Landbesitzer entscheiden maßgeblich mit über Erfolg von Klimapolitik

MCC-Studie erklärt Zusammenhang zwischen Lobby-Einflüssen, staatlichem Finanzinteresse und Höhe der CO2-Besteuerung

Der Einfluss von Interessengruppen auf die Politik beeinflusst nicht nur das Ambitionsniveau der Klimapolitik, sondern erodiert vor allem die Glaubwürdigkeit langfristig angelegter Politikmaßnahmen wie etwa steigender CO2-Preise. Im Tauziehen um die Energiewende, in der die Vertreter der fossilen und erneuerbaren Energiewirtschaft für ihre jeweiligen Interessen kämpfen, tendieren Regierungen daher entweder zum Status quo oder zu extrem hohen CO2-Preisen. Die Landbesitzer könnten dabei das Zünglein an der Waage sein und eine ambitionierte Klimapolitik durchsetzen, wie eine Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) neuerdings darlegt. weiterlesen…

Neue Erkenntnisse über den antarktischen Eisschild

Neuartige Analyse von Satellitendaten zeigt detailliert die Veränderungen der vergangenen 40 Jahre

Seit den späten 70er-Jahren vermessen Satelliten die Oberfläche der Ozeane und der großen eisbedeckten Gebiete. Am 08.02.2019 teilte die Technische Universität Dresden (TUD) mit, dass ein Wissenschaftlerteam unter Federführung der Professur für Geodätische Erdsystemforschung erstmals gemeinsam die Daten von sieben sogenannten Altimetersatelliten zur Höhenmessung ausgewertet hat, um die Veränderungen des Antarktischen Eisschildes über einen Zeitraum von 40 Jahren zu bestimmen. weiterlesen…

Erstmals Negativ-Emisssionen aus Biomasse

Britisches EVU startet CCS aus Holzschnitzelverbrennung

In ihrem Sonderbericht zu 1,5-Grad-Erderwärmung (siehe: solarify.eu/sputet-euch) planten die IPCC-Forscher negative Emissionen (CCS, CCU) fest ein – es sei unumgänglich, dass der Atmosphäre künftig CO2 entzogen werde. Englands größter Stromanbieter Drax hat zumindest einen Anfang gemacht und eine CO2-Abscheidungsanlage in Betrieb genommen. Mit der Technik soll der Atmosphäre eine Tonne CO2 am Tag entzogen werden, berichtet die BBC. weiterlesen…

E-Mobilität auf dem Weg zum Durchbruch

2018 bereits 1,1 Mio. verkaufte Batteriefahrzeuge in den größten Automobilmärkten

Im vergangenen Jahr sind in den größten Automobilmärkten erstmals mehr als 1 Mio. reine Elektro-Fahrzeuge verkauft worden. Das zeigt eine Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC auf Basis von Zulassungszahlen in den großen globalen Automärkten. Konkret wurden in China, den USA und den fünf führenden europäischen Ländern (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien) zusammen rund 1,1 Mio. „Vollelektriker“ neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Zunahme von rund 70 Prozent. weiterlesen…

Mesoporöses Nickel speichert Wasserstoff

Forscher der russischen Far Eastern Federal University produzieren vielversprechende Materialien

Mesoporöses Nickel könnte als Speicher für Gase dienen und so die Kapazität von Wasserstoffmotoren und Solarzellen steigern helfen. Forscher der Far Eastern Federal University (FEFU) in Wladiwostock haben dem Metall eine riesige innere Oberfläche gegeben. Das einzigartige Material entsteht durch galvanische Abscheidung von Nickelpartikeln auf einem künstlichen Gerüst aus einem Tensid, das eine Struktur aus einer Nanoröhrenanordnung aus Mizellen ergibt. „Die Poren haben einen Durchmesser von vier bis fünf Nanometern“, sagt Forschungsleiter Alexander Samardak. Daher sei die innere, nutzbare Oberfläche 400 Mal größer als die eines massiven Stücks Nickel. Die Forschungsergebnisse werden in der Zeitschrift Applied Surface Science veröffentlicht. weiterlesen…

Roadmaps zur Dekarbonisierung des Verkehrs

MENA-Fuels: Nachhaltige synthetische Kraftstoffe

Im Rahmen der BMWi-Forschungsinitiative „Energiewende im Verkehr“ fragt das vom Wuppertal-Institut gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und der IZES gGmbH initiierte Projekt MENA-Fuels nach der möglichen Rolle und den Implikationen der Nutzung synthetischer Kraftstoffe in Deutschland. weiterlesen…

ifo Institut für langsameren Ausstieg aus der Braunkohle

Bepreisung von CO2 verlangt

Das Ifo-Institut hat vor einem schnellen Ausstieg aus der Braunkohle gewarnt. Es gebe erhebliche Risiken für die Stromversorgung, sagte Wirtschaftsprofessor Joachim Ragnitz am 24.01.2019 in Dresden. Er will einen bedächtigen Ausstieg aus der Braunkohle. „Energiepolitisch spricht viel für einen langsamen Ausstieg“, sagte der ifo-Forscher. Er sieht erhebliche Risiken für die Versorgung bei einem schnellen Ausstieg, da es bislang noch an Alternativen fehlt, um die Grundlast abzusichern. weiterlesen…

Flächenbrände verstärken lokalen Klimawandel

Folgen der globalen Erwärmung

Neue Messungen belegen einem Artikel in energiezukunft zufolge, dass Waldbrände erhebliche Auswirkungen auf das Klima einzelner Regionen haben. Rußpartikel gelangen nämlich bis in 12 Kilometer Höhe und heizen dort die unterste Stratosphäre auf. Die neuen Erkenntnisse – in PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA) veröffentlicht – wurde im Rahmen des Global Observing System (IAGOS) mithilfe von Lufthansa-Flugzeugen gewonnen, die einen Instrumentencontainer an Bord hatten. weiterlesen…

Für mehr Transparenz bei den Netzentgelten

vzbv fordert Anpassung im Energiewirtschaftsgesetz

Der Bundesgerichtshof (BGH) verpflichtet die Bundesnetzagentur (BNetzA), die Transparenz bei den Netzentgelten einzuschränken. Den zugehörigen Beschluss veröffentlichte der BGH Ende Januar 2019. Vorausgegangen war ein Rechtsstreit zwischen Netzbetreibern und Regulierungsbehörde um die Veröffentlichung von Netzentgeltdaten. Eigentlich sollte die Anreizregulierungsverordnung die Transparenz bei der Netzentgeltregulierung durch das Veröffentlichen von Netzbetreiberdaten erhöhen. Eine Stellungnahme der Verbraucherzentrale Bundesverband vom 07.02.2019: weiterlesen…

Deutschland Europameister beim Stromexport

Energy Charts Januar 2019: Neue Monatsrekorde bei Stromerzeugung und -export

Im Januar 2019 produzierten die deutschen Kraftwerke so viel Strom wie nie zuvor. Die Erzeugung lag bei insgesamt 52,3 TWh. Das sind 2% mehr als im bisherigen Rekordmonat Januar 2017. So die neuen Zahlen der „Energy Charts“, die das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg kontinuierlich veröffentlicht. weiterlesen…