CO2-Emissionen: Langsam wird es eng

Nicht mehr viel Zeit für Klimaschutz

Die Klimakatastrophe verschärft sich, könnte aber durch eine Besteuerung der Kohlendioxidemissionen zumindest noch abgeschwächt werden. Das ist die Botschaft des am 28.11.2018 in Paris vorgestellten UN Environment Emissions Gap Report (Bericht über die Umweltemissionslücke) der Umweltorganisation der Vereinten Nationen. Der Bericht zeigt, dass die Weltgemeinschaft ihren ursprünglichen Ehrgeiz verdreifachen muss, um die Erwärmung auf 2° C zu begrenzen, und dass er sich für das 1,5° C-Szenario um das Fünffache erhöhen muss. Eine Fortsetzung der aktuellen Trends wird voraussichtlich bis zum Ende des Jahrhunderts zu einer globalen Erwärmung von rund 3,2° C führen, danach werden die Temperaturen weiter steigen. [note Das ist der 10.000ste Bericht, der auf Solarify erschienen ist.] weiterlesen…

Deutsche Forscher fordern CO2-Steuer

„Es muss teurer werden, Treibhausgase auszustoßen“

Unter diesem Motto fordern zwei Regierungsberater im aktuellen SPIEGEL einmütig eine Steuer auf Kohlendioxid: Ottmar Edenhofer (PIK-Direktor und MCC-Chef) und RWI-Chef und Wirtschaftsweiser Christoph Schmidt. Ihre Kardinalfrage: Wie lassen sich Klimaschutz und Ökonomie vereinbaren? Die zwei – eigentlich sehr unterschiedlichen – Wissenschaftler sprechen sich für eine Treibhausgas-Abgabe aus, „mit der sich das Einsparen des Klimagases für Industrie und Verbraucher rechnet“. weiterlesen…

„Katalog der Hoffnung“

Europäische Expertengruppe veröffentlicht richtungsweisenden Innovationsbericht

Nichtfossile Lösungen, etwa für kohlenstofffreie Technologien und emissionsneutrale Lebensstile, müssen im Mittelpunkt europäischer Investitionen in Forschung und Innovation stehen. Bisherige emissionsarme Lösungsansätze werden nur begrenzt dazu beitragen können, gefährliche Risiken der globalen Erwärmung rechtzeitig zu begrenzen, sagen unabhängige Experten. Im Gegensatz dazu könnten ehrgeizige Innovationsprogramme einen Wettlauf sauberer Technologien an die Spitze anstoßen und gleichzeitig Wohlstand sichernd die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Volkswirtschaften stärken. Der Expertenbericht des ‚High-Level Panel on Decarbonization Pathways‘ wurde am 28.11.2018 zusammen mit der Kommunikationsstrategie der Europäischen Kommission für langfristige Emissionsminderungen in der EU kurz vor dem UN-Klimagipfel COP24 veröffentlicht. weiterlesen…

Die Welt muss raus aus der Kohle – warum ist das so schwer?

NYT: „In Asien wird der Kampf um die Zukunft der Kohle geführt.“

Kohle hat das Industriezeitalter angetrieben und den Planeten an den Rand des katastrophalen Klimawandels geführt, schreibt Somini Sengupta, internationale Klimareporterin der New York Times am 24.11.2018 – Solarify empfiehlt die Lektüre des Textes – hier Ausschnitte. weiterlesen…

G20-Staaten brauchen Sofortprogramm für Klimaschutz im Verkehr

Verdrängen wird schmerzhaft und teuer

Um die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen ist laut einer am 30.11.2018 veröffentlichten Studie mit dem Titel „Towards Decarbonising Transport – A 2018 Stocktake on Sectoral Ambition in the G20” ein Sofortprogramm für den Transportsektor notwendig. Herausgeber der Analyse sind die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das Renewable Energy Policy Network for the 21st Century (REN21) und der Berliner Think Tank Agora Verkehrswende. weiterlesen…

