Luft in deutschen Hafenstädten soll sauberer werden

Altmaier und Küstenländer beschließen Maßnahmenpaket für Landstrom

Schiffe sollen künftig in Häfen nicht mehr fossile Kraftstoffe verbrennen, um an Bord Strom zu erzeugen, sondern Erneuerbaren Strom vom Land zu nutzen. Entsprechende Maßnahmen zur Förderung von Landstrom bringt die Bundesregierung – einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge – jetzt auf den Weg. Das hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am 09.10.2019 gemeinsam mit den Regierungschefs von Schleswig-Holstein und Hamburg sowie Vertretern der Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen bekräftigt. In Kiel unterzeichneten sie eine Vereinbarungwelche die Rahmenbedingungen für die Nutzung von Landstrom und somit die Luft in deutschen Hafenstädten verbessern wird. weiterlesen…

Tonnenweise chinesische Plastikflaschen im Südatlantik

Forscher vermuten illegale Entsorgung durch Schiffe

Auf der entlegenen Insel „Inaccessible“ bei Tristan de Cunha im Südatlantik hat der südafrikanische Vogelkundler Peter Ryan mit seinen Kollegen während einer zweimonatigen Expedition entlang eines etwa einen Kilometer langen Küstenstreifens 2018 fünf Tonnen Plastikmüll gesammelt – darunter Tausende PET-Flaschen aus chinesischer Produktion. Nach ihren Berechnungen wurden diese wahrscheinlich von Schiffen über Bord geworfen – ein klarer Verstoß gegen internationale Abkommen. Die Wissenschaftler haben ihre Erkenntnisse und Vermutungen in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht, schrieb am 30.09.2019 in der Süddeutschen Zeitung. weiterlesen…

Dialogprozess „Gas 2030“ umstritten

Altmaier: „Deutschland soll bei Wasserstofftechnologien Nummer 1 in der Welt werden“

Am 09.10.2019 hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge erste Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem Dialogprozess „Gas 2030“ vorgestellt. Dieser war im Dezember 2018 offiziell gestartet worden, um gemeinsam mit Stakeholdern aus Wirtschaft und Gesellschaft die zukünftige Rolle gasförmiger Energieträger bis 2030 zu diskutieren. Die DUH sieht einen Widerspruch zum Klimaschutz. Der BEE forderte, der Ausstieg aus dem fossilen Erdgas müsse möglichst rasch eingeleitet werden. weiterlesen…

Klimakatastrophe: Extremwetter kosten immer mehr

Belege für starke Zunahme der finanziellen Schäden durch Naturkatastrophen

Beobachtungen zeigen, dass der Klimawandel zu einer Verstärkung der Intensität von Naturkatastrophen geführt hat. Dies wiederum kann zu einer Zunahme der wirtschaftlichen Schäden führen. Ob diese Trends real sind, nennen Wissenschaftler aus Pisa in einem PNAS-Artikel eine „offene und höchst politikrelevante Frage“. Auf Grundlage jahrzehntelang erhobener Daten liefern sie belastbare Beweise für zunehmende wirtschaftliche Auswirkungen, die hauptsächlich durch Veränderungen im rechten Ende der Schadensverteilung, d.h. durch größere Katastrophen, verursacht werden. Dies deute auf einen wachsenden Bedarf an Klimarisikomanagement hin. weiterlesen…

Schulze: „Klimaschutz wird Gesetz!“

Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf

Wie ein Jubelruf klingt die Überschrift über der BMU-Medienmitteilung; Das Bundeskabinett hat am 09.10.2019 auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze das Klimaschutzgesetz auf den Weg gebracht, das gesetzlich verbindliche Klimaschutzziele für jedes Jahr und jeden einzelnen Bereich vorsieht. Deutschland sei das erste Land, das sich einen derart verbindlichen Fahrplan in Richtung Treibhausgasneutralität gebe. Sollte ein Bereich vom Kurs abkommen, greift ein verbindlicher Nachsteuerungsmechanismus als Sicherheitsnetz. Auch das Ziel, dass Deutschland bis 2050 treibhausgasneutral wird, wird erstmals gesetzlich verankert. Das Gesetz geht nun in die parlamentarischen Beratungen. Die Reaktionen von Opposition und Verbänden reichen von verhalten bis hart kritisch. (PK zum Klimaschutzprogramm 2030 – Screenshot © Phoenix.tv) weiterlesen…

