ESYS: Neues Marktdesign für die Energiewende

„Netzengpässe bewältigen, Sektorenkopplung fördern“

PV und Wind, Mark Brandenburg - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Energiewende schreitet voran, doch das Strommarktdesign hinkt hinterher. Mit dem Wandel hin zu klimafreundlichen Alternativen in den Sektoren Verkehr und Wärme steigt der Bedarf an grünem Strom. Um diesen zu decken, genügt es jedoch nicht, Wind- und Solarenergie sowie Netzausbau voranzutreiben. Das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ macht in zwei Stellungnahmen Vorschläge für ein zeitgemäßes Marktdesign, das die Sektorenkopplung fördert und Netzengpässe effektiv und effizient bewältigt. weiterlesen…

Er­folgs­fak­to­ren Sek­to­ren­kopp­lung und in­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit

DLR-Untersuchung „Wasserstoff als Fundament der Energiewende“

Wasserstoff-Tanklastzug an Multi-Energie-Tankstelle - Foto © Gerhard Hofmann für Solarifyn einer am 30.09.2020 publizierten zweiteiligen Studie untersucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Potenzial von grünem Wasserstoff als Energieträger für ein klimaneutrales Energiesystem. Zwei Erfolgsfaktoren werden herausgestellt: konsequente Sektorenkopplung sowie internationale Zusammenarbeit bei Produktion und Logistik. Deutschland kann bei Wasserstofftechnologien eine globale Vorreiterrolle einnehmen und so den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort stärken. weiterlesen…

Ökologischer Stromspeicher aus Vanillin

„Hochskalierbar und für kontinuierliche Produktion geeignet“

Forschende der TU Graz haben einen Weg gefunden, den Aromastoff Vanillin in ein redoxaktives Elektrolytmaterial für Flüssigbatterien zu verwandeln. Die Technologie sei ein wichtiger Schritt in Richtung ökologisch nachhaltiger Energiespeicher, wie Christoph Pelzl von der TU Graz am 01.10.2020 beschreibt (Foto: TU Graz-Forscher Stefan Spirk hat einen Weg gefunden, flüssige Elektrolyte in Redox-Flow-Batterien durch Vanillin zu ersetzen – © Lunghammer, TU Graz). weiterlesen…

Energie System 2050: Lösungen für die Energiewende

Forschungsinitiative der Helmholtz-Gemeinschaft präsentiert Strategien, Technologien und Open-Source-Werkzeuge

Wind und PV bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAls Beitrag zum globalen Klimaschutz muss Deutschland den Einsatz fossiler Energieträger rasch und umfassend minimieren und das Energiesystem entsprechend umbauen. Wie und mit welchen Mitteln das am besten gelingen kann, hat die Forschungsinitiative „Energie System 2050“ der Helmholtz-Gemeinschaft erforscht, an der sich auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt. Auf der Abschlusskonferenz in Berlin präsentierten die Wissenschaftler der beteiligten Forschungszentren ihre Ergebnisse. weiterlesen…

Hochleistungs-Einatom-Katalysatoren für Hochtemperatur-Brennstoffzellen

Katalysator mit wenig Platin arbeitet bei 700° C stabil

Ein Forschungsergebnis des Korea Institute of Science and Technology (KIST): Im Gegensatz zu Sekundärbatterien, die wieder aufgeladen werden müssen, sind Brennstoffzellen eine Art umweltfreundliches Stromerzeugungssystem, das Strom direkt aus elektrochemischen Reaktionen mit Wasserstoff als Brennstoff und Sauerstoff als Oxidationsmittel erzeugt. Es gibt verschiedene Arten von Brennstoffzellen, die sich in Betriebstemperaturen und Elektrolytmaterialien unterscheiden. Festoxid-Brennstoffzellen (SOFCs), die einen keramischen Elektrolyten verwenden, finden zunehmend Beachtung. Da sie bei hohen Temperaturen um 700 Grad Celsius arbeiten, bieten sie den höchsten Wirkungsgrad unter den Brennstoffzellentypen und können auch zur Erzeugung von Wasserstoff durch Wasserdampfzersetzung verwendet werden. Für die Kommerzialisierung dieser Technologie ist eine weitere Verbesserung der Zellleistung erforderlich, und neuartige Hochtemperatur-Katalysatormaterialien werden mit Spannung erwartet. weiterlesen…

