Klage erfolglos

Kohleindustrie scheitert an neuen EU-Grenzwerten

Wie notwendig ist ein teuer erkaufter Kohlekompromiss, die mutmaßlichen Milliardenzahlungen an die deutsche Kohleindustrie für die Abschaltung ihrer Kraftwerke? Niemand kann diese Frage abschließend beantworten, denn niemand kann soweit in die Zukunft schauen. Dennoch erhalten Kritiker des Milliardenplans Kohleausstieg neue Nahrung. Denn die Betreiber alter Kohlekraftwerke müssen eine herbe Niederlage verdauen, die an der Wirtschaftlichkeit ihrer Meiler kratzt, wie Clemens Weiß für energiezukunft am 22.02.2019 schrieb. weiterlesen…

IW: „Besser fördern, was wenig kostet“

Institut der deutschen Wirtschaft über einen „Missstand im EEG“ samt Reformvorschlag

Die Kosten der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind hoch wie nie. 2018 kosteten sie die Stromkunden insgesamt 26,6 Milliarden Euro. Daher konstatiert das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seinem Kurzbericht 14/2019 am 25.02.2019 („Besser fördern, was wenig kostet“ – siehe auch: solarify.eu/faz-sieht-windenergie-im-nachteil): „Deshalb ist es wichtig, dass die Förderungen für den Ausbau von Stromerzeugungsanlagen Erneuerbarer Energien nicht höher sind als notwendig. Doch Mengenbegrenzungen und Genehmigungsengpässe verhindern, dass die aktuell kostengünstigste Technologie am stärksten ausgebaut werden kann. Im Sinne einer effizienten Energiewende bedarf das dringend einer Reform. Denn schließlich zahlt jeder Letztverbraucher die Zusatzkosten.“ Solarify dokumentiert den Kurzbericht des IW-Experten Frank Obermüller. weiterlesen…

FAZ sieht Windenergie im Nachteil

Solarenergie wird günstiger – „Warum Windparks sich nicht mehr lohnen“

Provokant formulierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Autor Niklas Zaboji) am 24.03.2019: „Artenschutz und lange Genehmigungsverfahren machen Windparks zu teuer“. Während Auktionen floppten, „reißen sich die Bieter um Solaranlagen“. Die Schlussfolgerung, schnell und schlicht: „Forscher meinen, die Politik müsse umsteuern.“ weiterlesen…

Power Purchase Agreement

PPA – Revolution oder Evolution für die Finanzierung von Photovoltaik-Projekten

Wenn es um die Finanzierung von Photovoltaikanlagen außerhalb der EEG-Vergütungen geht, hört man immer wieder den Begriff PPA. Was diese Stromabnahmeverträge zum Inhalt haben sollten und welche Chancen sowie Risiken damit verbunden sind, erklärten Rechtsanwältin Margarete von Oppen () und Energiemarktexperte Nicolai Herrmann () am auf pv magazine. weiterlesen…

Weniger Treibhausgas auch vom Schwerlastverkehr

EU legt CO2-Grenzwerte für Lkw und Busse fest

Spätestens von 2030 an müssen Lkw- und Bus-Hersteller, bzw. ihre Halter, Klimaschutzvorgaben einhalten, auf die sich die EU-Mitgliedsstaaten mit dem EU-Parlament nach einem Verhandlungsmarathon in den frühen Morgenstunden des 19.02.2019 geeinigt haben. Dieser Vereinbarung zufolge müssen die durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen von 2030 um 30 Prozent niedriger liegen als noch im laufenden Jahr. Bis 2025 visiert die EU ein Zwischenziel von 15 Prozent an. Bus- und Lkw-Bauer hatten bis zuletzt versucht, strengere Regelungen zu verhindern. weiterlesen…

