BUND: Power-to-X nicht per se klimafreundlich

Ohne Nachhaltigkeitsregeln sogar potenziell schädlich

Strombasierte Energieträger, sogenannte Power-to-X (PtX), werden in der Debatte um Klimaschutzmaßnahmen in den Sektoren Verkehr, Industrie und Gebäude aktuell als klimaneutraler Ersatz für fossile Brennstoffe angepriesen. Dass PtX jedoch nicht per se klimafreundlich ist und unter Umständen sogar negative Folgen für Umwelt und Klima aufweisen kann, zeigt ein am 29.07.2019 veröffentlichtes, im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erarbeitetes Impulspapier des Öko-Instituts auf – am Schluss eine kritische Würdigung. (Foto: Zapfhähne-OME-H2-Solarstrom – © MPI CEC) weiterlesen…

Buch „Das Supermolekül“

Mit Wasserstoff das fossile Zeitalter beenden

Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft: Man kann Brennstoffzellen für Autos mit ihm antreiben oder ganze Kraftwerke, die Wohnhäuser gleichzeitig mit Wärme und Strom versorgen – dezentral und sicher. Als Kerosinersatz kann Wasserstoff als Treibstoff für Düsenflugzeuge und sogar Raketen eingesetzt werden. Als Speichermedium ist er die kostengünstige Lösung für eine nachhaltige und flächendeckende Versorgung mit Energie. Das riesige Potenzial von Wasserstoff ist in der Wissenschaft schon längst bekannt. Die deutsche Automobilindustrie scheut dennoch Investitionen und setzt mit Akku-Autos auf den falschen Trend. Gleichzeitig hat sich die Politik von der Fossil-Lobby hoffnungslos kapern lassen und versucht mit allerlei Tricks, die Entstehung einer Wasserstoff-Gesellschaft auszubremsen. Timm Koch hat für sein Buch „Das Supermolekül“ (Westendverlag) mit tapferen Pionieren und besonnenen Wissenschaftlern gesprochen, die keinen Zweifel lassen: Die Chance, das fossile Zeitalter zu beenden und der Schlüsseltechnologie Wasserstoff endlich zum Durchbruch zu verhelfen, ist zum Greifen nahe. weiterlesen…

Freiwillige CO2-Kompensation

Wenn sich Treibhausgas-Emissionen nicht vermeiden oder reduzieren lassen, können sie zumindest durch Klimaschutzprojekte kompensiert werden

Jeder Mensch hinterlässt einen CO2-Fußabdruck, in Deutschland sind das im Durchschnitt gut elf Tonnen CO2 pro Jahr. Durch klimabewusstes Handeln, beispielsweise weniger zu fliegen oder weniger tierische Produkte zu essen, lassen sich Emissionen vermeiden oder zumindest reduzieren. Für die verbleibenden Emissionen kommt als letzter Schritt deren Ausgleich in Betracht, auch Kompensation genannt. Das Umweltbundesamt hat am 23.07.2019 den UBA-Ratgeber „Freiwillige CO2-Kompensation durch Klimaschutzprojekte“ veröffentlicht. weiterlesen…

Blick auf die Entstehung des Universums

Studie zu neuem Radioteleskop in Südafrika: Prototyp bereits nutzbar – etwa zur Erforschung dunkler Energie

Das „Square Kilometre Array“ (SKA) soll das größte Radioteleskop der Erde werden. Wissenschaftler der Universität Bielefeld und des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in Bonn (MPIfR) haben mit internationalen Partnern das SKA-MPG Teleskop untersucht – einen Prototyp für den Teil des SKA, der Signale im mittleren Frequenzbereich empfängt. Die am 24.07.2019 in der Fachzeitschrift „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ erscheint, zeigt: Das gemeinsam vom MPIfR und der Firma MT-Mechatronics GmbH entwickelte Teleskop ist nicht nur ein Prototyp, um das Design für das SKA zu testen, sondern es kann auch als wissenschaftliches Instrument genutzt werden, mit dem bereits alleine Erkenntnisse über die Entstehung des Universums gewonnen werden können. (Foto: Reflektor-Aufbau des SKA-MPG-Teleskops, Square Kilometre Array – © South African Radio Astronomy Observatory (SARAO)) weiterlesen…

