CO2-Ausstoß steigt stark weltweit weiter

Projektion des Global Carbon Project: 2018 globales Allzeithoch der CO2-Emissionen

Um den Klimawandel zu bremsen, müssen Wirtschaftswachstum und Treibhausgas-Ausstoß entkoppelt werden. Klimaschützer hatten bereits gehofft, dass es schon so weit sein könnte. Aber während in Polen gerade die UN-Klimakonferenz COP24 läuft, gibt es schlechte Nachrichten. Der CO2-Ausstoß hat einer Studie zufolge in diesem Jahr deutlich zugenommen und wird 2018 ein Allzeithoch erreichen – so die Forscher des Tyndall Cente for Climate Research an der University of East Anglia (UEA) und des Forschungsverbundes „Global Carbon Project“. Ein prognostizierter Anstieg von mehr als zwei Prozent wurde durch ein „solides Wachstum“ der Kohle verursacht; weil aber auch mehr Öl und Gas verbrannt würden, seien die Emissionen 2018 laut einer Projektion um mehr als zwei Prozent angestiegen, warnte Global Carbon Project am 05.12.2018. weiterlesen…

„Die Natur macht es uns vor“

thyssenkrupp-CTO im Solarify-Selbstgespräch

Reinhold Achatz, seit 2013 CTO bei thyssenkrupp – Head of Corporate Function Technology, Innovation & Sustainability, und in dieser Funktion zuständig für das innovative Projekt Carbon2Chem (s. solarify.eu/co2-als-rohstoff-carbon2chem), in dem 18 Partner aus Politik, Industrie und Wissenschaft bereits erfolgreich erproben, wie aus Hüttengasen Chemieprodukte oder Treibstoffe gewonnen werden können. Nachhaltigkeit und Technologie müssten einander unterstützen, so Achatz. Die Natur mache es uns vor: Hier habe über Millionen Jahre ein Gleichgewicht zwischen CO2-Emission und CO2-Verbrauch bestanden. Der Mensch habe dann aber fossile Energieträger in kurzer Zeit viel schneller genutzt, als sie in der Erdgeschichte aufgebaut worden seien. Damit sei das System des Kohlenstoffkreislaufes nicht mehr stabil. Achatz schließt daraus: „Wir müssen genau so viel CO2 stofflich nutzen und damit der Atmosphäre entziehen, wie wir in die Atmosphäre abgeben.“ Dazu gehöre „Carbon Capture and Utilization“ (CCU). weiterlesen…

Peinlich: Deutsche Klimapolitik am COP24-Pranger

Negativpreis „Fossil des Tages“

Am 07.12.2018 wurde Deutschland im Rahmen der Weltklimakonferenz COP24 für seine ungenügende Klimapolitik an den Pranger gestellt: Die internationale Klimabewegung Climate Action Network „verlieh“ den Negativpreis „Fossil des Tages“ für das Verfehlen der 2020-Klimaziele an die Bundesregierung. Das „Fossil des Tages“ („Fossil of the Day“) wird während der COP täglich an das Land vergeben, das sich durch besonders schlechten Klimaschutz oder besonders destruktives Verhalten während der Verhandlungen ausgezeichnet hat. weiterlesen…

Flugverkehr bis 2021 vom ETS ausgenommen

Kleine Anfrage der FDP: Warnung vor „Doppelbepreisung“ von CO2-Emissionen im Luftverkehr

Fliegen ohne CO2-Emissionen wird nach Ansicht der Bundesregierung noch länger nur begrenzt möglich sein. Aktuell seien beispielsweise noch keine größeren Mengen von aus erneuerbaren Energien generierten, strombasierten Treibstoffen verfügbar, schreibt die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in einer Antwort (19/5784) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/5175). Die Bundesregierung unterstütze Pilotvorhaben zur Herstellung synthetischen Kerosins. Auch die Einbeziehung des innereuropäischen Flugverkehrs in den europäischen Emissionshandel (ETS) bewertet die Bundesregierung positiv. Es seien „wertvolle Erfahrungen im Bereich Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung“ gesammelt worden. Diese Erfahrungen hätten international eine Vorbildfunktion, heißt es in der Antwort. (hib/SCR) weiterlesen…

„Deutschland blamiert sich in Kattowitz“

DENEFF, DUH, GIH, VfW, BuVEG, BWP kritisieren Wirkung der Modernisierungsumlage auf Gebäudesanierung

Die Ankündigungen aus der Wohnungswirtschaft, nach der jüngsten Mietrechtsnovelle die Sanierungsraten zu drosseln, bedeuten während der Klimakonferenz in Kattowitz eine (weitere) Blamage für Deutschland. Das attestieren gleich sechs in diesem Thema engagierte Organisationen in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 07.12.2018 der Bundesregierung: die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerk GIH, der Verband für Wärmelieferung (VfW), der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) und der Bundesverband Wärmepumpe (BWP). weiterlesen…

