ISE legt Wasserstoff-Roadmap vor

Internationaler Handel mit Wasserstoff und seinen Syntheseprodukten bekommt großes Gewicht

Grüner Wasserstoff kann als Kernelement des zukünftigen Energiesystems einen wesentlichen Beitrag zur angestrebten Treibhausgasneutralität aller Sektoren bis 2050 leisten und zur Systemintegration Erneuerbarer Energien beitragen. Während die Bundesregierung ihre Nationale Strategie Wasserstoff (NSW) dauer-ankündigt, in der die wesentlichen Eckpunkte für die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft ausgearbeitet werden sollen, hat die Fraunhofer-Gesellschaft jetzt ihre eigenen wissenschaftlichen Positionen zur Wasserelektrolyse und Wasserstoffnutzung entwickelt und den an der Strategieentwicklung beteiligten Ministerien (BMBF, BMU, BMWi, BMVI, BMZ) sowie dem Kanzleramt zugeleitet. weiterlesen…

Vorausschauendes Handeln statt Euphorie

Internationale Aspekte der deutschen Wasserstoffambitionen
von Dominik Schäuble, IASS Potsdam, mit freundlicher Genehmigung

Eine deutsche Euphorie für Wasserstoff konstatiert Dominik Schäuble, Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute For Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam am 17.03.2020 im Berliner Tagesspiegel Background Energie & Klima. Den Markt in Gang zu bringen erfordere aber vorausschauendes Handeln – und erhebliche internationale Koordination. Besonders der europäischen Ebene kommt dabei aus seiner Sicht eine Schlüsselrolle zu. weiterlesen…

Wasserstoff: Batterie oder Brennstoffzelle?

Lesehinweis auf Süddeutsche Zeitung

Deutsche Autobauer setzen nicht nur auf batteriegetriebene E-Autos, sondern auch auf Brennstoffzellen mit Wasserstoff. Laut SZ-Autor Joachim Becker (Batterie oder Brennstoffzellen?“) gehen die Meinungen, welche Rolle Wasserstoff spielt oder ob vor allem Elektro die Zukunft ist, weit auseinander. Becker am 12.03.2020: „Deutschland bräuchte wohl beides.“ weiterlesen…

Lesehinweis: „So wird Wasserstoff grün“

„Da wird praktisch die gesamte Öl- und Gasindustrie durch etwas Neues ersetzt“

Grüner Wasserstoff - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyBei der Energiewende setzt die Politik auf Wasserstoff, dessen Produktion allerdings klimaschädliches CO2 freisetzt. Die Herstellung dieses Energieträgers ist also (noch) nicht CO2-neutral. Wie sie das werden kann, erklärten die Chemieprofessoren Beatriz Roldan und Robert Schlögl, beide Direktoren am Berliner Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft. In einem Interview mit Norbert Lossau in der Welt entwerfen sie am 06.03.2020 einen Weg in die grüne Wasserstoffwirtschaft, und erklären, wie sich der Energieträger klimafreundlich herstellen und Wasserstoff eine zentrale Rolle in einer klimaneutralen Energieversorgung spielen kann. weiterlesen…

Kombinierte Produktion von grünem Wasserstoff und Biogas

Neues Forschungsprojekt „HyPerFerment“ des Fraunhofer IFF

In einem neuen Forschungsprojekt unter dem Titel „HyPerFerment“ will das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg gemeinsam mit Partnern ein Verfahren zur mikrobiologischen Wasserstofferzeugung entwickeln. Die Forscher wollen „grünen“ Wasserstoff in industriellem Maßstab in Biogasanlagen erzeugen. Damit soll deren Wirkungsgrad erhöht und die dezentrale Versorgung mit regenerativer Energie verbessert werden. weiterlesen…

Wie aus Wasserstoff und Kohlendioxid Leben entstanden sein könnte

Neue Erkenntnisse in Nature Ecology & Evolution

Ein internationales Forschungsteam aus Deutschland (Prof. William Martin und Harun Tüysüz), Frankreich (Prof. Joseph Moran) und Japan (Prof. Yoichi Kamagata) unter Federführung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat neue Forschungsergebnisse zur Entstehung des Lebens in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution publiziert. Im Zentrum der Forschung stehen chemische Prozesse an hydrothermalen Tiefseequellen, die für die Entstehung und den Stoffwechsel von primitivsten Lebensformen nötig sind. Das Forscherteam, dem Harun Tüysüz vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung angehört, konnte nachweisen, dass – in Gegenwart von Kohlendioxid als Baustein – Wasserstoff der Treibstoff für die frühesten biochemischen Prozesse am Anfang des Lebens war weiterlesen…

Automanager setzen auf E-Mobilität und Wasserstoff

PwC-Umfrage

Die E-Mobilität, wie sie im Mai 2016 von VW verkündet wurde*, ist längst nicht die einzige Option. Denn deutsche Autobauer müssten den Verkauf von E-Autos stark steigern, um die Klimavorgaben der EU zu erfüllen und keine Strafen zu riskieren. Denn 2021 dürfen neue Autos in der EU im Durchschnitt nur noch 95 Gramm CO2 ausstoßen. Daher setzen viele nicht nur auf Elektroautos, sondern auch auf die Wasserstoff-Brennstoffzelle. Die Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers hatte 210 Branchen-Führungskräfte befragt – 83 Prozent fordern von der Regierung, die Mobilität technologie-offen zu unterstützen, so zahlreiche Medien. weiterlesen…

Shell plant Europas größtes Grün-Wasserstoff-Projekt

In Groningen startet Erzeugung klimafreundlichen Wasserstoffs mit grünem Strom aus Mega-Windpark

„Schon einmal haben die Niederländer die europäische Energielandschaft neu sortiert. Damals war es die Entdeckung von Erdgasreserven in Groningen, die das kleine EU-Land auf einmal in die Liga der ganz Großen katapultierte. Jetzt könnte das Land die nächste Energierevolution anstoßen“, schreibt Karin Witsch am 27.02.2020 im Handelsblatt. Am gleichen Tag gab Shell nämlich bekannt, dass „ein Konsortium aus Gasunie, Groningen Seaports und Shell Nederland das NortH2-Projekt starten“ will: Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Erneuerbarem Strom, der von einem Mega-Windpark erzeugt wird – 3 bis 4 Gigawatt 2030. weiterlesen…

Der H2-Hype

Wunderaktie Wasserstoff – wirklich?

„Wasserstoff sorgt für Börsen-Beben: Kursexplosion bei Wasserstoff-Aktien“. Wieder einmal überschlagen sich die Überschriften: „Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen„, „Nel: Wasserstoff-Kracher verzückt mit Kurssprung“ und: „Wasserstoff Aktien Nachfrage verzehnfacht sich in einem Jahr – Durchbruch der Technologie?“ weiterlesen…

Klimapolitik in der Sackgasse?

Doppel-Interview Rudolf Staudigl (Wacker) und Robert Schlögl (FHI und CEC)

Zeitungen - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyChancen und Risiken der Energiewende waren Themen eines Gesprächs, das Ernst Deubelli, Passauer Neue Presse, am 12.02.2020 mit dem Vorstandsvorsitzenden der Wacker Chemie, Prof. Rudolf Staudigl und Prof. Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin und am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr, führte. weiterlesen…