Die Wahrheit hinter den Klimaversprechen des Pariser Abkommens

Nur 35 Länder erfüllen COP21-Ziele

Klima-Experten haben einer Medienmitteilung von Eureka Alert! der American Association for the Advancement of Science (AAAS) zufolge in einem am 05.11.2019 erschienenen Artikel der US-amerikanischen Wissenschaftsorganisation „Universal Ecological Fund“ untersucht, welche Maßnahmen die Staaten bisher zum Klimaschutz zugesagt haben. Nach ihrer Ansicht reichten schon die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht aus. Aber drei Viertel der 184 eingereichten Zusagen zum Einsparen von Treibhausgasen seien nicht ehrgeizig genug. Gemessen am Ziel, den Ausstoß bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren, seien nur die 28 EU-Staaten und sieben weitere Länder auf gutem Weg. Von den fünf Autoren des Berichts haben vier für den Weltklimarat IPCC gearbeitet. Solarify dokumentiert die alarmierende Publikation. weiterlesen…

UBA stellt Konzept für umweltschonendes Fliegen vor

Steuerbeiträge angleichen, Lärm reduzieren, Bahn und klimaschonende Kraftstoffe fördern


Das Umweltbundesamt (UBA) stellte m 07.11.2019 ein Konzept für einen nachhaltigen Luftverkehr vor, das die Belastungen für Klima, Umwelt und die Menschen soweit wie möglich reduziert. Zu den Vorschlägen gehören eine Angleichung der steuerlichen Beiträge an die der anderen Verkehrsträger, die Vergabe von Lärmkontingenten für Flughäfen, die Verlagerung von innerdeutschen Flügen auf die Schiene und die Förderung von klimaneutralen Kraftstoffen. weiterlesen…

Steuerliche Forschungsförderung beschlossen

Erstmals in Deutschland Staatsknete für F&E vor allem von KMU

Deutschland führt erstmals eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung (FUE) ein – schreibt der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 06.11.2019. Der Finanzausschuss stimmte in seiner Sitzung am 06.07.2019 unter Leitung der Vorsitzenden Bettina Stark-Watzinger (FDP) dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (19/10940, 19/11728) zu, nachdem die Koalitionsfraktionen zuvor noch einige Änderungen vorgenommen hatten, um den Beihilfevorschriften der EU zu entsprechen. Für den Entwurf in geänderter Fassung stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD sowie die AfD-Fraktion. Gegen den Entwurf stimmte die Fraktion die Linke, während sich die Fraktionen von FDP und Bündnis 90/Die Grünen enthielten. weiterlesen…

Internationaler Austausch zur Sicherheit beim AKW-Rückbau

Workshop in Berlin mit WENRA

In Berlin trafen sich am 06.11.2019 im Umweltministerium Experten aus mehr als 20 Ländern, um über die regulatorischen Aspekte des Rückbaus von Atomkraftwerken zu diskutieren. Der Workshop findet im Rahmen der Western European Nuclear Regulators Association (WENRA) statt, die dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. WENRA versteht sich als unabhängiges europäisches Netzwerk von Leitern atomrechtlicher Aufsichtsbehörden. Das Netzwerk setzt sich für höchstmögliche Standards der kerntechnischen Sicherheit in Europa ein. Der Workshop dient vor allem dem Erfahrungsaustausch. Daneben soll diskutiert werden, wie die Vorgehensweisen beim Rückbau in Europa harmonisiert werden könnten. weiterlesen…

Natrium-Ionen-Batterien rücken näher

Post-Lithium: Neue Hochleistungskathode

Lithium-Ionen-Batterien sind derzeit das Maß der Dinge, doch die Forschung sucht bereits nach Alternativen. Aus den USA werden nun Fortschritte bei der Entwicklung von Hochleistungskathoden aus organischen Polymeren gemacht, die als preiswerte und umweltfreundliche Alternativen die Post-Lithium-Ära einläuten sollen. Ein US-chinesisches Forscherteam hat eine Hochleistungskathode aus organischen Polymeren entwickelt, die sich nicht auflöst, berichtet Sandra Enkhardt auf pv magazine. Dabei setzen die Wissenschaftler auf Natrium-Ionen, die eine bessere kurz- und langfristige Kapazität als andere Kathoden aus polymeren oder anorganischen Materialien aufweisen. weiterlesen…

