Regierung hat Widerworte gegen Rechnungshof

Organisation der Energiewende ist OK

Die Aufgabenverteilung und Arbeitsstruktur im Zusammenhang mit der Energiewende sei effizient organisiert, sagte jedenfalls die Regierung – sie sei „personell und strukturell angemessen koordiniert“. Eine gesamtverantwortliche Stelle zur Koordination der Energiewende verspreche – so eine Mitteilung des parlamentseigenen Mediendienstes heute im Bundestag vom 05,12,2018 – „keine weiteren Effizienzgewinne“, so die Antwort der Bundesregierung (19/6024) auf eine Kleine Anfrage (19/5557) der FDP-Fraktion. Damit reagiert sie auch auf mehrfache harte Kritik des Bundesrechnungshofs (siehe solarify.eu/rechnungshof-ruegt-regierung). weiterlesen…

WLTP bringt verlässlichere CO2-Prüfwerte

Neues Messverfahren realitätsnäher

Ein neues Prüfverfahren zur Bestimmung des Schadstoffausstoßes bei Fahrzeugen (WLTP) bringt realitätsnähere CO2-Prüfwerte. Dies schreibt die Bundesregierung in der Antwort (19/6232) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/5253). „Sachlich bewertet, kommen Folgerichtigkeit, Zielgenauigkeit und oft eingeforderte Steuergerechtigkeit zum Tragen“, heißt es in der Antwort (hib/HLE). Solarify dokumentiert. weiterlesen…

„Bio“ klimaschädlicher als konventionelle Landwirtschaft

Nahrungsmittelproduktion und Klimaschutz

Laut einer Untersuchung der Humboldt-Universität Berlin und der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg, gemeinsam mit Forschern aus Princeton und Montpellier, sind landwirtschaftliche Produktionsweisen von größerer Bedeutung für Klimawandel und Klimaschutz als bisher angenommen. Weltweit werden immer mehr Wälder und Grasland in Ackerland und Weideflächen umgewandelt, wodurch wertvolle Kohlenstoffspeicher verloren gehen. Hinzu kommt der intensive Einsatz von fossilen Treibstoffen, Bewässerung, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Das macht die Landwirtschaft verantwortlich für etwa ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen. weiterlesen…

Nachdenkliches zum Jahreswechsel 1 – Auslaufmodell Mensch

Unsere Zukunft sieht düster aus

Die Menschheit stehe am Scheideweg: Mit Klimawandel, künstlicher Intelligenz und Gentechnologie hätten wir Kräfte entfesselt, die wir vielleicht nicht mehr kontrollieren können. „Gelingt uns die Rettung vor uns selbst?“ fragte Peter Blunschi am 31.12.2018 im Schweizer News-Portal watson. weiterlesen…

KWK-Ausschreibung: enervis rät zur Eile

Wettbewerb könnte sich verschärfen

Laut einer aktuellen Analyse der Beraterfirma enervis, ermöglichen Höchstpreise bei Ausschreibungen im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung attraktive Investitionen in allen Segmenten. Die weitere Entwicklung sei aber von Unsicherheiten geprägt, den Unternehmen wäre daher eine zeitnahe Teilnahme anzuraten, hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 18.12.2018. weiterlesen…

NGO wollen Frankreich verklagen

Wegen Untätigkeit im Kampf gegen die Klimakrise

Vier Nichtregierungsorganisationen wollen den französischen Staat zum Klimaschutz zwingen: Wir werden ganz einfach den französischen Staat wegen Untätigkeit angesichts des Klimawandels verklagen“, schreiben sie auf ihren Internetseiten. Die Aktion nennt sich „L’Affaire du Siècle“ („Jahrhundertprozess“). Die vier Kläger sind Oxfam und Greenpeace France, die Fondation pour la Nature et l’Homme von Macrons Ex-Umweltminister Nicolas Hulot und Notre Affaire à Tous. weiterlesen…

EU: Abgasreduzierung ohne Jobverlust

EU-Industriekommissarin Bienkowska widerspricht deutschen Autobauern

Sie glaube „nicht an diese Weltendszenarien für die Autoindustrie“, erwiderte Elzbieta Bienkowska in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am 28.12.2018 auf Warnungen vor Arbeitsplatzverlusten durch die neuen europäischen Klimaschutzvorgaben aus der Autoindustrie. Die Europäische Kommission erwarte von dem vor Weihnachten beschlossenen CO2-Reduktionsziel sogar positive Arbeitsplatzeffekte. Eng mit dem Verbrennungsmotor verbundene Tätigkeiten würden zwar auslaufen, es würden Jobs „in anderen Sparten geschaffen“, etwa bei der elektrischen Mobilität oder Plug-in-Hybriden, „aber auch in anderen Maschinenbausektoren oder der Telekommunikation.“ weiterlesen…

Die Ärmsten trifft der Klimawandel am härtesten

Gefahr, Opfer des Klimawandels zu werden, ist extrem ungleich verteilt

Mehr Überschwemmungen, heftigere Unwetter und tödliche Dürren: Der Klimawandel wirkt sich bereits auf Millionen Menschen aus, zerstört ihre Lebensgrundlagen und erreicht traurige Rekorde. 2016 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, die mittlere Temperatur lag um ein ganzes Grad höher als in vorindustrieller Zeit. Die Folgen sind zum einen schleichende Veränderungen wie schmelzende Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels und die langsame Verschiebung von Klimazonen. Die Weltgemeinschaft hat die Verpflichtung – auf der Basis des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 – den von Klimakatastrophen am härtesten Betroffenen Ländern solidarisch zu helfen. Ein Weckruf von Brot für die Welt. weiterlesen…

Dicke Luft zum Jahreswechsel

In der Sylvesternacht steigt die Belastung mit gesundheitsschädlichem Feinstaub explosionsartig an

Am ersten Tag des neuen Jahres ist die Feinstaub-Konzentration vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht. Zwischen 100 und 150 Millionen Euro jagen die Deutschen zum Jahreswechsel in die Luft. Dabei werden rund 4.500 Tonnen Feinstaub (PM10) frei gesetzt. Diese Menge entspricht in etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge und circa 2,25 Prozent aller PM10-Emissionen (2016). Das Einatmen von Feinstaub gefährdet die menschliche Gesundheit. Die Wirkungen reichen von vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege über einen erhöhten Medikamentenbedarf bei Asthmatikern bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen. Zu den Beeinträchtigungen bzw. Gefahren durch Feuerwerkskörper hat das Umweltbundesamt am 27.12.2018 eine kleine Broschüre veröffentlicht. weiterlesen…

„Grüne Gemütlichkeit“

Heizen mit Erneuerbaren Energien

Fast die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs für Wärme wird durch den Einsatz von Erdgas zur Verfügung gestellt. Öl und Kohle tragen 23 Prozent dazu bei, während die Erneuerbaren Energien 11,5 Prozent ausmachen. Vor allem die Bioenergie übernimmt bei grüner Wärmeversorgung eine tragende Rolle. Gemessen am gesamten Endenergieverbrauch der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr haben Wärme und Kälte einen Anteil von 49,6 Prozent (ohne Strom). Um die Treibhausgasemissionen langfristig zu senken, muss neben verstärkter Energieffizienz die erneuerbare Wärme deutlich ausgebaut werden, wie die Agentur für Erneuerbare Energien in ihrer Pressemitteilung vom 28.12.2018 – hier im Wortlaut – schrieb: weiterlesen…