Agora-Vorschläge zur EEG-Reform

EEG 3.0 schon im EEG 2.0 anlegen:

  • Dynamische EEG-Umlage
  • Ausschreibungsmodelle
  • Systemvorteile regional verteilter und Ost-/West-Solaranlagen

Der Think Tank Agora Energiewende der Mercator-Stiftung schlägt für die in dieser Woche stattfindenden EEG-Beratungen im Bundestag zwei neue Verordnungsermächtigungen vor: Zum einen Pilotausschreibungen bei Windkraft und zum zweiten eine Pilotphase für eine mit dem Spotmarktpreis variierende EEG-Umlage. Zudem sollten bei der Solaranlagen-Pilotausschreibung auch Ost-West-Anlagen erprobt werden. Ziel dieser jetzt in Form von Studien publizierten strategischen Empfehlungen ist es, dringend benötigte Erfahrungen für die jetzt schon absehbare grundlegende EEG-Novelle 2016 zu sammeln. weiterlesen…

Noch eine Gefahr aus dem polaren Schmelzeis: Mikroplastik

Erderwärmung droht, Billionen im Arktiseis eingeschlossene Plastikkleinstpartikel ins Meer zu entlassen

„Das Schmelzen der Polareiskappen könnte katastrophal für Küstenstädte werden, aber der Meeresspiegel-Anstieg ist nicht die einzige Drohung des arktischen Tauwetters“, schrieb die Huffington Post in ihrer englischen Ausgabe am 29.05.2014. In einer neuen Studie (veröffentlicht in der Open-Source-Zeitschrift Earth’s Future) kämen Forscher zu dem Schluss, dass arktisches Eis große Mengen von Plastik und synthetischen Materialien enthält, die kleiner sind als eine Bleistiftspitze. Wenn das nord-polare Seeeis im Lauf des nächsten Jahrzehnts abschmilzt, würden mehr als eine Billion winziger Plastikstückchen – „Mikroplastik“ – ins umgebende Wasser freigesetzt werden, so die Studie. Während Umweltwissenschaftlern bekannt sei, dass Ozeane voller Müllhalden seien, zeigten sich die Forscher erschüttert, als sie sich klardarüber gewordenseien, wie weit der Abfall bereits edrungen sei.
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Chile fördert erneuerbare Energien

Energieplan begünstigt Ausbau von Solar-Innovationen

Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat ein neues Energiekonzept veröffentlicht, das ihrer Regierung als Grundlage für eine nationale Energiepolitik dienen soll. Das Dokument (mit dem nach Mitteilung des Energiministeriums „Nr. 48 der 50 Versprechungen für die ersten 100 Tage der Regierung eingelöst wird“), über das im Vorfeld viel spekuliert worden war, definiert sieben Schlüsselgebiete, wo neue und spezifische Anstrengungen erforderlich sind, wenn das Land im Laufe der kommenden Jahrzehnte nachhaltig und stabil wachsen soll. Wenn Bachelet und ihr Energieminister Máximo Pacheco es schaffen, die Pläne in die Tat umzusetzen, könnten Chiles erneuerbare Energie- und Energieeffiziensbereiche in den Stand versetzt werden, den konventionellen Energien  – schmutzige fossile Brennstoffe und Großwasserkraft – auf besserer Grundlage als bisher Konkurrenz zu machen. weiterlesen…

Lichtblick und VW: Scheidung

David gegen Goliath: Ökostromzwerk gegen Autoriese

Am 09.09.2009 verkündeten Volkswagen und Lichtblick „eine weltweit exklusive Energie-Partnerschaft“ für kleine Blockheizkraftwerke mit VW-Gasmotoren. Lichtblick vertrieb sie als „Zuhause-Kraftwerke“. Damit ist nun Schluss, „LichtBlick bietet zukünftig keine Blockheizkraftwerke (ZuhauseKraftwerke) von Volkswagen mehr an“, heißt es trocken in einer Mitteilung des Hamburger Ökostrom-Pioniers – er fordert Schadenersatz von den Wolfsburgern. weiterlesen…

Energieverbrauchs-Kennzeichnungsverordnung und -Gesetz

Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung und -Gesetz werden geändert:
BMWi bittet um Stellungnahme der Verbände

