Porsche wagt sich an neuen Sprit

Synthetische Kraftstoffe als Alternative

Porsche Cayenne - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifySynthetische Kraftstoffe gelten als realistische Alternative, um den Autoverkehr klimafreundlicher zu machen. Nur gibt es sie bisher kaum. Porsche will das jetzt ändern. Mit Elektro allein komme man nicht schnell genug voran, sagt Entwicklungschef Michael Steiner. Porsche will die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe – sogenannter eFuels (siehe: solarify.eu/alternative-kraftstoffe-synthetische-treibstoffe-designer-fuels-e-fuels) – künftig selbst maßgeblich vorantreiben. Die Technologie sei vor allem deshalb so wichtig, weil der Verbrennungsmotor die Autowelt noch viele Jahre dominieren werde, so Steiner. „Wenn man die Bestandsflotte perspektivisch nachhaltig betreiben will, dann sind eFuels ein elementarer Bestandteil“, betont er. weiterlesen…

Kaskade von Methanol zu Wasserstoff

Metha-Cycle entkoppelt Windkraft vom Strombedarf

Windkraftanlagen in Brandenburg - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyForschende am Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock können bei milden Bedingungen von unter hundert Grad Celsius und Umgebungsdruck aus Methanol Wasserstoff erzeugen – in der für Brennstoffzellen notwendigen Ausbeute und Reinheit. Dafür optimierten sie ein eigenes Verfahren, das sie seinerzeit in NATUR E veröffentlicht hatten. Die katalytische Reaktion ist Herzstück des BMWi-geförderten Projekts Metha-Cycle, eines Konzepts zur Speicherung und Nutzung regenerativer Energien. Erstmals wurden dabei Windkraft, Elektrolyse und CO2-basierte Methanolsynthese sowie die Rückverwandlung des Methanols in H2 direkt miteinander verbunden. weiterlesen…

„Zündstoff für die Energiewende“

Paderborner Chemiker erforscht Herstellung grünen Wasserstoffs aus Sonnenlicht

H2 grün - SymbolMit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die Bundesregierung den Rahmen für die Herstellung, Nutzung und Wiederverwendung des gasförmigen Hoffnungsträgers abgesteckt. „Der weltweite Bedarf an Energie und Mobilität muss gedeckt werden, ohne dabei klimaschädliche Stoffe zu produzieren. Anders kann es uns nicht gelingen, die gesetzten Klimaziele zu erreichen“, sagt Prof. Matthias Bauer von der Universität Paderborn in einer Medienmitteilung vom 29.09.2020. Der Chemiker erforscht in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt, wie Wasserstoff mithilfe von Sonnenlicht erzeugt werden kann. weiterlesen…

Geschäftsinteressen vor Gemeinwohl und Klimaschutz

Der große Streit ums Erdgas

Die Kommission habe mehrfach den Bedarf an Gas überschätzt, rügte der Europäische Rechnungshof. Der Ausbau der Erdgas-Infrastruktur gefährde die europäischen Klimaziele und verschwende Milliarden Euro an Steuergeldern, so eine ausführliche Recherche von Investigate Europe (publiziert in zahlreichen Zeitungen, darunter der Berliner Tagesspiegel vom 04.10.2020, geschrieben von Nico Schmidt und Harald Schumann). Ursache sei die enge Verflechtung von Politik und Industrie. weiterlesen…

„Tiefe Einblicke in Mechanismen des Ionentransports“

Neue Untersuchung von internationalem Forscherteam um Paderborner Chemiker

Die Funktionsweise von Brennstoffzellen sei „zwar grundsätzlich bekannt, unklar ist aber bislang, wie der Ionentransport auf mikroskopischer Ebene abläuft“, sagt Jun.-Prof. Hans-Georg Steinrück von der Universität Paderborn. Zusammen mit Wissenschaftlern des Stanford National Accelerator Laboratory SLAC und des Argonne National Laboratory, beide USA, hat er untersucht, wie Bewegung und Geschwindigkeit einzelner Ionen gemessen werden können. Ihre Arbeit wurde jetzt in Energy and Environmental Science veröffentlicht. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, in Zukunft deutlich effizientere Batterietypen zu entwickeln und auf diese Weise kohlenstoffneutrale Energieversorgungskonzepte voranbringen. weiterlesen…

