Windriese Enercon kündigt einem Viertel der Mitarbeiter

LEE NRW: „Bundesregierung beendet Windkraft-Ausbau“

Der Windkraftanlagenbauer Enercon muss sich zahlreichen Medienberichten vom 08.11.2019 (hier n-tv) zufolge schon wieder einer Radikalkur unterziehen: Bis zu 3.000 Mitarbeiter – allein an den Standorten Aurich und Magdeburg sollen jeweils 1.500 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Erst 2018 waren rund 800 bei den Zulieferbetrieben von Enercon entlassen worden. Außerdem sollen Verträge mit Zulieferern gekappt werden. Enercon-Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig sagte der Süddeutschen Zeitung, die der Energiepolitik der Bundesregierung geschuldete Krise der Energiewende sei bei seinem Unternehmen angekommen.(Foto: Kanzel eines Enercon-Windgenerators – © Gerhard Hofmann für Solarify) weiterlesen…

Startschuss für Fraunhofer IEG in Cottbus

„Einrichtung für Energieinfrastruktur und Geothermie“ öffnet am 01.12.2019

Der Senat der Fraunhofer-Gesellschaft hat laut einer Medienmitteilung des Wissenschaftsministeriums am 23.10.2019 („Die Strukturentwicklung in der Lausitz geht weiter voran“) die Gründung der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastruktur und Geothermie (IEG) zum 01.12.2019 beschlossen. Wissenschaftsministerin Martina Münch begrüßt diese Entscheidung als weitere Stärkung für die Lausitz, ebenso wie der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch: „Für uns ist das wie ein Quantensprung. Das ist eine wichtige Botschaft, die das Vertrauen stärkt, dass die Lausitz und unsere Stadt im Strukturwandel nicht allein gelassen werden.“ Anschließend hat auch der Haushaltsausschuss des Bundestags der Ansiedlung der Forschungseinrichtung zugestimmt. weiterlesen…

Depressionen, Asthma, Cholera

Was bedeutet der Klimawandel für unsere Gesundheit?

Die Bedrohung durch den Klimawandel wird fassbar, wenn man die gesundheitlichen Folgen für Menschen durchbuchstabiert. Die erhöhte Sterblichkeit bei extremen Temperaturen ist nur die augenfälligste Gefahr. Julia Schaaf und Lucia Schmidt aus dem Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung haben die Tragweite der Erderwärmung und ihrer Folgen für unsere Gesundheit unter die Lupe genommen. weiterlesen…

PtX-Technologie erspart uns nicht das Stromsparen

Bedeutung von Power-to-X für den Klimaschutz in Deutschland

Power-to-X-Stoffe können im Flug- und Schiffsverkehr, in der Industrie und für die Versorgungssicherheit im Stromsektor ab dem Jahr 2030 einen Beitrag leisten, um die langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen. Sie tragen jedoch nicht automatisch zum Klimaschutz bei, sondern nur dann, wenn sie aus zusätzlich erzeugtem erneuerbarem Strom hergestellt werden. Dazu hat das Öko-Institut e.V. in Freiburg am 07.11.2019 die Studie „Die Bedeutung strombasierterStoffefür den Klimaschutz in Deutschland“ vorgestellt, in der es um die Zusammenfassung und Einordnung des Wissenstands zur Herstellung und Nutzung strombasierter Energieträger und Grundstoffe geht. weiterlesen…

Kritik an EU-Vorschlägen für PV-Nachhaltigkeitskriterien

Neuer Europäischer Photovoltaik-Verband ESMC meldet sich zu Wort

In der Die EU wird zurzeit diskutiert, wie die Photovoltaik-Industrie zu mehr Nachhaltigkeit angehalten werden kann: Statt des Primärenergieverbrauchs sollen bei der Produktion von Solarzellen die CO2-Emissionen zum Indikator gemacht werden. Gleichzeitig warnt der eben gegründete Europäische Photovoltaik-Verband ESMC davor, Produkte mit veralteten Daten einzustufen, schreibt Ralph Diermann auf pv magazine. Es geht um Vorschläge aus dem Joint Research Center der EU (JRC), der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU. Als wissenschaftlicher Dienst der Kommission unterstützt sie „deren Politikgestaltung durch unabhängige, faktengestützte wissenschaftliche Beratung“ (JRC). weiterlesen…

Helfen oder schaden Energieimporte der Energiewende?

