GB und D vernachlässigen Wärmesektor

Vergleichende Studie über Strategie der Emissionsreduzierung beim Beheizen von Gebäuden in Deutschland und Großbritannien

Am Endenergieverbrauch hat die Wärmeenergie einen Anteil von über 50 Prozent. Die Emissionen beim Beheizen von Gebäuden zu reduzieren, hätte folglich eine große Hebelwirkung fürs Klima. Welche Strategien verfolgen Deutschland und Großbritannien, um diese großen Potentiale zu heben? Eine Studie von Wissenschaftlern des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) belegt einer Medienmitteilung vom 18.05.2020 zufolge, dass beide Länder weitaus mehr für eine wirksame Eindämmung des Klimawandels im Heizungssektor tun müssten. weiterlesen…

Windbranche Innovationsmotor

Patentanmeldungen: Sinkender Trend scheint gestoppt

Dank der Windenergiebranche ist der seit Jahren sinkende Trend bei neuen Patentanmeldungen im Bereich Erneuerbare Energien gestoppt. Die Zahl der veröffentlichten Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland ist hier 2019 nach sechs Jahren erstmals wieder gestiegen. Während bei Solartechnik, Erdwärme und Biogas ein minimaler Anstieg verzeichnet wurde, hat sich die Anzahl der eingereichten Patente aus dem Bereich Windenergie um ganze 16,6 Prozent erhöht. Damit sorgt die Branche für einen Gesamtanstieg von knapp 10 Prozent bei den angemeldeten Patenten für Erneuerbare Energien, wie der Bundesverband WindEnergie mitteilte. weiterlesen…

Fusion: Bemühungen um „Sonnenkraft“-Nutzung gewinnen Boden

Bald „kleine“ Fusionsreaktoren?

Wissenschaftler, Privatunternehmen, Investoren und Regierungen seien zunehmend zuversichtlicher, dass kleinere Fusionsenergiesysteme kürzer vor der Verwirklichung ständen als je zuvor, schreibt Nathanial Gronewold in E&E Climatewire. Die Fusionsenergie, von Beobachtern lange Zeit als theoretische Technologie abgetan, die für immer 50 Jahre entfernt war, gewinne an Fahrt. Der Bau eines riesigen Versuchsreaktors für mehreren Milliarden Euro in Südfrankreich schreite zwar voran, aber kleine Fusionsfirmen Investoren versprächen, dass sie weit billigere Anwendungen bauen könnten, die schon in den 2030er Jahren für die kommerzielle Nutzung bereit sein könnten. weiterlesen…

Von künstlichem Fleisch bis zum Verfeinern der Photosynthese

Künftige Innovationen im Nahrungsmittelsystem

Ob Pflug oder Kühlschrank, immer wieder haben Innovationen in den letzten Jahrtausenden die Art und Weise verändert, wie wir Lebensmittel anbauen, verarbeiten und konsumieren. Heute, wo fast 40 Prozent der gesamten Landfläche der Erde zur Nahrungsmittelerzeugung genutzt wird, hat unsere Ernährung massive Auswirkungen auf Klima und Umwelt – vom Stickstoff-Kreislauf bis zur Wassernutzung, von der Artenvielfalt bis zu den Treibhausgasemissionen. In einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Food veröffentlicht wurde, hat ein internationales Forscherteam jetzt bewertet und kategorisiert, welche Innovationen das Potenzial haben, das Ernährungssystems nachhaltig zu verändern und was für ihren Erfolg entscheidend ist – von künstlichem Fleisch und Meeresfrüchten über bioangereicherte Nutzpflanzen bis hin zu verbesserten Klimaprognosen. weiterlesen…

Bleifreie und stabile Perowskit-Solarzellen

Helmholtz-Zentrum Berlin mit Durchbruch zu ungiftigen Modulen

Die besten Perowskit-Solarzellen schaffen zwar hohe Wirkungsgrade, enthalten aber giftiges Blei. Bleifreie Perowskit-Solarzellen erreichten bislang nur geringe Wirkungsgrade, die zudem schnell abnehmen. Die neue Arbeit einer internationalen Kooperation (unter anderem das Helmholtz-Zentrum Berlin) zeigt nun, wie sich stabile Perowskit-Schichten herstellen lassen, die Zinn anstelle von Blei enthalten. Dabei schützen organische Verbindungen das Zinn vor Oxidation und sorgen für Stabilität. Bereits im November publizierte die Purdue-Universität ebenfalls Erkenntnisse über ungiftige Perowskit-Module. (Grafik: Veränderungen in der Struktur von FASnI3:PEACl-Filmen während der Behandlung bei verschiedenen Temperaturen – © Meng Li/HZB) weiterlesen…

Was werden wir tanken?