1,56 Milliarden Euro bis 2024 fürs Klima

Klimaschutzpläne der Regierung

Zur Umsetzung des Klimaschutzplans (KSP) 2050 hat die Bundesregierung bis 2024 rund 1,56 Milliarden Euro veranschlagt. Mit den technologischen, systemischen und sozialen Innovationen zum Klimaschutz soll bis 2050 „weitgehend“ Treibhausgasneutralität erreicht werden. Das BMBF hat hierzu ein umfangreiches, aktuell im Abstimmungsprozess mit den betreffenden Ressorts befindliches Maßnahmenpaket vorgeschlagen. Es trage dem Forschungsbedarf in allen Sektoren des KSP 2050 Rechnung und enthält auch Maßnahmen mit sektorübergreifendem Charakter. Das schrieb die Bundesregierung am 04.10.2019 in ihrer Antwort (19/13232) auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (19/12810). weiterlesen…

Heizungsmarkt: Kunden setzen weiter auf Gas

BDEW-Studie: „Wie heizt Deutschland?“

Geht mit der Erneuerung der Heizung auch ein Wechsel des Energieträgers einher, entscheiden sich die meisten Kunden für Erdgas: Seit 2009 haben über 80 Prozent zu einem gasbetriebenen Heizungssystem gewechselt. In rund 275.000 Gebäuden wurden Ölheizungen auf Erdgas umgestellt, in rund 17.000 Gebäuden Öl auf Fernwärme. Das zeigt die repräsentative BDEW-Studie „Wie heizt Deutschland?“. weiterlesen…

Erste Modellierungsergebnisse für Kohleausstieg

Gesetzliche Rahmenbedingungen nehmen Gestalt an

Basierend auf dem BMWi-Arbeitsentwurf zum Steinkohleausstiegsgesetz liefert die energiewirtschaftliche Unternehmensberatung enervis energy advisors GmbH aus Berlin einer Medienmitteilung vom 01.10.2019 zufolge erste Modellierungsergebnisse zu den Stilllegungsauktionen für die Steinkohlekapazitäten. Die Ausschreibungsgrenzpreise steigen bis Anfang 2030 zunächst an, danach intensiviert sich der Wettbewerb. (Kommission ‚Wachstum Strukturwandel und Beschäftigung‘ (Kohlekommission) Abschlussbericht – Titel © BMWi) weiterlesen…

Der Boden. Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel

Neues Buch von Susanne Dohrn

Ob im eigenen Garten, unter Äckern und Feldern, Wiesen und Wäldern: Es ist der Boden, der dafür sorgt, dass wir essen, atmen und sauberes Wasser trinken können. Mehr noch, wie wir mit ihm umgehen, ist für das globale Klima genauso entscheidend wie die Frage, womit wir unsere Autos antreiben oder wie wir unseren Strom produzieren. Dennoch vergiften wir ihn, versiegeln täglich Dutzende Hektar unter Beton und lassen es zu, dass jedes Jahr tonnenweise fruchtbarer Boden durch Erosion verlorengeht. Susanne Dohrn schildert in ihrem Buch „Der Boden. Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ anschaulich, wie Unkenntnis, Intensivlandwirtschaft und Bodenspekulation das faszinierende Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren unter der Erde gefährden. weiterlesen…

Systemintegration Erneuerbarer Energien Gemeinschaftsaufgabe

Altmaier und Birol anlässlich der globalen Ministerkonferenz zur Systemintegration Erneuerbarer Energien

Die rasante Zunahme von Wind- und Solarenergie erfordert angepasste regulatorische Rahmenbedingungen und mehr Flexibilität in den Energiesystemen, damit die erneuerbaren Energien sicher und kostengünstig integriert werden können – so eine Medienmitteilung aus dem BMWi mit Erklärungen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Fatih Birol, Exekutivdirektor der IEA, wie die damit einhergehenden Herausforderungen bewältigt und die Chancen der erneuerbaren Energien voll genutzt werden können. weiterlesen…