ESYS-Debatte: Importe nur, wenn CO2-frei – Energieproduktion in Exportländern problematisch

Damit Deutschland seine Klimaziele schaffen kann, muss sich die Leistung aus Wind- und Solarenergie vervielfachen. Doch die heimischen Potenziale sind begrenzt. Regenerativ erzeugte Energieträger aus wind- und sonnenreichen Regionen zu importieren, könnte eine Lösung sein. Sollte Deutschland also auf Energieimporte setzen? In der Reihe ESYS-Debatte findet Jochen Kreusel (ABB), diese Option wird bisher unterschätzt, weil sie dem Wunsch nach Energieautarkie widerspricht. Dabei könne Energie sowohl über das elektrische Verbundnetz als auch in Form von gasförmigen oder flüssigen Energieträgern eingeführt werden. Damit keine fossile Energie eingespeist wird, müsse strikt geprüft werden, dass alle Importe CO2-frei sind. Justus Andreas (Bellona) ist der Ansicht, synthetische Gase und Kraftstoffe eignen sich nicht als Übergangslösung in die Wasserstoffwirtschaft. Bevor Deutschland Power-to-X aus Regionen wie Nahost, Nordafrika oder Australien importiert, sollten diese Länder ihr Erneuerbaren-Potenzial nutzen, um ihre eigenen CO2-Emissionen senken. Und Deutschland wäre gut beraten, sich auf die Nutzung von Wasserstoff und die Direktelektrifizierung zu konzentrieren. Solarify dokumentiert (Hervorhebungen durch ESYS). weiterlesen…

Die Wahrheit hinter den Klimaversprechen des Pariser Abkommens

Nur 35 Länder erfüllen COP21-Ziele

Klima-Experten haben einer Medienmitteilung von Eureka Alert! der American Association for the Advancement of Science (AAAS) zufolge in einem am 05.11.2019 erschienenen Artikel der US-amerikanischen Wissenschaftsorganisation „Universal Ecological Fund“ untersucht, welche Maßnahmen die Staaten bisher zum Klimaschutz zugesagt haben. Nach ihrer Ansicht reichten schon die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht aus. Aber drei Viertel der 184 eingereichten Zusagen zum Einsparen von Treibhausgasen seien nicht ehrgeizig genug. Gemessen am Ziel, den Ausstoß bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren, seien nur die 28 EU-Staaten und sieben weitere Länder auf gutem Weg. Von den fünf Autoren des Berichts haben vier für den Weltklimarat IPCC gearbeitet. Solarify dokumentiert die alarmierende Publikation. weiterlesen…

UBA stellt Konzept für umweltschonendes Fliegen vor

Steuerbeiträge angleichen, Lärm reduzieren, Bahn und klimaschonende Kraftstoffe fördern


Das Umweltbundesamt (UBA) stellte m 07.11.2019 ein Konzept für einen nachhaltigen Luftverkehr vor, das die Belastungen für Klima, Umwelt und die Menschen soweit wie möglich reduziert. Zu den Vorschlägen gehören eine Angleichung der steuerlichen Beiträge an die der anderen Verkehrsträger, die Vergabe von Lärmkontingenten für Flughäfen, die Verlagerung von innerdeutschen Flügen auf die Schiene und die Förderung von klimaneutralen Kraftstoffen. weiterlesen…

Steuerliche Forschungsförderung beschlossen

Erstmals in Deutschland Staatsknete für F&E vor allem von KMU

Deutschland führt erstmals eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung (FUE) ein – schreibt der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 06.11.2019. Der Finanzausschuss stimmte in seiner Sitzung am 06.07.2019 unter Leitung der Vorsitzenden Bettina Stark-Watzinger (FDP) dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (19/10940, 19/11728) zu, nachdem die Koalitionsfraktionen zuvor noch einige Änderungen vorgenommen hatten, um den Beihilfevorschriften der EU zu entsprechen. Für den Entwurf in geänderter Fassung stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD sowie die AfD-Fraktion. Gegen den Entwurf stimmte die Fraktion die Linke, während sich die Fraktionen von FDP und Bündnis 90/Die Grünen enthielten. weiterlesen…

Internationaler Austausch zur Sicherheit beim AKW-Rückbau

Workshop in Berlin mit WENRA

In Berlin trafen sich am 06.11.2019 im Umweltministerium Experten aus mehr als 20 Ländern, um über die regulatorischen Aspekte des Rückbaus von Atomkraftwerken zu diskutieren. Der Workshop findet im Rahmen der Western European Nuclear Regulators Association (WENRA) statt, die dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. WENRA versteht sich als unabhängiges europäisches Netzwerk von Leitern atomrechtlicher Aufsichtsbehörden. Das Netzwerk setzt sich für höchstmögliche Standards der kerntechnischen Sicherheit in Europa ein. Der Workshop dient vor allem dem Erfahrungsaustausch. Daneben soll diskutiert werden, wie die Vorgehensweisen beim Rückbau in Europa harmonisiert werden könnten. weiterlesen…