EU fördert Projekte zur Kohleverstromung

Gelder für Anschaffung hochgiftiger Gase zur Optimierung von Prozessen der Kohleindustrie

Eigentlich soll es in der EU bald vorbei sein mit der Kohleenergie – spätestes ab 2025 soll es keinerlei Subventionen für die Kohleindustrie mehr geben. Und doch fördert die EU-Kommission weiterhin die Kohleforschungsprojekte großer Energieunternehmen. Das geht aus Dokumenten im Besitz des European Environmental Bureau hervor, die EURACTIV vorliegen und die sich Florence Schulz für EURACTIV.de näher angeschaut hat. weiterlesen…

Klimawandel nicht mehr zu übersehen – Die Politik? Trödelt.

Umsteuern aber immer noch möglich

„Europa ächzt unter einer Hitzewelle, in der Arktis brennen die Wälder, am Horn von Afrika hungern die Menschen, in Nepal, Indien und Bangladesch fliehen Millionen vor Überschwemmungen und tropische Zyklone verwüsten die ostafrikanische Küste. Man muss schon sehr blind und wissenschaftsfeindlich sein, um 2019 die Warnsignale der planetaren Überhitzung nicht zu erkennen“, schreibt Jan Kowalzig in seinem Blog für Oxam am 26.07.2019. weiterlesen…

Klima erwärmt sich so schnell wie nie in den letzten 2000 Jahren

98 Prozent der Erdoberfläche von der globalen Erwärmung betroffen

Im Unterschied zu vorindustriellen Klimaschwankungen erfolgt die gegenwärtige, vom Menschen verursachte Klimaerwärmung auf der ganzen Welt gleichzeitig. Zudem ist die Geschwindigkeit der globalen Erwärmung so gross wie nie seit mindestens 2000 Jahren. Das zeigen zwei Studien der Universität Bern. weiterlesen…

„Basen-Wirtschaft“ i.S. Batterieproduktion in Münster?

Ausschuss fragt Karliczek in Sondersitzung

Der Streit um die Auswahlentscheidung des Standortes Münster für die Forschungsfertigung Batteriezelle beschäftigte den Ausschuss für Bildung und Forschung in einer Sondersitzung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke wollten von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek wissen, warum Deutschlands erste Batterieforschungsfabrik in Münster angesiedelt werden soll – nahe ihres Wahlkreises. weiterlesen…

Klimawandel schneller als Tierwelt-Anpassung

Vögel verändern sich zu langsam

Der Klimawandel bedroht das Überleben von Tierarten überall auf der Erde. Ihr Aussterben kann aber die Gesundheit der Ökosysteme beeinträchtigen, in denen sie leben. Daher ist es von großer Bedeutung, zu beurteilen, inwieweit Tiere auf sich verändernde Umweltbedingungen – zum Beispiel durch eine Verschiebung der Brutzeiten bei Vögeln – reagieren können und ob diese Veränderungen langfristig das Fortbestehen der Bestände ermöglichen. Dazu hat ein internationales Team von 64 Forschern unter der Leitung von Viktoriia Radchuk, Alexandre Courtiol und Stephanie Kramer-Schadt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) mehr als 10.000 wissenschaftliche Studien ausgewertet. weiterlesen…

Neue, preiswerte Entsalzungstechnik

„Wasser-Lösungen ohne ein Korn Salz“

Forscher der australischen Monash University haben eine einfache Technik entwickelt, die Tausende von Gemeinden weltweit mit sauberem Wasser versorgen kann. Ihre solar getriebene Dampferzeugungsanlage gewinnt sauberes Wasser aus salzigem (Meer-)Wasser mit einer fast 100-prozentigen Salzentfernung. Das bietet eine billige Lösung für Wasserknappheit in regionalen Gebieten, in denen kein Netzstrom verfügbar ist. weiterlesen…