Gemeinsamer Aufruf zu umwelt- und klimafreundlichem EU-Aufbau

EU-Umweltminister: Wiederaufbau-Programm soll sich an umwelt- und klimapolitischen Zielen ausrichten

Windräder in Deutschland - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDer mehrjährige EU-Finanzrahmen und der EU-Wiederaufbauplan sollen wesentlich zu den umwelt- und klimapolitischen Zielen der EU beitragen. Dafür sprachen sich die EU-Umweltminister und –ministerinnen am 13.07.2020 im Rahmen einer informellen Videokonferenz unter Leitung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze in einer gemeinsamen Erklärung aus. Zudem vereinbarten sei darin, die Einigung auf die anstehenden umwelt- und klimapolitischen EU-Schlüsseldossiers 2020 als oberste Priorität zu behandeln – hier die BMU-Medienmitteilung. weiterlesen…

Anteil der Erneuerbaren stagniert auf niedrigem Niveau

Neues AEE-Hintergrundpapier zu Klimaschutz im Verkehr

Beim Einsatz Erneuerbarer Energien wurden im vergangenen Jahr keine Fortschritte erzielt. Deren Anteil stagnierte bei 5,6 Prozent. Das zeigt das neue Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Der Verkehr ist und bleibt das Sorgenkind beim Klimaschutz. Der Trend zeigt seit Jahren in die falsche Richtung. Im Jahr 2019 stiegen die CO2-Emissionen in diesem Sektor um mehr als eine Million Tonnen“, sagt der Geschäftsführer der AEE, Robert Brandt. weiterlesen…

Warum es noch keine europäische Energiepolitik gibt

BR24: Frankreich kommt nicht los vom Atomstrom

Auch wenn das Skandal-AKW Fessenheim im Elsass jetzt endgültig zugemacht wird (der Rückbau wird Jahre dauern), erzeugt Frankreich seinen Strom nach wie vor überwiegend in Atomkraftwerken. Wind und Sonne kommen gerade mal auf zehn Prozent – obwohl die natürlichen Voraussetzungen dafür sehr günstig wären. Warum in Frankreich die Energiewende stockt? Ausschnitte aus einem Hintergrund von Manuela Roppert auf BR24. weiterlesen…

„Kohleausstieg ist zur Farce verkommen“

Fünf Wahrheiten über den deutschen Kohleausstieg

„Der deutsche Kohleausstieg ist zu einer Farce verkommen“, stellt Nicole Weinhold am 12.07.2020 in Erneuerbare Energien sarkastisch fest. Am Ende bleibe nur das Wissen darüber, „dass die Politik den Energiekonzernen treu ergeben ist“. Die Nähe der Politik zur Wirtschaft sei zwar nichts Neues, und der Lobbyismus beherrsche sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene das Thema Kohleausstieg. Was vielen aber nicht klar sei: „Jeder deutsche Bürger muss dafür teuer bezahlen“. Weinhold zählt fünf Punkte auf, die uns zu denken geben sollten: weiterlesen…

„Das Klima ist ein gemeinsames Gut, von allen und für alle“

UNO/Vatikan: Gemeinsamer Plan gegen Klimawandel nötig

Der Klimawandel sei ein globales Problem, das eines gemeinsamen Plans bedürfe. Das sagte Erzbischof Ivan Jurkovic, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, einer Medienmitteilung von Radio Vatikan zufolge im Rahmen der 44. Sitzung des Menschenrechtsrates. Der vatikanische Diplomat konzentrierte sich bei seinem neuen Redebeitrag insbesondere auf die Klimafrage. weiterlesen…

Knebelvertrag Energiecharta torpediert die Klimaziele

Kritiker fordern den Austritt der EU-Länder aus dem Vertrag

Um die Klimaziele zu erreichen und den Klimawandel noch irgendwie in den Griff zu bekommen, muss die Gewinnung und Verbrennung von Öl und Kohle ein Ende finden. Danach müssten alle Staaten, die das Pariser Klimaabkommen unterschrieben haben, handeln. Der angekündigte Kohleausstieg in Deutschland ist da ein logischer Schritt. Doch die Bundesregierung will dafür den Kohlekonzernen hohe Entschädigungen zahlen. Die Kohle-Konzerne Leag und RWE sollen die enorme Summe von rund 4,35 Milliarden Euro erhalten. Warum? Für das Portal energiezukunft hat Nicole Allé nachgeforscht. weiterlesen…