Lichtschalter für Eisen-Enzyme

Kieler Forschungsteam kontrolliert erstmals Funktionen mit Licht

Eine Medienmitteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel: Ob Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien oder Menschen: In nahezu allen lebenden Organismen arbeiten eisenhaltige Enzyme. In der menschlichen Leber übernimmt ein solches Enzym die Aufgabe einer Art biologischen Müllverbrennung: Es oxidiert Schadstoffe, Medikamente oder körpereigene Stoffe, um sie über die Niere auszuscheiden. Zur Erfüllung seiner lebenswichtigen Aufgabe schaltet das Eisenatom im Innern des Enzyms ständig zwischen magnetischem und unmagnetischem Zustand hin- und her. weiterlesen…

Neuordnung der Abgaben und Umlagen auf Strom, Wärme, Verkehr

Agora Energiewende: Für eine aufkommensneutrale, CO2-orientierte Reform

Bislang ist eine CO2-orientierte Reform der Abgaben und Umlagen auf Energie vor allem an einem gescheitert: der Angst der Politik vor einer (Medien-) Kampagne, die eine solche Reform diffamiert als unsoziale Steuererhöhung. Deswegen gehört ein „Wechsel-Fonds für die private Energiewende“ für besonders Betroffene zwingend zu einer solchen Reform. Aber am Schluss braucht jede grundlegende Änderung bestehender Strukturen vor allem eines: Mut und Überzeugungskraft auf Seiten der handelnden Akteure. In einer neuen Publikation strukturiert Agora Energiewende die Vorschläge und kondensiert sie auf kurzfristig umsetzbare Handlungsoptionen. weiterlesen…

Autobatterien: EU auf Vormarsch

Rennen um „strategisch wichtige Rohstoffe“

Die Europäische Union will eine eigene Lieferkette für „strategische Rohstoffe“ aufbauen, die für die Produktion von E-Auto-Batterien gebraucht werden. Jetzt prescht die EU mit Plänen für den Ausbau der Lithiumabbau-Kapazitäten sowie deren Raffinierung auf europäischem Gebiet vor. Denn mit der Elektrifizierung des Verkehrs beginnt der Wettlauf um die Entwicklung einer Wertschöpfungskette für die Batterieherstellung in Europa – schreibt Frédéric Simon am 22.11.2018 auf EURACTIV.com (übersetzt von Tim Steins) weiterlesen…

Wettbewerbsfähigkeit als Schlüsselbaustein für ein nachhaltiges Energiesystem

Fraunhofer-Allianz Energie veröffentlicht Positionspapier mit Handlungsempfehlungen an die Politik

Im globalen Wettbewerb reicht das Kriterium Wirtschaftlichkeit alleine nicht mehr aus, um Relevanz und Potenziale zentraler Branchen, wie Energie, Verkehr und Kommunikation zu bewerten. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte die Fraunhofer-Allianz Energie am 28.11.2018 ein Positionspapier mit dem Titel „Wettbewerbsfähigkeit als Schlüsselbaustein für ein nachhaltiges Energiesystem“. Die Experten von Europas größter Energieforschungsorganisation plädieren dafür, den Eckpfeiler „Wirtschaftlichkeit“ des energiepolitischen Dreiecks um die Aspekte „Technologiesouveränität“ und „Innovationskompetenz“ zu ergänzen und so die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas als Ziel mit in den Vordergrund zu stellen. weiterlesen…

Umfrage: Deutsche für schnellen Start in den Kohleausstieg

Kohleabbau hat in der Bevölkerung keinen Rückhalt mehr

Drei Viertel der Deutschen sind der Meinung, dass der Kohleausstieg schnell begonnen werden muss. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der NATURSTROM AG. 73 Prozent der befragten Personen stimmen zu, dass die zwölf ältesten Braunkohlekraftwerke bis zum Jahr 2020 aus Klimaschutzgründen stillzulegen sind. weiterlesen…