Monsterwörter bezeichnen den Entwurf einer Verordnung zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs (Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung – EnVKV) und einen Gesetzentwurf zum gleichen Zweck (Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz – EnVKG). Beide – so teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit – setzen europäisches Recht zur Steigerung der Energieeffizienz von Produkten um. Zur Anpassung an neue Entwicklungen im Unionsrecht wird die bestehende EnVKV geändert. Dies ist erforderlich, um ein wirksames und hinreichend bestimmtes Sanktionsregime zur Ahndung von Verstößen gegen Anforderungen aus dem Unionsrecht sicherzustellen. Das BMWi ruft Verbände zur Stellungnahme auf. weiterlesen…

BVerfG: Gigaliner dürfen weiterrollen

Feldversuch mit Riesen-Lastern verfassungskonform
DSLV begrüßt Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Auch ohne explizite Zustimmung der Bundesländer dürfen Lang-Lkw auf Bundesfernstraßen eingesetzt werden, urteilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am 28.05.2014. Die Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge ist damzufolge mit dem Grundgesetz vereinbar. Die Klagen der Bundesländer Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein sowie der Bundestagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen wurden damit abgewiesen, der Feldversuch kann wie geplant fortgesetzt werden. weiterlesen…

BDB: EU-Mitgliedstaaten befürworten faulen Biokraftstoff-Kompromiss

Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe): EU-Länder haben unbrauchbare Vorentscheidung zur EU-Biokraftstoffpolitik akzeptiert

Laut einer Mitteilung des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) haben sich die EU-Mitgliedstaaten am 28.05.2014 auf einen Kompromissvorschlag der griechischen Ratspräsidentschaft zur künftigen EU-Biokraftstoffpolitik verständigt, aus Sicht des BDBe eine unbrauchbare Vorentscheidung für die am 13. Juni geplante Beratung des EU-Rates für Energie: Sie weise eine ungenügende Förderung der Biokraftstoffe der zweiten Generation aus: 0,5% Anteil Biokraftstoffe aus Abfall und Reststoffen – optional für die EU-Mitgliedstaaten – und weiterhin eine doppelte Anrechnung auf den Mindestanteil von 10% erneuerbarer Energien im Verkehr. weiterlesen…

Steinmeier warnt vor falschen Hoffnungen auf Fracking

Schiefergas kein Problemlöser

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat angesichts wachsender Sorgen um infolge der Sanktionen gegen Russland unsicher werdende Gaslieferungen vor allzu großen Hoffnungen auf das sogenannte Shale Gas gewarnt: „Niemand macht sich vor, dass wir das Problem schnell lösen können, etwa mit ein paar Millionen Litern Shale Gas aus Ohio“, sagte Steinmeier am 28.05.2014 beim Energy Security Summit 2014 in Berlin. Denn das Problem der Versorgungssicherheit sei „nicht in 14 Tagen oder auch zwei Jahren zu lösen“. Auch seien aus Katar kaum schnelle zusätzliche Gaslieferungen zu erwarten, die seien ziemlich ausgebucht. Schiefergas werde „nicht viel zur Lösung der aktuellen Krise beitragen“.  Also müsse Europa stärker in Energieeffizienz investieren. weiterlesen…

Europäische Versorgungssicherheitsstrategie – Pro + Contra

Oettinger präsentiert EU-Strategie zur Stärkung der Versorgungssicherheit
Gabriel: gut – BEE: schlecht

Die Europäische Kommission will als Reaktion auf das aktuelle geopolitische Umfeld die Abhängigkeit der EU von Energieimporten verringern. Daher habe EU-Energiekommissar Günther Oettinger am 28.05.2014 eine Strategie für eine sichere europäische Energieversorgung vorgestellt – so eine Mitteilung der EU. Dazu gehören die Diversifizierung der ausländischen Energielieferungen, der Ausbau der Energieinfrastruktur, die Vollendung des EU-Energiebinnenmarkts und Energieeinsparmaßnahmen. Zudem beinhaltet sie konkrete Vorschläge, um die Energieversorgung im nächsten Winter zu sichern. Die europäischen Staats- und Regierungschefs werden beim Europäischen Rat am 26. und 27. Juni über die Vorschläge beraten. weiterlesen…