„Wasserstoff erzeugen, solarthermische Kraftwerke weiterentwickeln“

Neuer DLR-Solarturm

Am 10.07.2020 eröffnete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Jülich mit dem Multifokusturm eine neue Anlage zur Solarforschung. Er kann parallel zum bereits bestehenden Solarturm Jülich betrieben werden und bietet auf drei Versuchsebenen hochflexible Testmöglichkeiten für Technologien zur Nutzung von konzentrierter Sonnenstrahlung. Mit dem zweiten Solarturm intensiviert das DLR die solarthermische Forschung. (Foto: DLR-Multifokusturm mit drei Versuchsebenen (rechts) neben seinen großen Bruder, dem Solarturm Jülich – Foto © DLR (CC-BY 3.0)) weiterlesen…

Klimawandel befördert große immergrüne Pflanzen

Waldwechsel in den asiatischen Tropen

Durch höhere CO2-Werte in der Luft wachsen in den asiatischen Tropen mehr immergrüne Pflanzen; laubabwerfende Pflanzen hingegen gehen zurück. Zudem wird die Vegetation der Region in Zukunft stärker in die Höhe wachsen. Das ist das Ergebnis einer Simulation von Wissenschaftlern des Senckenberg-Forschungszentrums für Biodiversität und Klima, die kürzlich im Fachmagazin Global Change Biology erschienen ist. In Folge dieser Entwicklung entsteht in den asiatischen Tropen bis 2100 im Mittel bis zu 23 Prozent mehr oberirdische holzige Biomasse. Die Region könnte daher eine globale Kohlenstoffsenke sein, vorausgesetzt, heutige Flächen mit natürlicher Vegetation werden nicht gerodet. weiterlesen…

Fell: „…Jens Spahn versagt in all diesen Bereichen“

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Die Corona-Pandemie hat zu einem massiven wirtschaftlichen Einbruch geführt, dessen Auswirkungen wir noch nicht überblicken können. Überall schnüren Regierungen milliardenschwere Wirtschaftspakete, um die auftretende Wirtschaftskrise abzufedern, schreibt der Energieexperte Hans-Josef Fell in seinem Newsletter vom 10.07.2020. „Schon am 27.05.2020 hat ein historisch einmaliger Zusammenschluss von 350 Gesundheitsorganisationen weltweit, der 40 Millionen Beschäftigte aus dem Gesundheitssektor vertritt, in einem Appell (siehe: solarify.eu/historischer-appell-von-40-millionen) dazu aufgefordert, die massiven Wirtschaftsförderungen so auszurichten, dass Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung im Mittelpunkt aller Maßnahmen stehen. Das gelte vor allem für die Schlüsselsektoren Gesundheitswesen, Verkehr, Energie und Landwirtschaft.“ weiterlesen…

1,5-Grad-Grenze wird noch früher überschritten als befürchtet

Neue Berechnungen der Weltwetterorganisation (WMO)

Dem Copernicus Climate Change Service zufolge lag die Temperatur im vergangenen Jahr fast 0,7 Grad über dem Durchschnitt. Als sei der bei der COP21 in Paris beschlossene Temperaturwert von 1,5 Grad selbst das Ziel und nicht die Vermeidung, ihn zu erreichen, „bewegt sich die Erde schneller als gedacht auf die Marke von 1,5 Grad plus zu,“ schreibt der Wiener Standard am 10.07.2020. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent würden die globalen Durchschnittstemperaturen diesen Wert schon zwischen 2020 und 2024 erreichen. Dass sie während dieser Zeit in mindestens einem Monat auf mehr als 1,5 Grad über vorindustrielles Niveau (1850-1900) klettern, soll sogar eine 90-prozentige Chance haben – so die Weltwetterorganisation (WMO) am 09.07.2020. weiterlesen…