knapp 8 Gigawatt. Die Steinkohlekraftwerke waren auf 1,8 Gigawatt heruntergefahren worden, Braunkohlekraftwerke lieferten hingegen immer noch etwa 6,2 Gigawatt. Kernkraftwerke reduzierten ihre Leistung von 7,9 auf 5 Gigawatt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Stromdaten durch Agora Energiewende. weiterlesen…