Shell koppelt Boni an CO2-Emissionen

Kritische Aktionäre noch zurückhaltend

Royal Dutch Shell will den CO2-Ausstoß seiner Energieprodukte verringern und knüpft Manager-Gehälter und Boni an bestimmte Nachhaltigkeits-Vorgaben. Wie der Ölmulti mitteilte, werde ab 2020 bis 2050 jährlich ein Zielwert für drei oder fünf Jahre festgesetzt. Über die Maßnahmen soll die Hauptversammlung 2020 entscheiden. Ein Nachhaltigkeitsbericht soll die Ergebnisse dokumentieren. Das anglo-niederländische Unternehmen hat den Schritt auf Druck der Investoren unter der Leitung des Vermögensverwalters Robeco und des Church of England Pensions Board getan. Die Unternehmen sagten, dass sie „der Klimawandel als eines der größten systemischen Risiken der heutigen Gesellschaft“ betrachteten. weiterlesen…

„Bemerkungen des Generalsekretärs“

Rede von Antonio Guterres zur COP24-Eröffnung im Wortlaut

„Bemerkungen des Generalsekretärs zur Eröffnung der COP 24“ – diese schlichte Überschrift trug die Rede von UN-Generalsekretär Antonio Guterres zur Eröffnung der Klimakonferenz COP24 in Katovice. Solarify hält sie dennoch für ein zeitgeschichtliches Dokument. Daher wird sie im Folgenden aus dem Englischen übersetzt und dokumentiert. weiterlesen…

Die „vier Dinge“ des Antonio Guterres

Feierliche Eröffnung der COP24 in Katovice

Vier Dinge wollte der Chef der Vereinten Nationen die Staats- und Regierungschefs der Welt bei der Eröffnung der entscheidenden COP24-Klimakonferenz wissen lassen. António Guterres sprach bei der Eröffnung der Kattowitzer UN-Klimakonferenz COP24 am 03.12.2018. Solarify übersetzte die UN-Medienmitteilung aus dem Englischen und dokumentiert sie. weiterlesen…

Zehntausend Texte

Ein Rückblick in die Kinderzeit von Solarify

Es fing an mit nichts Geringerem als der „Neuerfindung der Physik“ – um den „Abschied von der Weltformel“. So lautet die Überschrift über dem ältesten Text auf Solarify vom 1. März 2009. Think big… Es ging darin um ein Buch des Physik-Nobelpreisträgers Robert B. Laughlin, desselben Kaliforniers, der später speziell über unser Thema schrieb: „Powering the Future: How We Will (Eventually) Solve the Energy Crisis and Fuel the Civilization of Tomorrow“ (typisch dunkel übrigens die deutsche Übersetzung. „Der Letzte macht das Licht aus – die Zukunft der Energie“. Nicht umsonst hat Johannes Rau einmal gesagt: „Wenn die Deutschen Licht am Ende des Tunnels sehen, bauen sie lieber noch ein bisschen Tunnel an“). Der dritte Solarify-Text lautete optimistisch „Stromnachfrage zu jeder Zeit gedeckt – Es gibt keine Versorgungslücke“ – und völlig unbeleckt von jeder Kontroverse nahmen wir „Anstieg des Kohlendioxids vor der Industrialisierung“ als zweiten Text auf die Seite, frisch untertitelt: „Mehr Treibhausgas mal ohne Mensch“. weiterlesen…

Dreimal mehr für Klimaschutz nötig

COP24 eröffnet: Ein bisschen mehr Geld für Klimaschutz

In Kattowitz ist die UNO-Klimakonferenz COP24 offiziell eröffnet worden. Bis Mitte Dezember verhandeln Delegierte aus rund 200 Ländern über eine Begrenzung der Erderwärmung. Es geht um die Umsetzung der 2015 in Paris vereinbarten Klimaziele. Die Erderwärmung soll demnach auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden. Der Kieler Klimaforscher Latif nannte die Konferenz im Deutschlandfunk einen „Lackmustest für die Weltgemeinschaft“. weiterlesen…

Hardware-Nachrüstung von Klein-Lkw

Dieselgipfel 3: Regierung buttert eine halbe Milliarde Euro mehr zu

Sie geht also doch, entgegen den übereinstimmenden gebetsmühlenhaften Beteuerungen mehrerer Verkehrsminister und Autobosse: Die Hardware-Nachrüstung – jedenfalls im ÖPNV. Die Bundesregierung will die Kommunen mit zusätzlichem Geld unterstützen, um die Luft in den Städten zu verbessern. Nach dem dritten Berliner Dieselgipfel in Berlin – diesmal ohne die Automobil-Unternehmen – kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel Merkel gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer an, der Bund werde das entsprechende Programm um eine halbe Milliarde Euro auf dann anderthalb Milliarden aufstocken – so zahlreiche Medien am 03.12.2018. weiterlesen…

660 Mio. Steuergeld für verschleppte Energiewende

Künftig Milliarden für CO2-Zertifikate

Weil Deutschland seine zugesagte CO2-Reduktion in den Sektoren Gebäude und Verkehr nicht einhält, muss die Regierung allein im Dezember 2018 für 660 Millionen Euro Steuergeld CO2-Zertifikate kaufen. Dabei würde dieses Geld, in Erneuerbare Energien, klimafreundliche Verkehrssysteme und Gebäude investiert, Haushalte und Klima langfristig entlasten. Und das, obwohl kurzfristige Reduktionsmaßnahmen bereitstehen, die aber werden nicht umgesetzt. Das prangert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) an. Agora Energie-/Verkehrswende hat das ebenfalls schon kritisiert – siehe: solarify.eu/verfehlung-von-klimazielen-kostet-milliarden. weiterlesen…

Französisch-Deutscher Unternehmensgipfel zur Energieeffizienz

Chancen des neuen EU Clean Energy-Pakets – aber auch die Risiken und Kosten für Unternehmen und Bürger

Am 30. November 2018 veranstaltete die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) gemeinsam mit der European Alliance to Save Energy (EU-ASE) und dem Deutsch-französischem Büro für die Energiewende (DFBEW) in Berlin den 1. Französisch-deutschen Unternehmensgipfel zur Energieeffizienz. Im Mittelpunkt stand die Dringlichkeit einer schnellen und effektiven Umsetzung des neuen EU Clean Energy-Pakets in Frankreich und Deutschland. weiterlesen…

In Katowice steht viel auf dem Spiel

1,5-Grad-Grenze bald überschritten

Mit Spannung wird der UN-Klimagipfel COP24 in Katowice erwartet. Jüngste Prognosen zeigen, dass das 1,5 Grad-Grenze bald überschritten zu werden droht. Über ihre Erwartungen zu Katowice sprach die Agentur für Erneuerbare Energien mit Prof. Sonja Peterson (IfW-Kiel) und Prof. Claudia Kemfert (DIW). weiterlesen…

COP24: Magere NDC-Ausbeute

Studie: Nur 16 Staaten erfüllen Pariser Klima-Zusagen

Nur wenige Länder haben national festgelegte Beiträge (NDCs, siehe solarify.eu/ndcs-nationally-determined-contributions) zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen verabschiedet, die eindeutig mindestens so ehrgeizig sind wie ihre bei der COP21 zugesagten Beiträge, so die bereits am 29.10.2018 veröffentlichte Analyse „Aligning national and international climate targets“. Sie wurde gemeinsam von Grantham Research Institute on Climate Change and the Environmente, ESRC Centre for Climate Change Economics and Policy (beide London School of Economics) und World Resources Institute erstellt. weiterlesen…