Weltgrößtes PV-Kraftwerk geht in China ans Netz

Oder nur zweitgrößtes…?
PV-Anlage typical - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDer chinesische Entwickler Huanghe Hydropower Development hat in der Wüste von Chinas abgelegener Provinz Qinghai das mit 2,2 Gigawatt weltgrößte Photovoltaik-Kraftwerk ans Netz angeschlossen – so Emiliano Bellini auf pv magazine. Das Projekt werde durch einen Speicher mit 202,8 MW/MWh ergänzt. widerspricht auf Golem.de: „Es ist der zweitgrößte Solarpark der Welt. Für Platz eins hat es nicht ganz gereicht.“ Wie auch immer: Das größte Chinas ist es allemal. weiterlesen…

Norwegen eröffnet weltweit erstes Testzentrum für grünen Schiffstreibstoff

Strom, Ammoniak und Wasserstoff

Schiffsdiesel im Hafen von Malaga - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyIn Stord, 70 km südlich von Bergen, eröffnete Norwegens Premierministerin am 01.10.2020 unter dem Namen Catapult Centre Sustainable Energy das weltweit erste Testzentrum für alternative Kraftstoffe. Das Zentrum soll dazu beitragen, Norwegens Position als führendes Land in der „grünen Schifffahrt“ zu sichern. Anfang 2021 soll das Gebäude voll ausgestattet sein. Hier sollen unter anderem Hochspannungslösungen, Ammoniak und Wasserstoff als Kraftstoff getestet werden. Die Bauarbeiten beginnen im Herbst. weiterlesen…

Graphit statt Gold

Innovative Beschichtung von Bipolarplatten in Brennstoffzellen für bessere Wasserstoff-Autos

Elektroautos, die binnen fünf Minuten „vollgetankt“ sind, auf Reichweiten wie ein Diesel kommen und doch „sauber“ fahren: Das schaffen mit Wasserstoff betankte Brennstoffzellen-Fahrzeuge bereits heute. Allerdings sind sie bisher noch selten und teuer. Neben Effizienzproblemen liegt das unter anderem an einer Kernkomponente: Goldbeschichtete Bipolarplatten (BiP) in Brennstoffzellen. Sie sind außerdem aufwändig in der Herstellung. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden, der deutsche Automobilkonzern Daimler und das finnische Stahlunternehmen Outokumpu Nirosta haben einer Medienmitteilung vom 29.09.2020 folgend eine preiswerte Alternative für die schnelle Massenproduktion entwickelt.
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ESYS: Neues Marktdesign für die Energiewende

„Netzengpässe bewältigen, Sektorenkopplung fördern“

PV und Wind, Mark Brandenburg - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Energiewende schreitet voran, doch das Strommarktdesign hinkt hinterher. Mit dem Wandel hin zu klimafreundlichen Alternativen in den Sektoren Verkehr und Wärme steigt der Bedarf an grünem Strom. Um diesen zu decken, genügt es jedoch nicht, Wind- und Solarenergie sowie Netzausbau voranzutreiben. Das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ macht in zwei Stellungnahmen Vorschläge für ein zeitgemäßes Marktdesign, das die Sektorenkopplung fördert und Netzengpässe effektiv und effizient bewältigt. weiterlesen…

Er­folgs­fak­to­ren Sek­to­ren­kopp­lung und in­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit

DLR-Untersuchung „Wasserstoff als Fundament der Energiewende“

Wasserstoff-Tanklastzug an Multi-Energie-Tankstelle - Foto © Gerhard Hofmann für Solarifyn einer am 30.09.2020 publizierten zweiteiligen Studie untersucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Potenzial von grünem Wasserstoff als Energieträger für ein klimaneutrales Energiesystem. Zwei Erfolgsfaktoren werden herausgestellt: konsequente Sektorenkopplung sowie internationale Zusammenarbeit bei Produktion und Logistik. Deutschland kann bei Wasserstofftechnologien eine globale Vorreiterrolle einnehmen und so den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort stärken. weiterlesen…