Startschuss für Forschungsnetzwerk Wasserstoff

Digitale Auftaktveranstaltung mit mehr als 1.000 Teilnehmern

Zum Start des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gegründeten Forschungsnetzwerks Wasserstoff fand am 30.09.2020 (im BMWi) eine digitale Auftaktveranstaltung mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt. Damit sollte die Bedeutung der Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Politik in Fragen der Erzeugung, Speicherung, Verteilung und sektorübergreifenden Nutzung von Wasserstoff unterstrichen werden, um den Transfer von innovativen Wasserstofftechnologien in den Markt zu beschleunigen. weiterlesen…

Spitzenreiter Photovoltaik mit 3,8 Millionen Jobs weltweit

Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energien wachsen weltweit auf 11,5 Millionen

Der jährliche Beschäftigungsbericht von IRENA bestätigt den langfristigen Wachstumstrend; energische politische Maßnahmen sind unerlässlich, um ein kontinuierliches Beschäftigungswachstum in der Covid-19-Ära zu gewährleisten.Erneuerbare Energien bringen auch weiterhin sozioökonomische Vorteile und schaffen weltweit zahlreiche Arbeitsplätze. Dies geht aus den neuesten Zahlen hervor, die am 29.09.2020 von der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) veröffentlicht wurden. Die siebte Ausgabe des Jahresberichts Renewable Energy and Jobs – Annual Review zeigt, dass die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Sektor im vergangenen Jahr weltweit auf 11,5 Millionen stieg; Spitzenreiter ist die Photovoltaik mit rund 3,8 Millionen Arbeitsplätzen, rund einem Drittel der Gesamtzahl. weiterlesen…

Fell: Altmaiers 20 Punkte „zu kurz gegriffen“

Vorschläge für Klimaschutz und Wirtschaftskraft können „keinen wirksamen Klimaschutz bringen“ – 12 Gegenvorschläge

Dass der Energieexperte Hans-Josef Fell kritisch mit Altmaiers jüngsten Vorschlägen ins Gericht gehen würde, war zu erwarten. Am 28.09.2020 hat er dann (gemeinsam mit David Wortmann) seine Analyse publiziert: Bis jetzt sei kein einziges Parteiprogramm ambitioniert genug, besonders die aktuelle Regierung werde „ihrer Verantwortung nicht gerecht“. Trotz angeblich weitreichender Klimaschutzmaßnahmen steuere die deutsche Klimapolitik statt auf 1,5 auf 3 – 5° C zu, und „an diesem katastrophalen Temperaturanstieg werden auch Wirtschaftsminister Altmaiers zu kurz gegriffene ’20 Vorschläge für Klimaschutz und Wirtschaftskraft‘ [siehe: solarify.eu/2020/09/11] so gut wie nichts ändern können“. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Gorleben raus

Aber 90 andere Regionen sind zum Atommüll-Endlager geologisch geeignet

Am 28.09.2020 veröffentlichte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) die vorläufigen Ergebnisse der Suche nach einem Endlager für Atommüll. Der mit Spannung erwartete Zwischenbericht Teilgebiete zeigt nun, dass 90 Gebiete in Deutschland – 54 Prozent der Landesfläche – günstige geologische Voraussetzungen aufweisen. Der Salzstock Gorleben in Niedersachsen ist nicht darunter, wie aus dem Bericht hervorgeht. Die sogenannten Teilgebiete liegen etwa in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen, aber auch in den ostdeutschen Bundesländern. weiterlesen…

Ammoniak als synthetischer Kraftstoff ohne CO2-Emissionen

Startschuss für EU-Forschungsprojekt HiPowAR

In einem Kick-Off Meeting am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) in Greifswald fiel der Startschuss für das EU-Projekt HiPowAR (Highly Efficient Power Production By Green Ammonia Total Oxidation In A Membrane Reactor). Ziel ist die Entwicklung einer bahnbrechenden Technologie für die direkte Energieumwandlung von erneuerbarem Ammoniakbrennstoff in Strom. Das INP, Zentrum für Brennstoffzellen Technik (ZBT) und das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS ) entwickeln zusammen mit Politecnico di Milano aus Italien, PBS BRNO aus Tschechien und Ranotor aus Schweden einen Membran-Reaktor für die effiziente Energieerzeugung aus Ammoniak. weiterlesen…