Nur 499 MW Onshore-Wind in erster Ausschreibung 2019 bezuschlagt

BWE: Mangelnde Teilnahme zeigt hohe Verunsicherung der Branche

Obwohl insgesamt 1.840 MW Onshore zur Teilnahme an der aktuellen Ausschreibung berechtigt waren, haben sich nur Projekte im Umfang von 499 MW beteiligt. Dies zeigte die Veröffentlichung der Zuschläge durch die Bundesnetzagentur am 15.02.2019. Das Wettbewerbsniveau für die erste Ausschreibung für Onshore-Windenergieanlagen 2019 war niedrig und setzte den bereits über mehrere Runden beobachteten Trend fort. Die Unterzeichnung betrug 30 Prozent. Der Branchenverband klagte denn auch über „eine hohe Verunsicherung“. weiterlesen…

„Was uns nicht vorliegt, können wir nicht kommentieren“

Frage- und Antwortspiel über Klimaschutzgesetz in der Bundespressekonferenz

Der Entwurf von Umweltministerin Schulze für ein Klimaschutzgesetz ist nicht nur in der Öffentlichkeit auf ein kontroverses Echo gestoßen. Auch in der Bundespressekonferenz provozierte er ein munteres Frage- und Antwortspiel – vor allem in Bezug auf die sogenannte Frühkoordinierung. Solarify dokumentiert den Wortwechsel. weiterlesen…

Kritik an Umsetzung der Energiewende nimmt zu

Soziales Nachhaltigkeitsbarometer des IASS: Bevölkerung will sozialen Ausgleich

Eine große Mehrheit der Bevölkerung steht weiterhin hinter der Energiewende – quer durch alle Bildungs-, Einkommens- und Altersgruppen. Die Befragten schätzen die Energiewende als Gemeinschaftsaufgabe ein, an der sie selbst mitwirken möchten. Kritik gibt es allerdings an der Umsetzung durch die Bundesregierung. Das sind zentrale Ergebnisse des 2018 zum zweiten Mal erstellten Sozialen Nachhaltigkeitsbarometers zur Energiewende, das in Berlin vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), der 100 prozent erneuerbar Stiftung und der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft vorgestellt wurde, die gemeinsam die Partnerschaft dynamis bilden. Über 6.500 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wurden zu ihren Einstellungen, Erfahrungen und Präferenzen der Energiewende befragt. weiterlesen…

Bis 2050 „mindestens 95%“ weniger Treibhausgase

Reaktionen auf Klimaschutz-Gesetzentwurf: Gleichzeitig Lob und Kritik

„Die Koalition streitet heftig darüber, wie Klimaschutz gesetzlich geregelt werden soll“, befindet tagesschau.de – Stein des (erneuten) Anstoßes: Umweltministerin Svenja Schulzes Gesetzentwurf, in dem sie ihren Kabinettskollegen strenge Kriterien verordnet, um die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 95% zu senken. Die Ministerin will mit drohenden Einschnitten im Haushalt und Sofortprogrammen andere Ressorts per Gesetz zum Klimaschutz zwingen. Sollten dem Bund Kosten entstehen, weil europäische Verpflichtungen verfehlt werden, würden diese Ausgaben „anteilig nach dem Grad der Nichteinhaltung“ in den Haushaltsplänen der verantwortlichen Bundesministerien veranschlagt, heißt es in einem Entwurf für ein Klimaschutzgesetz, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliege. weiterlesen…

China will erstes Solarkraftwerk im All bauen

The Sydney Morning Herald: „Große Pläne: Bald grüner Strom aus dem Weltraum?“

Laut Medienberichten will China seine Position als aufstrebende Supermacht ausbauen, indem es seine Weltraumaktivitäten verstärkt. Konkret gehe es um das erste Solarkraftwerk im Weltraum, so zitiert das Wallstreet-Journal eine Meldung des Sydney Morning Herald. Ein Solarkraftwerk, das die Erde in 36.000 Kilometern Höhe umkreist, könnte die Energie der Sonnenstrahlen ohne Beeinträchtigung der Atmosphäre oder saisonale und nächtliche Verluste nutzen; der Bau eines ersten experimentellen Weltraumkraftwerks in Chongqing im Landesinneren habe begonnen, berichtete die chinesische Science and Technology Daily auf der Titelseite. weiterlesen…