Es geht nicht darum, das Auto abzuschaffen

Mobilitätsatlas: Lebenswerte Städte, gut vernetzte Regionen

Mobilität für alle Menschen zu ermöglichen, ohne die Umwelt zu zerstören, das ist in Zeiten der Klimakrise eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Damit die Verkehrswende gelingt, braucht es überzeugende Konzepte, politischen Willen und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Der Mobilitätsatlas befasst sich mit den zentralen Handlungsfeldern für die Verkehrswende wie alternative Antriebe, Stärkung des ÖPNV und Vernetzung von Verkehrsträgern. Der Mobilitätsatlas ist eine gemeinsame Publikation der Heinrich-Böll-Stiftung und des ökologischen Verkehrsclub VCD. Er wurde 05.11.2019 in Berlin präsentiert. weiterlesen…

11.000 Forscher warnen vor Klimakatastrophe

„Noch nie dagewesenes Leid“ droht

Während die US-Regierung in einem Schreiben an die UN offiziell ihre Kündigung für das Klimaabkommen von Paris eingereicht hat (Außenminister Mike Pompeo erklärte in einer Stellungnahme, der Pakt sei eine „unfaire Belastung“ für die US-Wirtschaft), warnen – knapp vier Wochen vor dem UN-Klimagipfel – 11.000 Wissenschaftler aus 153 Ländern (darunter 871 deutsche Forscher) in einem gemeinsamen Appell in der Fachzeitschrift BioScience vor einer rapiden Zunahme der Erderwärmung und einem „Weiter So“ im Kampf gegen den Klimawandel. „Noch nie dagewesenes Leid“ stehe uns bevor, wenn nicht entschlossen und rasch gehandelt werde. weiterlesen…

Treibhausgasneutral und ressourceneffizient bis 2050

RESCUE-Studie untersucht sechs Szenarien für eine gleichzeitige Klima- und Rohstoffwende in Deutschland

Das Umweltbundesamt (UBA) hat in seiner neuen RESCUE-Studie untersucht, wie Deutschland bis 2050 Treibhausgasneutralität erreicht und gleichzeitig 70 Prozent weniger Rohstoffe und Ressourcen nutzen kann. Die RESCUE-Studie zeichnet dazu in sechs Szenarien mögliche, im Detail aber noch auszugestaltende Pfade auf. Die Szenarien sollen der Bundesregierung helfen, das vereinbarte Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 mit Leben zu füllen. weiterlesen…

Unser Vermächtnis an die Menschheit

Emissionen aus nur 15 Jahren können 20cm Meeresspiegelanstieg erzeugen

Allein die bislang vorliegenden Klimaschutzpläne der Länder bis 2030 könnten den Meeresspiegel bis 2300 um 20 Zentimeter ansteigen lassen, wenn die Regierungen Ihre Selbstverpflichtungen nicht noch einmal deutlich nachbessern. Das zeigt eine neue Studie, die jetzt in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde. Die Arbeit von Forschern der Climate Analytics in Berlin und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt erstmals die konkreten Auswirkungen der bislang vereinbarten Vorhaben der einzelnen Länder zur Emissionsreduktion im Rahmen des Pariser Klimaabkommens mit Blick auf den längerfristigen Meeresspiegelanstieg. weiterlesen…

Was wird aus der Arbeit, wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst?

Buchtipp: „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“

Der hohe Ressourcenverbrauch und die Emissionen unseres Wirtschaftens sprengen die planetaren Grenzen. Trotzdem halten viele in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am Ziel fest, die Wirtschaftsleistung weiter zu steigern. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Wirtschaftswachstum ausreichend Arbeitsplätze schaffen soll. Was aber wird aus der Arbeit, wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst – oder nicht mehr wachsen soll? Das ist das Thema eines Buches, dessen Herausgeberinnen Irmi Seidl und Angelika Zahrnt die Antwort haben: aus der Erwerbsarbeit muss ein Tätigsein werden. weiterlesen…