Kraftstoffe der Zukunft: Fraunhofer UMSICHT nimmt Stellung

Auch wenn es gelingt, große Teile des Verkehrs auf Elektromobilität umzustellen, werden Flüssigkraftstoffe mit hoher Energiedichte weiterhin eine Rolle spielen. Doch warum ist das so? Und aus welchen Rohstoffen müssen diese Kraftstoffe hergestellt werden, um dem Klimaschutz gerecht zu werden? Antworten geben Experten des Fraunhofer UMSICHT im neuen Positionspapier „Kraftstoffe der Zukunft“. weiterlesen…

Energie aus anorganischen Stoffen gewinnen

Marines Abfallmanagement: Effizientes Recycling durch marine Mikroorganismen

Erst vor einigen Jahren wurden einzellige Mikroorganismen der Gruppe der Thaumarchaeen in der Wassersäule des Ozeans entdeckt. Forschende des Biologiezentrums der Tschechischen Akademie der Wissenschaft aus Budweis, des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie Bremen haben nun herausgefunden, dass diese Mikroorganismen eine signifikante Menge des marinen Kohlenstoffs und Phosphats wiederverwerten und als gelöste organische Substanzen in den Ozean abgeben. Die Ergebnisse zur wichtigen Rolle dieser kleinsten Lebewesen in marinen Stoffkreisläufen hat das Team nun in Science Advances veröffentlicht. weiterlesen…

Material mit besonderem „Dreh“

Mott-Isolator-Zustände stabilisieren einander

In einem Material aus zwei leicht gegeneinander verdrehten, dünnen Kristallschichten haben ETH-Forschende laut einer Medienmitteilung das Verhalten von stark wechselwirkenden Elektronen untersucht. Dabei fanden sie einige verblüffende Eigenschaften. Viele moderne Technologien beruhen auf speziellen Materialien, wie etwa den für Computer wichtigen Halbleitern, in denen sich Elektronen mehr oder weniger frei bewegen können. Wie frei die Elektronen sind, wird durch ihre Quanteneigenschaften und durch die Kristallstruktur des Materials bestimmt. Meist bewegen sie sich unabhängig voneinander. Unter bestimmten Bedingungen jedoch können starke Wechselwirkungen zwischen den Elektronen zu besonderen Phänomenen führen. Ein bekanntes Beispiel dafür sind Supraleiter, in denen sich Elektronen zu Paaren zusammentun und so widerstandsfrei elektrischen Strom leiten. weiterlesen…

Dringend überfällig!

Umweltorganisationen fordern Fortschritte für schnellen naturverträglichen Ausbau der Windenergie

Die Umweltorganisationen BUND, DUH, Germanwatch, Greenpeace, NABU, WWF und der Umweltdachverband DNR haben an Bund und Länder appelliert, den besorgniserregenden Stillstand beim Ausbau der Windenergie möglichst rasch zu beheben. Anlässlich der Umweltministerkonferenz am 13. Mai verwiesen die Verbände auf ihr gemeinsames Thesenpapier, in dem sie Wege zur Beschleunigung eines naturverträglichen Ausbaus der Windenergie aufzeigen. (Foto: Hochspannungsmasten und Windenergie bei Nauen, Brandenburg – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Mehr Windenergie liegt im „öffentlichen Interesse“

Rechtsgutachten zeigt: Ausbau der Windkraft an Land kann deutlich erleichtert werden

Der naturverträgliche Bau neuer Windanlagen an Land liegt im „öffentlichen Interesse“ und sollte daher leichter genehmigt werden. Zu diesem Schluss kommt ein neues Rechtsgutachten, das die Anwältin Roda Verheyen im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy erstellt hat. Die gesetzliche Einordnung als im „öffentlichen Interesse“ würde neue Windkraftprojekte genehmigungsrechtlich anderen Infrastrukturvorhaben gleichstellen und so ihre Umsetzung erleichtern. Rechtlich verankert werden müsse dies idealerweise in einem neu zu schaffenden „Windenergie-an-Land-Gesetz“, so das Gutachten. weiterlesen…