Jetzt schon: Rückbau-Anleitung für Windparks auf hoher See

Projekt mit Stiftung Offshore-Windenergie als Partner gestartet

Wie können Offshore-Windparks effizient zurückgebaut werden? Welche technischen Konzepte gibt es dafür und welche Auswirkungen auf die Umwelt und Rückbaukosten müssen berücksichtigt werden? Ein neues vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Projekt unter dem Namen SeeOff –Strategieentwicklung zum effizienten Rückbau von Offshore Windparks ist – von der Hochschule Bremen koordiniert – Anfang November 2018 gestartet und wird entsprechende Rückbaustrategien zusammen mit den beteiligten Unternehmen und der Branche entwickeln. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in einem Handbuch zur Ermittlung und Bewertung von Rückbaustrategien zusammengetragen und der Offshore-Windenergie-Branche zur Verfügung gestellt. weiterlesen…

Polen beginnt umzusatteln – auf Offshore-Wind

Mehr als 2,5 GW geplant

Polen ist Kohlestromland – schon immer. Jetzt aber – nicht nur angesichts der Kritik im Zusammenhang mit der Weltklimakonferenz COP24 in Katowice, sondern auch unter dem Druck gestiegener Preise für CO2-Zertifikate im Europäischen Emissionshandel – schwenkt der Energieversorger Polska Grupa Energetyczna (PGE), der Strom bisher vor allem aus Kohle erzeugt hat, allmählich auf Offshore-Windenergie um: Das staatliche Unternehmen plant in der Ostsee zwei Windparks mit insgesamt 2,55 Gigawatt. weiterlesen…

Fragen zu einer biologischen Technik

Fraunhofer-Themenheft

Im Themenheft 2*) der UMSICHT-Diskurs-Reihe „Fragen zu einer biologischen Technik“ setzen sich die Autoren des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT „mit der Idee auseinander, biologische Komponenten oder Prinzipien in technische und wirtschaftliche Abläufe zu integrieren“. Sie beziehen diesen, „auch als „Biologisierung“ und „biologische Transformation“ bezeichneten Prozess technik- und biophilosophische Aspekte ein“. Der Text sei als Versuch zu verstehen, verschiedene Aspekte einzubeziehen. Dafür würden zunächst Begriffe wie „Biologische Transformation“ und „Biologisierung“ definiert, dann „eine Strukturierung der damit verbundenen TechnikfeJder und eine erste Bewertung verschiedener Transformationen“ vorgenommen. Anschließend werden „spezifische Wesensmerkmale von Lebewesen und technischen Artefakten und Verfahren herausgearbeitet und miteinander in Beziehung gesetzt“. Unter Federführung von Korrespondenzautor Thomas Marzi, Abteilungsleiter Ideenfabrik und Gruppenleiter Low Carbon Economy, werden verschiedene biologische Transformationen betrachtet und ethische Aspekte berücksichtigt. weiterlesen…

Behandlung organischen Abfalls von Kreuzfahrtschiffen

BINE-Info: An Bord sammeln und vorbehandeln für Biogasanlage im Hafen

Die Kreuzfahrtbranche boomt, und weltweit gehen pro Jahr mehr als 24 Mio. Passagiere auf große Seereise. Jedes dieser Schiffe beherbergt und versorgt bis zu 6.000 Passagiere. Dabei fallen Abfallmengen wie in einer Kleinstadt an. Bisher wird der organische Teil des Mülls überwiegend in den zulässigen Zonen ins Meer eingeleitet. Das BINE-Projektinfo „Schiffsabfälle verwerten statt verklappen“ (14/2018) stellt ein neues Konzept vor, um den organischen Müll sowie den Klärschlamm an Bord zu sammeln und im Hafen energetisch zu verwerten. Modellregion ist dabei die Ostsee. weiterlesen…

„Die Emissionen steigen immer noch: Beschleunigt die Reduzierungen!“

Artikel in Nature

Die CO2-Emissionen steigen wieder, nachdem die zwei Jahre auf hohem Niveau verharrt hatten, unbeeindruckt von der Weltklimakonferenz COP24 in Kattowitz. Dort soll ein Regelwerk zu ihrer definitiven Senkung verabschiedet werden. Dafür muss der Klimaschutz deutlich intensiviert werden, heißt es in einem Text von fast 100 Klima-Experten in der Zeitschrift „Nature“, darunter auch Allianz-Chef Oliver Bäte. Lead-Autorin ist die ehemalige Chefin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres. Solarify übersetzt und dokumentiert den Artikel. weiterlesen…